Mach neu – Crossmediale Pfarrbriefarbeit

Ronja Goj
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Bis zu 160 Nanometer sind sie klein. Sehen aus wie ein Kranz. Sind hochinfektiös. Und leben als Parasiten. Coronaviren SARS-CoV-2. Sie lähmen das gewohnte Leben. Verändern es.

Ende oder Anfang etwas Neuem?

Vielleicht gehören Sie zu einer Pfarrbriefredaktion, die ihre Pfarrbriefarbeit während des Shutdowns eingestellt hat. Die keinen Pfarrbrief mehr herausgebracht hat. Vielleicht gehören Sie zu einer Redaktion, die den Pfarrbrief verändert hat. Die Aufmachung, die Erscheinungshäufigkeit, den Inhalt. Die Sonderausgaben herausgegeben hat. Vielleicht gehören Sie zu einer Redaktion, die den Shutdown genutzt hat, um sich mit dem Thema „Pfarrei im Internet“ auseinanderzusetzen. Die im Internet aktiv geworden ist.

Das Internet bekommt in diesen Zeiten eine völlig neue Bedeutung und Relevanz. Verschiedene Menschen können bis auf unabsehbare Zeit nicht mehr, wie gewohnt, am Gemeindeleben teilnehmen. Die Pfarreienhomepage ist oft die einzige Möglichkeit, um mit allen Gemeindemitgliedern in Kontakt zu bleiben.

Impulse zur Pfarrbriefarbeit im Internet

1. Rückblick: Wie hat unsere Gemeinde das Internet während der Krise genutzt?

  • Hatten wir bereits eine Homepage oder mussten wir in der Corona-Krise eine neue Homepage einrichten?
  • Haben wir die Pfarrbriefe als PDF auf unserer Homepage eingestellt?
  • Haben wir unseren Gemeindemitgliedern Impulse auf unserer Homepage angeboten?
  • Haben wir einen Pfarrbrief herausgebracht und ihn mit Angeboten auf unserer Internetseite ergänzt?

2. Veränderung: Welche Chancen liegen für die Pfarrbriefarbeit in der Krise?

Krisen haben den Vorteil, dass sie Veränderungen erfordern. Schnelle Veränderungen. Darin liegt eine große Chance. Denn Ideen oder Projekte, über die Gemeindemitglieder seit Jahren in Gremien und Arbeitsgruppen debattieren, müssen sofort umgesetzt werden. Es ist keine Zeit mehr, um zu diskutieren. Und vieles, was zuvor unmöglich erschien, funktioniert plötzlich. Es lohnt, diese Projekte mitzunehmen, in die Zeit nach der Krise.

  • Die Krise hat eine Welle der Veränderung in die Pfarrbriefarbeit gebracht. Können wir auf dieser Welle surfen und die Veränderung weitertragen?
  • Können diese Veränderungen Anstoß, Impuls sein, um unsere Pfarrbriefarbeit im Bereich Internet nachhaltig zu verändern und voranzutreiben?
  • Wie gelingt das?

3. Konzept: Veränderungen umsetzen

  • Sie haben das Projekt „Pfarrbriefarbeit im Internet“ aufgrund der Krise sehr spontan umgesetzt. Reflektieren Sie deshalb, ob diese Arbeit in Zukunft so weiter bestehen kann oder ob Sie Ihr Konzept optimieren, verändern oder anpassen müssen.
  • Sie möchten gerne einen Pfarrbrief als Printprodukt herausgeben und ihn durch passende Beiträge auf der Pfarreihomepage ergänzen. Bisher haben Sie aber kein Konzept für crossmediale Pfarrbriefarbeit. Punkt 4 hilft Ihnen.

4. Ziel: Crossmediale Pfarrbriefarbeit – Internet ergänzt Print

Medien funktionieren unterschiedlich:

Machen Sie sich bewusst, dass sich Medien voneinander unterscheiden. Dass jedes Medium anders ist. Auf seine eigene Weise funktioniert. Ein anderes Ziel hat. Das gedruckte Pfarrmagazin hat eine andere Funktion als die Pfarreihomepage. Darum kann der Pfarrbrief die Homepage nicht ersetzen. Und die Homepage nicht den Pfarrbrief. Trotzdem sind beide Medien sinnvoll und wichtig. Weil sie unterschiedliche Informationen bieten, für unterschiedlichen Content geeignet sind, unterschiedliche Menschen und Zielgruppen erreichen.  
 

