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Was die Kirchensteuer Gutes bewirkt

Das Schwerpunktthema für Mai/Juni 2026

von Elfriede Klauer am 02.02.2026 - 06:00  

wir_sind_klein / Pixabay.com - Lizenz

Die Kirchensteuer polarisiert. Für die einen ist sie Ausdruck von Solidarität, für die anderen ein Grund zum Ärger – oder sogar zum Kirchenaustritt. Manche fragen sich: Bekomme ich für das, was ich zahle, überhaupt etwas zurück? Andere zweifeln an der Glaubwürdigkeit der Institution Kirche oder lehnen grundsätzlich eine verpflichtende Abgabe ab. Und immer wieder hält sich der Eindruck, der Staat subventioniere mit der Kirchensteuer die Kirchen.

Unbestritten ist: Die Kirchensteuer ist die wichtigste Einnahmequelle der Bistümer. Ohne sie gäbe es vieles nicht, was Kirche vor Ort ausmacht: von Kitas und Beratungsstellen über Seelsorge, Bildungsarbeit und soziale Projekte bis hin zur Unterstützung von Menschen in Not. Oft bleibt allerdings unsichtbar, wofür das Geld konkret eingesetzt wird und welchen Unterschied es im Alltag vieler Menschen macht.

Genau hier setzt das Schwerpunktthema an. Es lädt dazu ein, genauer hinzusehen: Warum gibt es die Kirchensteuer in Deutschland? Wer zahlt sie? Wie wird sie erhoben? Wofür wird sie verwendet?

Nutzen Sie Ihren Pfarrbrief als Ort der Transparenz und des Dialogs. Mit Texten, Bildern und Ideen bietet dieses Schwerpunktthema vielfältige Bausteine, um Mythen aufzuklären, Zahlen einzuordnen und zu zeigen, wie Kirchensteuer vor Ort wirkt. Beziehen Sie die finanzielle Situation Ihres Bistums und Ihrer Seelsorgeeinheit ein und machen Sie sichtbar, was durch das Engagement der Kirchenmitglieder möglich wird.

    Bilder

    Finanzdirektor Gerald Düchs erklärt, warum kirchliches Leben ohne Kirchensteuer nicht denkbar ist

    von

    Elfriede Klauer

    Braucht die Kirche wirklich Kirchensteuer – trotz Vermögen, Rücklagen und Spenden?

    Wissenswertes rund um die Kirchensteuer

    von

    Elfriede Klauer

    - Die Kirchensteuer ist keine Erfindung der Kirchen. Deutsche Landesfürsten führten sie im 19. Jahrhundert ein. 1803 enteigneten sie im Rahmen der Säkularisation die Kirche – als Ersatz für Ländereien, die sie an Napoleon verloren hatten.

    Wie sich das Kirchensteueraufkommen zukünftig entwickeln wird

    von

    Elfriede Klauer

    Da die Kirchensteuer auf Grundlage der Lohn- und Einkommensteuer der Kirchenmitglieder berechnet wird, ist sie abhängig von der Beschäftigungs- und Verdienstsituation sowie von der Entwicklung der Mitgliederzahlen.

    von

    Simon Baum

    Wofür zahl ich eigentlich Kirchensteuer? Frag ich mich echt schon länger. Brauch ich das überhaupt? Oder könnte ich mir davon nicht lieber was gönnen? Neues Handy, mehr Geld fürs Weggehen – wär auch nice.

    Ein persönliches Statement

    von

    Stefan Schneider

    Für mich ist die Kirchensteuer mehr als nur eine Pflicht – sie ist ein Beitrag zu etwas Größerem. Ich zahle sie, weil ich weiß, dass damit nicht nur Gottesdienste und Seelsorge finanziert werden, sondern auch viele soziale Projekte, die Menschen in schwierigen Situationen helfen.

    Wie kirchliche Aufgaben finanziert werden und warum Vermögen nicht frei verfügbar ist

    von

    Elfriede Klauer

    Kirchliches Geld und kirchliches Vermögen sind zweckgebunden. Sie dienen der Erfüllung der kirchlichen Aufgaben des Gottesdienstfeierns, der Verkündigung, der Sorge für die Nächsten sowie für eine angemessene Bezahlung der kirchlich Beschäftigten.

