Für viele Pfarrbriefredaktionen ist die Weihnachtsausgabe besonders. Einige gestalten sie mit einfallsreichen Ideen. Drei davon wollen wir hier zur Nachahmung vorstellen:
Der Pfarrbrief als Adventskalender
Adventskalender gehören für viele Menschen zum Advent wie die Lebkuchen, der Glühwein und der Besuch eines Weihnachtsmarktes. Die Pfarrbriefredaktion des Pfarrverbandes Oberhaching gestaltete für ihre Leserinnen und Leser im vergangenen Jahr bereits zum sechsten Mal einen Adventskalender im Pfarrbrief.
Er sieht folgendermaßen aus: Ein Oberthema wird auf 24 Seiten entfaltet – mit jeweils einem Impuls für jeden Tag im Advent; ein Vorwort stellt die Idee und das Thema des Adventskalenders vor. Das Besondere: Die Impulse schreiben verschiedene Menschen aus dem Pfarrverband.
2025 beispielsweise war das Oberthema im Oberhachinger Pfarrbrief das „Hörende Herz“. 24 Menschen, überwiegend aus musikalischen Gruppen und Chören des Pfarrverbandes, teilten jeweils auf einer Seite ihre Gedanken zum „Hören“ und zu ihrem Lieblingslied für die Advents- und Weihnachtszeit. Als besondere Gestaltungsidee war neben dem Text jeweils ein Foto eines Ohres zu sehen. Es stammte von der Person, die den Text geschrieben hat. Und damit man über das vorgestellte Lied nicht nur las, gab es auf jeder Seite einen QR-Code zum Anhören auf dem Smartphone. Ebenfalls gelungen: Das Pfarrbriefteam nutzte die „Kalender-Seiten“, um am unteren Rand auf die Gottesdienstangebote an diesem Tag im Pfarrverband aufmerksam zu machen.
Was bringt ein Adventskalender im Pfarrbrief? Er kann für die Lesenden eine Einladung sein, sich mehr Ruhe in den Tagen des Advents zu gönnen und sich auf das Eigentliche des Weihnachtsfestes zu besinnen. Er nimmt die Idee eines Adventskalenders auf und sorgt für Leichtigkeit und positive Überraschung. Dass unterschiedliche Menschen vor Ort die Beiträge gestalten, zeigt die Vielfalt im Pfarrverband oder Pastoralen Raum, gibt ihm Gesicht und betont das Verbindende.
Und er könnte die Grundlage sein für einen Adventskalender der Pfarrei auf Social Media. Mit weniger Text, dafür einem Element, das die Lesenden zum Mitmachen einlädt, z.B. mithilfe eines Links zum Anhören.
Impulse zu den Adventssonntagen
Die Gemeindebriefredaktion der Katholischen Seelsorgeeinheit Süßen-Gingen-Kuchen wählte für die Weihnachtsausgabe 2025 den thematischen Schwerpunkt „Heilig“. Verschiedene Beiträge im Heft beleuchteten die Frage, was man unter heilig verstehen kann. Darin eingebettet präsentierte die Redaktion auf einer besonders gestalteten Doppelseite in der Heftmitte Impulse zu den vier Adventssonntagen. Zu jedem Sonntag schrieben katholische und evangelische Seelsorgerinnen und Seelsorger aus den drei Gemeinden kurze Gedanken.
Was sehr ansehnlich wirkte: Die einzelnen Beiträge waren optisch als Adventskerzen gestaltet, das reduzierte Hintergrundbild setzte unaufdringlich kleine weihnachtliche Akzente, ohne die Lesbarkeit des Textes zu beeinträchtigen.
Was bringen Impulse zu den Adventssonntagen im Pfarrbrief? Sie sind weniger intensiv in der Vorbereitung. Sie funktionieren auch ohne Schwerpunktthema im Heft. Sie unterstreichen die Bedeutung des Sonntags als einem Tag des Innehaltens im alltäglichen Getriebe. Und sie sind variabel in der Darstellung: auf einer Doppelseite, wie in Süßen-Gingen-Kuchen, oder auf je eigenen Seiten oder eingestreut als Textboxen, je nach Textumfang. Auch sie können die Grundlage sein für einen wöchentlichen Social-Media-Impuls zu Advent und Weihnachten.
Bei Pfarrbriefservice.de finden Sie übrigens auch Impulse für die Adventssonntage, die Sie für Ihre Publikationen – gedruckt oder digital – verwenden können. Die Impulse der vergangenen Jahre sehen Sie hier. Über die neuen halten wir Sie via Newsletter auf dem Laufenden.
Zur Weihnachtsausgabe 03/2025 des Gemeindebriefes „Blickpunkte“
Krippen-Spezial
Sie ziehen Jung und Alt in ihren Bann: die Krippen. Mit viel Liebe aufgebaut sind sie nicht nur ein Betrachtungsgegenstand, sondern laden dazu ein, sich selbst mit dem eigenen Glauben dort wiederzufinden. So beschrieb es Pastoralreferent Wolfram Rösch treffend in der Weihnachtsausgabe 2025 des Magazins der Gesamtkirchengemeinde Schwäbisch Hall. Diese Ausgabe stellte als Schwerpunktthema die fünf Krippen der Pfarrkirchen der Gesamtkirchengemeinde vor.
Jede Krippe erhielt im Magazin eine eigene Seite mit einem großformatigen Bild. Einmal war darauf auch ein Mesner-Ehepaar zu sehen, das sich um die Krippe kümmert. Weitere Bilder gab es auf der Homepage der Gesamtkirchengemeinde. Die Texte beschrieben, wo die Krippenfiguren herkommen, wer die Gewänder geschneidert oder repariert hat, wer die Figuren aufstellt, was diese Menschen mit „ihrer“ Krippe verbindet. Man las kleine Anekdoten und Gedanken, die die Autoren bewegen. Das alles war sehr persönlich und informativ. In einem weiteren Beitrag erzählte Pastoralreferentin Vanessa Markwart humorvoll, wie aus einem Missgeschick in ihrer Kindheit eine einzigartige Krippe für ihre Familie wurde.
Was bringt ein „Krippen-Spezial“ im Pfarrbrief? Krippen „sprechen“ auch zu Menschen, die wenig Bezug zur Kirche und zum Glauben haben. Sie sind in den weihnachtlich geschmückten Gotteshäusern oft die ersten Anlaufstationen. Mehr zu ihren Hintergründen zu erfahren, weckt die Neugier auf einen Besuch, stärkt die Verbundenheit der Kirchenmitglieder vor Ort und macht verborgenes Engagement sichtbar. Außerdem laden sie dazu ein, den Blick zu weiten und zu schauen, was es in den Nachbarkirchen für Krippen gibt. Das wiederum macht die größer werdenden Seelsorgeeinheiten greifbarer.
Auch hier ist eine Umwandlung für Social-Media denkbar, verbunden vielleicht mit einem Quiz nach dem Motto: Wer weiß, wo diese Krippe zu finden ist?
Weitere Ideen
Haben auch Sie eine Idee für die Weihnachtsausgabe? Berichten Sie uns gerne davon oder senden Sie uns eine Ausgabe Ihres Pfarrbriefs/-magazins an info@pfarrbriefservice.de, Stichwort „Idee für die Weihnachtsausgabe“. Herzlichen Dank.
Elfriede Klauer, In: Pfarrbriefservice.de