Die Unterschiede:

  • Der gedruckte Pfarrbrief
    Er ist das Pushmedium, besonders in Corona-Zeiten. Und er erscheint als Magazin. Das in jeder Ausgabe einen Schwerpunkt auf ein bestimmtes Thema legt. Ein Thema, das möglichst viele Menschen vor Ort interessiert. Das Magazinberichte enthält, Reportagen, Porträts, Nachrichten, Interviews, Kommentare. In dem großformatige, ansprechende Fotos abgedruckt sind. Das im Vierfarbdruck produziert wird. Ein Printprodukt ist, in dem die Leser gerne blättern. Dessen Aufmachung den Leser zum Lesen animiert. Für das der Leser sich Zeit nimmt. Das zu den Menschen nach Hause kommt. Das an alle katholischen Haushalte verteilt wird. Und so die 90 Prozent der kirchenfernen Menschen erreicht, die keinen Kontakt zur Kirche und zur Gemeinde vor Ort haben.
     
  • Die Pfarreihomepage
    Sie ist anders aufgemacht als der Pfarrbrief. Sie ist aktuell. Enthält Neuigkeiten, aktuelle Meldungen, Termine. Bilderstrecken, Serviceangebote, Impulse. Ist ein Pool an Informationen, der nicht verloren geht. Die Pfarreihomepage ist dauerhaft verfügbar und dauerhaft abrufbar. Die Inhalte befinden sich in verschiedenen Rubriken. Folgen keiner bestimmten Reihenfolge. Sind gleichberechtigt und haben alle die Chance zuerst angeklickt zu werden. Der User entscheidet, welchen Weg er auf der Homepage einschlägt. Sein Ziel ist es nicht, alle Informationen zu lesen, die auf der Homepage stehen. Meist sucht er nach einer bestimmten Information. Vielleicht nach einem Gottesdiensttermin. Das bedeutet, dass er sich bewusst dazu entscheidet auf die Homepage der Pfarrei zu gehen. Ihm fällt die Homepage nicht zufällig in die Hände, wie es beim Pfarrbrief der Fall sein kann.

Crossmedialer Pfarrbrief – Die Medien müssen sich ergänzen:

Das bedeutet: Pfarrbrief und Homepage ergänzen sich!

  • Überlegen Sie sich bewusst, welche Informationen und Artikel Sie im Pfarrbrief platzieren wollen und welche Inhalte sich besser für die Homepage eigenen. Das bedeutet nicht, dass Sie den Pfarrbrief auf der Homepage lediglich als PDF veröffentlichen.
     
  • Verknüpfen, verweben Sie Homepage und Pfarrbrief miteinander. Machen Sie im Pfarrbrief auf die Homepage aufmerksam und auf der Homepage auf den Pfarrbrief. Wenn Sie im Pfarrbrief Nachrichten veröffentlichen, können Sie dort zum Beispiel einen Link oder QR-Code platzieren, der den Leser zu einer ausführlichen Bildergalerie auf die Homepage führt. Oder Sie bieten passend zum Schwerpunktthema des Pfarrbriefs aktuelle Impulse auf der Pfarreihomepage an.

5. Die Zukunft: Einen Social-Media Kanal eröffnen und pflegen

Ein eigener Social Media Kanal für die Pfarrei, das ist der Königsweg. Das Ziel der Zukunft. Social Media Kanäle unterscheiden sich grundlegend von Pfarrbrief und Pfarreihomepage. Denn die Art, wie die Pfarrei mit ihren Mitgliedern in Verbindung steht, ist grundlegend anders. Weil sich die Rollen verändern. Weil die Pfarrei nicht mehr nur Sender ist. Das Gemeindemitglied nicht mehr nur Empfänger. Beide sind sowohl Sender als auch Empfänger. Aus der kommunikativen Einbahnstraße wird ein Kreisel. Es entsteht eine echte, gemeinsame Kommunikation. Ein wechselseitiger Austausch.

