DBK-Sachverständigengruppe fordert für sozial-ökologische Modernisierung politisches Handeln

Pressemitteilung DBK / EK
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Im Auftrag der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz hat ein Expertengremium untersucht, wie Wirtschaftswachstum mit Blick auf nachhaltige Entwicklung und Armutsbekämpfung zu beurteilen ist. 

Die Sachverständigengruppe „Weltwirtschaft und Sozialethik“ der Deutschen Bischofskonferenz plädiert für eine sozial-ökologische Modernisierung von Wirtschaft und Gesellschaft. Sie legte dazu eine neue Studie mit dem Titel „Raus aus der Wachstumsgesellschaft? Eine sozialethische Analyse und Bewertung von Postwachstumsstrategien“ vor. Im Auftrag der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz hat das Expertengremium untersucht, wie Wirtschaftswachstum mit Blick auf nachhaltige Entwicklung und Armutsbekämpfung zu beurteilen ist. 

Die bisherigen politischen Maßnahmen reichten bei Weitem nicht aus, um schwerwiegende Umweltfolgen zu vermeiden, so das Urteil der Wissenschaftler. Zu ihren zentralen Forderungen gehört die Dekarbonisierung von Wirtschaft und Energieversorgung, also der weitgehende Verzicht auf kohlenstoffhaltige Energieträger. Dies müsse sozial abgefedert und international abgestimmt werden. Wichtig sei außerdem, umwelt- und ressourcenschonende Lebensstile durch entsprechende Infrastruktur und politische Rahmenbedingungen zu fördern und attraktiver zu machen, besonders mit Blick auf Mobilität und nachhaltigen Konsum.

Umweltgebrauch soll stärker kosten

Der Vorsitzende der Sachverständigengruppe „Weltwirtschaft und Sozialethik“ und Präsident der Hochschule für Philosophie München, Prof. Dr. Dr. Johannes Wallacher, unterstrich die von der Postwachstumsbewegung ausgehenden wichtigen Impulse. Anders als manche ihrer Vertreter geht die Sachverständigengruppe jedoch davon aus, dass Wirtschaftswachstum eher förderlich ist und unter der Voraussetzung entsprechender Rahmenbedingungen von zusätzlichem Ressourcenverbrauch und Emissionen entkoppelt werden kann. „Erforderlich sind dafür jedoch Ordnungsstrukturen, die den Umweltgebrauch mit einem verursachergerechten Preis belegen“, unterstrich der Vorsitzende der Sachverständigengruppe.

Kirchliche Initiativen wichtig

Der Vorsitzende der Kommission Weltkirche, Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg), würdigte bei der Vorstellung der Studie in München den Einsatz von vielen, die mit ihrem Konsumverhalten, zum Beispiel beim Kauf von fair gehandelten und nachhaltigen Produkten, ein Signal für eine ökologische und soziale Politik setzten. „Das Engagement kirchlicher Initiativen ist wichtig für die Bewusstseinsbildung“, so Erzbischof Schick. Mit ihren spirituellen Ressourcen habe die Kirche auch einen spezifischen Beitrag zu leisten. So habe sich vor drei Jahren eine global vernetzte „Weltweite Katholische Klimabewegung“ gebildet, die Einzelne, Gemeinden und Organisationen dabei unterstützt, sich für den Klimaschutz stark zu machen. 

Die Sachverständigengruppe

In der Sachverständigengruppe „Weltwirtschaft und Sozialethik“ der Deutschen Bischofskonferenz arbeiten Sozialethiker und Wirtschaftswissenschaftler bei der Analyse weltwirtschaftlicher Zusammenhänge und bei deren Bewertung auf der Grundlage der Christlichen Sozialethik zusammen. Darauf aufbauend werden Handlungsperspektiven für die Gestaltung von Wirtschaft und Gesellschaft entwickelt.

Die Studie lesen

Die Studie „Raus aus der Wachstumsgesellschaft? Eine sozialethische Analyse und Bewertung von Postwachstumsstrategien“ kann unter www.dbk.de als Broschüre bestellt oder als pdf-Datei heruntergeladen werden. 

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