Bistumsfest 2015 des Ruhrbistums

Cordula Spangenberg
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Bistumsfest 2015

© Achim Pohl / Bistum Essen

Die Besucher des Bistumsfests 2015 auf dem Burgplatz in Essen lassen Luftballons steigen.

Bistumsfest 2015 Luftballons

© Achim Pohl / Bistum Essen

Bunte Luftballons fliegen am 29. August 2015 über dem Bistumsfest des Bistums Essen.

Bistumsfest 2015 mit Bischof und Generalvikar

© Achim Pohl / Bistum Essen

Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck (rechts) und Generalvikar Klaus Pfeffer predigen beim Bistumsfest 2015 auf dem Burgplatz in Essen.

Atmosphäre, Begegnung und Sonne satt: Zum Bistumsfest unter dem Motto „Wir feiern... Kirche. Zukunft. Ruhrbistum.“ kamen rund 2.500 Menschen auf dem Burgplatz neben dem Essener Dom zusammen. Dem Fest der Kirche war so sommerliches Wetter beschieden, dass sich schon lange vor Beginn des Bühnenprogramms viele Dutzend Interessierte Plätze im Schatten gesichert hatten, um sich in entspannter Stimmung mit Interviews und Filmbeiträgen über den Fortgang der Planungen rund um das „Zukunftsbild“ des Bistums Essen informieren lassen zu können.

Zwischendurch zog swingend die „Marching Band“ über den Platz. Zum Bühnenprogramm und zum Gottesdienst steuerte Gregor Linßen mit seiner Gruppe AMI die Musik bei. Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck hatte die Feiernden zu Kaffee, Kuchen und kalten Getränken eingeladen und gab nach dem stimmungsvollen Open-Air-Gottesdienst noch für alle eine Currywurst aus.

Viele Teilnehmer hatten großes Interesse daran, sich über den Stand des „Zukunftsbildes“ zu informieren, und nahmen eine Menge schriftliches Material darüber mit in ihre Heimatgemeinden. „Die meisten, mit denen wir hier ins Gespräch kommen, interessieren sich für eine ‚Kirche neuer Möglichkeiten‘“, fasst Mechthild Jansen vom Bistum Essen die Stimmung am Informationsstand zusammen.  

Die Aktionsstände rund um den Platz waren den sieben Eigenschaften zugeordnet, die das Bild der zukünftigen Kirche im Bistum Essen kennzeichnen sollen. Am Stand von „cross#roads“, der Jungen Kirche Essen, wurde mit Fragen nach Lieblingsfarbe, Urlaubswunsch und „Eis oder Pizza“ ein Persönlichkeitstest absolviert, der dem Tester anschließend Merkmale wie „Hoffnungsflüsterer“, „Sternenpflücker“ oder „Menschenfischer“ zuordnete. Pulsar, die Jugendkirche der Pfarrei St. Lamberti Gladbeck, ließ unter der Eigenschaft „vielfältig“ Passanten ihr Konterfei in die Bistums-Silhouette einfügen, so dass am Ende unzählige Gesichter und Persönlichkeiten der Kirche im Ruhrbistum ein Gesicht gaben.

Die Jugendkirche Tabgha in Oberhausen schickte zum Eigenschaftswort „nah“ die Menschen mit einer Kamera los, um winzige Figuren aus dem Modelleisenbahner-Sortiment zweifach zu fotografieren: einmal ganz nah und dann auf Distanz. „Krass – ich hab da hinten Fotos gemacht und kam direkt mit Leuten ins Gespräch“, fasste ein Teilnehmer sein Nah-Erlebnis zusammen. Und unter dem Stichwort „lernend“ konnten die jüngsten Festteilnehmer am Stand des KiTa Zweckverbandes im Bistum Essen lauschen, tasten, kneten und Neues entstehen lassen.

„Die Worte und Gedanken unseres Zukunftsbildes haben vieles angestoßen – Gedanken, Gespräche und Auseinandersetzungen in oft erstaunlich großer Offenheit; aber natürlich auch Verunsicherung, Widerspruch, Auseinandersetzung“, fasste Ruhrbischof Dr. Franz-Josef Overbeck die Entwicklung der vergangenen zwei Jahre in der Predigt des Gottesdienstes zusammen. Die nun gestarteten Projektideen hätten die zentralen Ziele dieses Zukunftsbildes im Blick: „Wir wollen eine Kirche sein, die sich öffnet und weitet, die sich nicht in sich selbst zurückzieht und um den eigenen Bestand kreist. Wir wollen eine Kirche sein, die sich zutiefst von Gott berührt und berufen weiß – und die deshalb wach wahrnimmt, was heute von ihr gefordert ist.“

Generalvikar Klaus Pfeffer warnte davor, in den Pfarreien, Verbänden und Einrichtungen des Bistums „nur den Niedergang zu verwalten“. Er betonte: „Wir sehen unsere Grenzen, wir sehen nüchtern, was nicht mehr geht. Aber wir ahnen auch, was anders durchaus noch gehen kann.“ Die Projektideen zeigten Wege, die ungewohnt und vielleicht auch unbequem seien – „aber sie sollen ja auch Neues entwickeln helfen“.

„Vielfalt ist keine Gefahr, sondern ein Reichtum“, sagte Bischof Overbeck und ermutigte die Anwesenden, sich auch als Dienstleistungsgesellschaft für viele zu verstehen, die die Kirche nur an gewissen Punkten ihres Lebens brauchen. (cs)

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