  • Aktuell und schnell
    Social Medias sind am aktuellsten. Verbreiten Nachrichten am schnellsten. Erreichen den User sofort, zeitgleich, live. In dem Moment, in dem die Pfarrei einen neuen Beitrag postet, blinkt eine Meldung auf dem Smartphone des Users auf. Er muss nicht in einem Magazin blättern, nicht gezielt auf die Pfarreihomepage gehen. Er erhält die Information. Ungefragt.
     
  • Interaktiv
    Der größte Unterschied zum Pfarrbrief und der Pfarreihomepage: Social Medias sind interaktiv. Sie sind Dialog. Sie funktionieren über Resonanz. Und sie machen sich etwas zutiefst menschliches zu Eigen: Gemeinschaft. Sie leben vom Mitmachen, vom Miteinander. User können, sollen kommentieren, teilen, liken, folgen. Ihre Erfahrungen einbringen. Ihre Meinung posten. Sagen, was ihnen gefällt, was ihnen nicht gefällt. Sie treten aus der reinen Konsumentenrolle heraus. Werden selbst aktiv und ein Teil. Umgekehrt nimmt die Pfarrei den Menschen wahr, hat Interesse an ihm, an seinen Standpunkten, Ideen, Sorgen. Geht auf ihn ein. Teilt das Leben mit ihm. Und steht in direktem Austausch mit den Gemeindemitgliedern.
     
  • Inhaltlich
    Alles, was schnell hinaus muss in die Welt, eignet sich für die Sozialen Medien. Neuigkeiten, Aktuelles, wichtige Informationen, Hinweise. Alles, was viele Menschen erreichen soll, was beworben werden soll, was bekannt werden soll. Veranstaltungen, Aktionen. Alles, was die Emotionen, das Gefühl anspricht. Videos, Botschaften, Bilder, Influencer-Beiträge. Alles, was zum Mitmachen anregt, was die Menschen persönlich anspricht, eine Beziehung zu ihnen aufbaut. Impulse, Anstöße, Fragen, Erfahrungsaustausch.
     
  • Persönlich
    Social Medias sind der direkte Draht zu den Gemeindemitgliedern. Über sie hält die Pfarrei dauerhaft, permanent Kontakt. Der persönlich ist, menschlich, locker und auf Augenhöhe. Das funktioniert am besten über einen Influencer oder eine Infuencerin. Eine Person, die für die Institution „Pfarrei“ steht. Die ihr Gesicht in die Kamera hält. Die erzählt, die Menschen persönlich anspricht, die eine Beziehung zu den Menschen aufbaut. Denn Menschen fällt es schwer eine Verbindung zu Institutionen zu entwickeln. Weil diese statisch sind, ungreifbar, unnahbar, sachlich, tot. Menschen können sich besser mit anderen Menschen identifizieren. Weil diese Charisma haben, Ausstrahlung, Lebendigkeit, Charakter. Weil sie emotional sind, eine Meinung haben, Ecken und Kanten. Weil sie Menschen sind.

Die Corona-Pandemie zeigt, dass Pfarreiarbeit ohne Internet nicht mehr funktioniert. Nutzen Sie jetzt die Chance und entwickeln Sie ein Konzept für crossmediale Pfarrbriefarbeit. Und denken Sie langfristig darüber nach, ob Sie einen Social-Media Kanal bepflegen können und wollen. Aber: „Wohin du gehst, geh mit deinem ganzen Herzen.“ Ein Zitat von Konfuzius, das Sie perfekt auf die Öffentlichkeitsarbeit in Ihrer Pfarrei übertragen können. Wenn Sie sich dazu entscheiden, eine Homepage zu kreieren, eine Facebook-Seite aufzubauen, dann stehen Sie dahinter. Sind Sie sich darüber bewusst, dass das Zeit und Engagement kostet. Dass Sie dafür Ehrenamtliche brauchen, die sich darum kümmern. Übernehmen Sie sich nicht. Schauen Sie nach Ihren Kapazitäten, nach Ihren Ressourcen. Entscheiden Sie nach Ihren Möglichkeiten, was machbar ist. Und kümmern Sie sich um dieses Projekt mit voller Energie.

