Zu den Aufgaben von Ministrantinnen und Ministranten gehört die festliche Gestaltung von Gottesdiensten mit Weihrauch und Kerzen.
Rund 300.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene engagieren sich in Deutschland als Ministrantinnen und Ministranten. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der deutschen Bistümer, die beim Forum Ministrantenpastoral in Wiesbaden vorgestellt wurde. Der Anteil weiblicher Ministrantinnen liegt bundesweit bei rund 54 Prozent.
„Die Ministrantinnen und Ministranten gehören zu einer der stärksten und sichtbarsten Formen kirchlicher Jugendarbeit in Deutschland“, erklärt Weihbischof Johannes Wübbe (Osnabrück), Vorsitzender der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz. „Wer ministriert, weiß nicht nur um Abläufe von Gottesdiensten. Junge Menschen gestalten ihr religiöses Leben aktiv und machen dabei ganz eigene Glaubenserfahrungen. Das ist Jugendpastoral im besten Sinn: nah an den jungen Menschen und verbunden mit dem Leben der Kirche vor Ort.“
Die absoluten Zahlen sind im Vergleich zu 2024 (360.000 Messdienerinnen und Messdiener) zurückgegangen. Jedoch erhöhte sich laut der sechsten Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung von 2023 der Anteil ehemaliger Ministranten unter den gleichaltrigen Katholiken über die Jahrzehnte. In der Altersgruppe der 14- bis 21-Jährigen gaben 47 Prozent an, früher ministriert zu haben. Im Vergleich dazu waren es in der Altersgruppe der 60- bis 69-Jährigen lediglich 19 Prozent.
Die Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj) organisierte das Forum Ministrantenpastoral. Rund 60 Fachleute aus den deutschen Bistümern sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Ausbildung und pastoraler Praxis berieten über die Zukunft der Ministrantenpastoral.
Pressemitteilung DBK/EK, In: Pfarrbriefservice.de