    Wissenswertes zum kirchlichen Leben in Deutschland

    von

    Katholische Kirche in Deutschland – Zahlen und Fakten 2024/2025. Bonn, 2025, www.dbk.de

    […] Die katholische Kirche in Deutschland besteht aus 27 Bistümern (auch Diözesen genannt). Die Bistümer einer Region sind zu einer Kirchenprovinz zusammengefasst. Das vorrangige Bistum unter ihnen heißt Erzbistum (auch Erzdiözese), sein Bischof ist Erzbischof.

    von

    Elfriede Klauer

    Die Internetseite kirchensteuer-wirkt.de bietet einen Kirchensteuer-Rechner, der einen Anhaltspunkt für die zu zahlende Kirchensteuer gibt: https://www.kirchensteuer-wirkt.de/kirchensteuer-rechner

    Kirchensteuer

    von

    Klaus Jäkel

    Als Täufling werde ich 
    und bleibe gerne weiter  
    Mitglied in der Kirche
        
    doch warum
    heuer noch mit
    Kirchen-„steuer“?

    Viele Argumente, viele Irrtümer – ein Interview

    von

    Radio Vatikan (17. Juli 2023), www.vaticannews.va

    In den deutschen Medien wird aktuell – wieder einmal – über die Kirchensteuer diskutiert. Anlass ist eine jüngst veröffentlichte Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur dpa.

    Politlyrik zur Kirchensteuer

    von

    Peter Schott

    Stellen wir heute die K-Frage:
    Was ist die Kirchensteuer?

    Eine Steuer …

    … die Menschen
    in Not hilft.

    … die Gebäude
    instand hält.

    … die die Gemeinden
    unterstützt.

    … die organisiert
    und strukturiert.

    Tipps für Pfarrbriefredaktionen

    Kirchensteuer und ihre Rolle vor Ort

    Die Kirchensteuer finanziert das Gemeindeleben vor Ort mit, z.B. über die Personalkosten für Seelsorgepersonal oder Pfarrbürobeschäftigte, den Bistumsanteil an Reparatur- oder Sanierungsarbeiten von kirchlichen Gebäuden oder über die pauschale Zuweisung aus Kirchensteuermitteln an die örtliche Kirchenstiftung.

    • Bitten Sie einen Kirchenpfleger/-in oder ein auskunftsfähiges Mitglied einer Kirchenverwaltung oder vielleicht auch die zunehmend neu eingeführten Verwaltungsleitenden um ein Interview. 
      Fragen könnten sein:
      - Wie hoch ist der Anteil der Kirchensteuer an den Einnahmen der Kirchenstiftung(-en)?
      - Was wird damit finanziert?
      - Das Kirchensteueraufkommen soll sich laut einer Studie bis 2060 um die Hälfte reduzieren. Was wären Ihrer Einschätzung nach die Folgen für die Kirchengemeinde(-n)?
      - Welche Sparvorgaben seitens des Bistums gibt es bereits jetzt?
    • Zeigen Sie mit Bildern, was konkret vor Ort mit der Kirchensteuer finanziert wird.
    • Interessant ist auch ein beispielhafter Einblick in die jährlichen Ausgaben und Einnahmen einer typischen Kirchengemeinde vor Ort. Er könnte deutlich machen, dass kirchliches Leben vor Ort ohne Kirchensteuer und Spenden der Kirchenmitglieder nicht in dieser Form möglich wäre.

    Kirchensteuer im Bistum

    • Die Finanzämter leiten die einbehaltene Kirchensteuer der Kirchenmitglieder an die jeweiligen Bistümer weiter. Hier wird über die weitere Verwendung entschieden, die in allen Bistümern transparent offen gelegt wird. Eine Übersicht über die Finanzinformationen aller deutschen Bistümer finden Sie unter https://www.dbk.de/themen/kirche-und-geld/finanzinformationen-im-ueberb…
      Hier können Sie recherchieren, welches Geld Ihr Bistum zur Verfügung hat und wie es damit arbeitet. Entsprechend vom Bistum bereitgestellte Übersichten und Grafiken lassen sich sicher auch für die Veröffentlichung im Pfarrbrief oder auf der Pfarrei-Homepage anfragen.
    • Der Finanzdirektor/die Finanzdirektorin hat die Finanzen des Bistums im Blick. Führen Sie mit ihm/ihr ein Interview. Mögliche Fragen finden Sie hier: https://www.pfarrbriefservice.de/file/zwischen-kritik-und-realitaet

    Statements

    Wie stehen Ihre Gemeindemitglieder zur Kirchensteuer? Fragen Sie sie und veröffentlichen Sie die kurzen Statements mit Angabe des Namens und des Alters. Ein Hingucker ist es, die Befragten mit Bild zu zeigen.

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