Ronja Goj, In: Pfarrbriefservice.de

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Mach neu – Crossmediale Pfarrbriefarbeit

von Ronja Goj
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Bis zu 160 Nanometer sind sie klein. Sehen aus wie ein Kranz. Sind hochinfektiös. Und leben als Parasiten. Coronaviren SARS-CoV-2. Sie lähmen das gewohnte Leben. Verändern es.

Ende oder Anfang etwas Neuem?

Vielleicht gehören Sie zu einer Pfarrbriefredaktion, die ihre Pfarrbriefarbeit während des Shutdowns eingestellt hat. Die keinen Pfarrbrief mehr herausgebracht hat. Vielleicht gehören Sie zu einer Redaktion, die den Pfarrbrief verändert hat. Die Aufmachung, die Erscheinungshäufigkeit, den Inhalt. Die Sonderausgaben herausgegeben hat. Vielleicht gehören Sie zu einer Redaktion, die den Shutdown genutzt hat, um sich mit dem Thema „Pfarrei im Internet“ auseinanderzusetzen. Die im Internet aktiv geworden ist.

Das Internet bekommt in diesen Zeiten eine völlig neue Bedeutung und Relevanz. Verschiedene Menschen können bis auf unabsehbare Zeit nicht mehr, wie gewohnt, am Gemeindeleben teilnehmen. Die Pfarreienhomepage ist oft die einzige Möglichkeit, um mit allen Gemeindemitgliedern in Kontakt zu bleiben.

Impulse zur Pfarrbriefarbeit im Internet

1. Rückblick: Wie hat unsere Gemeinde das Internet während der Krise genutzt?

  • Hatten wir bereits eine Homepage oder mussten wir in der Corona-Krise eine neue Homepage einrichten?
  • Haben wir die Pfarrbriefe als PDF auf unserer Homepage eingestellt?
  • Haben wir unseren Gemeindemitgliedern Impulse auf unserer Homepage angeboten?
  • Haben wir einen Pfarrbrief herausgebracht und ihn mit Angeboten auf unserer Internetseite ergänzt?

2. Veränderung: Welche Chancen liegen für die Pfarrbriefarbeit in der Krise?

Krisen haben den Vorteil, dass sie Veränderungen erfordern. Schnelle Veränderungen. Darin liegt eine große Chance. Denn Ideen oder Projekte, über die Gemeindemitglieder seit Jahren in Gremien und Arbeitsgruppen debattieren, müssen sofort umgesetzt werden. Es ist keine Zeit mehr, um zu diskutieren. Und vieles, was zuvor unmöglich erschien, funktioniert plötzlich. Es lohnt, diese Projekte mitzunehmen, in die Zeit nach der Krise.

  • Die Krise hat eine Welle der Veränderung in die Pfarrbriefarbeit gebracht. Können wir auf dieser Welle surfen und die Veränderung weitertragen?
  • Können diese Veränderungen Anstoß, Impuls sein, um unsere Pfarrbriefarbeit im Bereich Internet nachhaltig zu verändern und voranzutreiben?
  • Wie gelingt das?

3. Konzept: Veränderungen umsetzen

  • Sie haben das Projekt „Pfarrbriefarbeit im Internet“ aufgrund der Krise sehr spontan umgesetzt. Reflektieren Sie deshalb, ob diese Arbeit in Zukunft so weiter bestehen kann oder ob Sie Ihr Konzept optimieren, verändern oder anpassen müssen.
  • Sie möchten gerne einen Pfarrbrief als Printprodukt herausgeben und ihn durch passende Beiträge auf der Pfarreihomepage ergänzen. Bisher haben Sie aber kein Konzept für crossmediale Pfarrbriefarbeit. Punkt 4 hilft Ihnen.

4. Ziel: Crossmediale Pfarrbriefarbeit – Internet ergänzt Print

Medien funktionieren unterschiedlich:

Machen Sie sich bewusst, dass sich Medien voneinander unterscheiden. Dass jedes Medium anders ist. Auf seine eigene Weise funktioniert. Ein anderes Ziel hat. Das gedruckte Pfarrmagazin hat eine andere Funktion als die Pfarreihomepage. Darum kann der Pfarrbrief die Homepage nicht ersetzen. Und die Homepage nicht den Pfarrbrief. Trotzdem sind beide Medien sinnvoll und wichtig. Weil sie unterschiedliche Informationen bieten, für unterschiedlichen Content geeignet sind, unterschiedliche Menschen und Zielgruppen erreichen.  

