PGR-Wahl: Diözesanratsvorsitzende Hildegard Schütz über Kandidatensuche, Anforderungsprofil und Herausforderungen

Nicolas Schnall
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Hildegard Schütz

© Daniel Jäckel

Diözesanratsvorsitzende Hildegard Schütz.

Wofür braucht es denn einen Pfarrgemeinderat?

Eine Pfarrei ohne Pfarrgemeinderäte kann nicht lebendig sein. Sie tragen ihre Pfarrei und unterstützen den Pfarrer, indem sie mitdenken, was während des Kirchenjahres getan werden muss. Sie gestalten das Leben in der Gemeinde mit und übernehmen Verantwortung in ihrer Pfarrei.

Aber Verantwortung übernehmen wollen immer weniger. Wie motivieren Sie persönlich Frauen und Männer in den Pfarreien, im nächsten Jahr zu kandidieren?

Um Kandidaten zu gewinnen ist es wichtig, persönlich auf einzelne Männer und Frauen zuzugehen und sie anzusprechen. Im Gespräch mit potenziellen Kandidaten betone ich deshalb die positiven Aspekte der PGR-Arbeit und das Zusammenarbeiten, das von gegenseitigem Vertrauen, Beziehungen und Gemeinschaft getragen sein sollte. Die Männer und Frauen im PGR bilden die Konstante, sie bleiben auch bei einem Pfarrerwechsel in ihrer Pfarrei und prägen diese nachhaltig.

Und wer kann sich aufstellen lassen?

Taufe und Firmung sind grundlegend dafür, um am Heilsauftrag der Kirche mitzuwirken und für das Gemeindeleben Mitverantwortung zu übernehmen. Laut Wahlordnung kann jeder Katholik, der aktiv am kirchlichen Leben teilnimmt,  ab 16 Jahren für den Pfarrgemeinderat in seiner Pfarrgemeinde kandidieren.

Aber gewisse Talente sollten die Kandidatin oder der Kandidat schon mitbringen?

Besondere Talente als Muss für die Kandidaten gibt es nicht. Aber es gibt sicher Voraussetzungen, die von Vorteil sind: Teamfähigkeit, Zuhören-Können und Aufgeschlossen-Sein. Jeder kann und soll seine speziellen Talente einbringen. Der Pfarrgemeinderat hat ein breites Aufgabenspektrum: Jemand, der gut organisieren kann, ist ebenso gefragt wie einer, der gut formulieren kann. Musikalische Begabungen können genauso bereichernd sein wie praktische Fähigkeiten, ein Gespür für Gottesdienste und Katechese sowie für politische Anliegen. 

Das heißt, der Christ von heute muss religiös und politisch sein?

Gläubige Christen sind dazu aufgerufen, den Geist des Evangeliums in die Welt von heute zu tragen. Das geschieht, indem wir die Botschaft Jesu Christi und unser Leben miteinander in Verbindung halten und in das kirchliche Geschehen vor Ort einbringen.

Blicken wir auf die Zeit nach der Wahl: Wie können die ersten Schritte aussehen?

Ich empfehle auf das zu schauen, was der ehemalige Pfarrgemeinderat gemacht hat, was er geschafft und was er hinterlassen hat. Gibt es offene Baustellen oder neue Herausforderungen? Für die beginnende Amtsperiode kann es wichtig sein – auch in Abstimmung mit dem Pastoralrat – einen Schwerpunkt zu setzen.

Und damit dann „Zukunft gestalten“, wie es im Motto zur PGR-Wahl heißt?

Ich erinnere an das Papst Franziskus so wichtige Thema der Bewahrung der Schöpfung: Was können wir vor Ort zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen? Der Pfarrgemeinderat ist aber auch in der Lage, Impulse zur Vermittlung von Glaubenswissen zu geben oder sich Menschen und Gruppen anzunehmen, die von der Pfarrei bislang noch nicht ausreichend wahrgenommen werden: Pfarrgemeinderäte können mit all ihrer Überzeugungskraft einstehen für ihren Glauben, für Mitmenschlichkeit, Zuwendung und Gerechtigkeit und können so der Kirche in ihrer Pfarrei vor Ort ein menschliches Gesicht, nämlich ein ganz persönliches Gesicht geben.

Fragen von Nicolas Schnall

PGR-Wahl 2018

bis 14.01.2018: Bekanntgabe der vorläufigen Kandidatenliste

bis 11.02.2018: Bekanntgabe endgültige Kandidatenliste, Ort und Zeitdauer der Wahl

22.02.2018: Letzter Termin für die Anforderung der Briefwahlunterlagen 

25.02.2018: Wahltag

Geschrieben von: 

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