Die Unterschiede:

  • Der gedruckte Pfarrbrief
    Er ist das Pushmedium, besonders in Corona-Zeiten. Und er erscheint als Magazin. Das in jeder Ausgabe einen Schwerpunkt auf ein bestimmtes Thema legt. Ein Thema, das möglichst viele Menschen vor Ort interessiert. Das Magazinberichte enthält, Reportagen, Porträts, Nachrichten, Interviews, Kommentare. In dem großformatige, ansprechende Fotos abgedruckt sind. Das im Vierfarbdruck produziert wird. Ein Printprodukt ist, in dem die Leser gerne blättern. Dessen Aufmachung den Leser zum Lesen animiert. Für das der Leser sich Zeit nimmt. Das zu den Menschen nach Hause kommt. Das an alle katholischen Haushalte verteilt wird. Und so die 90 Prozent der kirchenfernen Menschen erreicht, die keinen Kontakt zur Kirche und zur Gemeinde vor Ort haben.
     
  • Die Pfarreihomepage
    Sie ist anders aufgemacht als der Pfarrbrief. Sie ist aktuell. Enthält Neuigkeiten, aktuelle Meldungen, Termine. Bilderstrecken, Serviceangebote, Impulse. Ist ein Pool an Informationen, der nicht verloren geht. Die Pfarreihomepage ist dauerhaft verfügbar und dauerhaft abrufbar. Die Inhalte befinden sich in verschiedenen Rubriken. Folgen keiner bestimmten Reihenfolge. Sind gleichberechtigt und haben alle die Chance zuerst angeklickt zu werden. Der User entscheidet, welchen Weg er auf der Homepage einschlägt. Sein Ziel ist es nicht, alle Informationen zu lesen, die auf der Homepage stehen. Meist sucht er nach einer bestimmten Information. Vielleicht nach einem Gottesdiensttermin. Das bedeutet, dass er sich bewusst dazu entscheidet auf die Homepage der Pfarrei zu gehen. Ihm fällt die Homepage nicht zufällig in die Hände, wie es beim Pfarrbrief der Fall sein kann.

Crossmedialer Pfarrbrief – Die Medien müssen sich ergänzen:

Das bedeutet: Pfarrbrief und Homepage ergänzen sich!

  • Überlegen Sie sich bewusst, welche Informationen und Artikel Sie im Pfarrbrief platzieren wollen und welche Inhalte sich besser für die Homepage eigenen. Das bedeutet nicht, dass Sie den Pfarrbrief auf der Homepage lediglich als PDF veröffentlichen.
     
  • Verknüpfen, verweben Sie Homepage und Pfarrbrief miteinander. Machen Sie im Pfarrbrief auf die Homepage aufmerksam und auf der Homepage auf den Pfarrbrief. Wenn Sie im Pfarrbrief Nachrichten veröffentlichen, können Sie dort zum Beispiel einen Link oder QR-Code platzieren, der den Leser zu einer ausführlichen Bildergalerie auf die Homepage führt. Oder Sie bieten passend zum Schwerpunktthema des Pfarrbriefs aktuelle Impulse auf der Pfarreihomepage an.

5. Die Zukunft: Einen Social-Media Kanal eröffnen und pflegen

Ein eigener Social Media Kanal für die Pfarrei, das ist der Königsweg. Das Ziel der Zukunft. Social Media Kanäle unterscheiden sich grundlegend von Pfarrbrief und Pfarreihomepage. Denn die Art, wie die Pfarrei mit ihren Mitgliedern in Verbindung steht, ist grundlegend anders. Weil sich die Rollen verändern. Weil die Pfarrei nicht mehr nur Sender ist. Das Gemeindemitglied nicht mehr nur Empfänger. Beide sind sowohl Sender als auch Empfänger. Aus der kommunikativen Einbahnstraße wird ein Kreisel. Es entsteht eine echte, gemeinsame Kommunikation. Ein wechselseitiger Austausch.

  • Aktuell und schnell
    Social Medias sind am aktuellsten. Verbreiten Nachrichten am schnellsten. Erreichen den User sofort, zeitgleich, live. In dem Moment, in dem die Pfarrei einen neuen Beitrag postet, blinkt eine Meldung auf dem Smartphone des Users auf. Er muss nicht in einem Magazin blättern, nicht gezielt auf die Pfarreihomepage gehen. Er erhält die Information. Ungefragt.
     
  • Interaktiv
    Der größte Unterschied zum Pfarrbrief und der Pfarreihomepage: Social Medias sind interaktiv. Sie sind Dialog. Sie funktionieren über Resonanz. Und sie machen sich etwas zutiefst menschliches zu Eigen: Gemeinschaft. Sie leben vom Mitmachen, vom Miteinander. User können, sollen kommentieren, teilen, liken, folgen. Ihre Erfahrungen einbringen. Ihre Meinung posten. Sagen, was ihnen gefällt, was ihnen nicht gefällt. Sie treten aus der reinen Konsumentenrolle heraus. Werden selbst aktiv und ein Teil. Umgekehrt nimmt die Pfarrei den Menschen wahr, hat Interesse an ihm, an seinen Standpunkten, Ideen, Sorgen. Geht auf ihn ein. Teilt das Leben mit ihm. Und steht in direktem Austausch mit den Gemeindemitgliedern.
     
  • Inhaltlich
    Alles, was schnell hinaus muss in die Welt, eignet sich für die Sozialen Medien. Neuigkeiten, Aktuelles, wichtige Informationen, Hinweise. Alles, was viele Menschen erreichen soll, was beworben werden soll, was bekannt werden soll. Veranstaltungen, Aktionen. Alles, was die Emotionen, das Gefühl anspricht. Videos, Botschaften, Bilder, Influencer-Beiträge. Alles, was zum Mitmachen anregt, was die Menschen persönlich anspricht, eine Beziehung zu ihnen aufbaut. Impulse, Anstöße, Fragen, Erfahrungsaustausch.
     
  • Persönlich
    Social Medias sind der direkte Draht zu den Gemeindemitgliedern. Über sie hält die Pfarrei dauerhaft, permanent Kontakt. Der persönlich ist, menschlich, locker und auf Augenhöhe. Das funktioniert am besten über einen Influencer oder eine Infuencerin. Eine Person, die für die Institution „Pfarrei“ steht. Die ihr Gesicht in die Kamera hält. Die erzählt, die Menschen persönlich anspricht, die eine Beziehung zu den Menschen aufbaut. Denn Menschen fällt es schwer eine Verbindung zu Institutionen zu entwickeln. Weil diese statisch sind, ungreifbar, unnahbar, sachlich, tot. Menschen können sich besser mit anderen Menschen identifizieren. Weil diese Charisma haben, Ausstrahlung, Lebendigkeit, Charakter. Weil sie emotional sind, eine Meinung haben, Ecken und Kanten. Weil sie Menschen sind.

Die Corona-Pandemie zeigt, dass Pfarreiarbeit ohne Internet nicht mehr funktioniert. Nutzen Sie jetzt die Chance und entwickeln Sie ein Konzept für crossmediale Pfarrbriefarbeit. Und denken Sie langfristig darüber nach, ob Sie einen Social-Media Kanal bepflegen können und wollen. Aber: „Wohin du gehst, geh mit deinem ganzen Herzen.“ Ein Zitat von Konfuzius, das Sie perfekt auf die Öffentlichkeitsarbeit in Ihrer Pfarrei übertragen können. Wenn Sie sich dazu entscheiden, eine Homepage zu kreieren, eine Facebook-Seite aufzubauen, dann stehen Sie dahinter. Sind Sie sich darüber bewusst, dass das Zeit und Engagement kostet. Dass Sie dafür Ehrenamtliche brauchen, die sich darum kümmern. Übernehmen Sie sich nicht. Schauen Sie nach Ihren Kapazitäten, nach Ihren Ressourcen. Entscheiden Sie nach Ihren Möglichkeiten, was machbar ist. Und kümmern Sie sich um dieses Projekt mit voller Energie.

Ronja Goj, In: Pfarrbriefservice.de

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