Pfarrmagazin MITTENDRIN: Titelseite der Ausgabe 2-2026
So einfach, wie der Begriff Kommunikation klingt und in den Alltag umzusetzen scheint, ist es nicht. Das erfahren auch haupt- und ehrenamtlich Engagierte in den Gemeinden und Pfarrbriefredaktionen. Wie kommuniziert man am besten – und über was eigentlich? Eine Grundvoraussetzung für zielführende Kommunikation ist sicher, dass man „mittendrin“ ist – bei den Menschen also, mit denen man kommunizieren will.
Das Pfarrmagazin der Pfarrei St. Franziskus und St. Klara heißt „mittendrin“. Hält der Titel, was er verspricht? Um mittendrin zu sein, braucht es Anregungen zum Nach- und Weiterdenken beispielsweise. Transparente Informationen und Hintergrundbeiträge aus dem Gemeindeleben, persönliche Beiträge von Menschen vor Ort, möglichst auch den Blick über den eigenen Kirchturm hinaus und im günstigsten Fall auch Einladungen zum Mitmachen und eigenen Handeln. Das Magazin von Untermosel-Hunsrück hat all das zu bieten – und das nicht nur für „Insider“.
Titelseite
Diese Titelseite enthält eine ganze Menge an Informationen. Allein die Auflistung aller 13 Pfarrbezirke füllt schon einiges an Platz. Dazu noch der quasi dreiteilige Pfarrbrief-Name. Zusammen mit der örtlichen Zuordnung stellt das alles aber das Produkt sehr klar und eindeutig vor. Aufgrund der klaren Struktur wirkt die Titelseite auch nicht überladen. Das Titelthema weckt die Neugier auf den Inhalt. Der Bezug des Titelfotos zum Titelthema wird allerdings nicht auf Anhieb deutlich. Hier wäre eine Erklärung beispielsweise in den Einstiegsgedanken sinnvoll gewesen.
Gelungen
Bild 1: Inhaltsübersichten lassen sich auf ganz unterschiedliche Arten gestalten. Meist kommen sie als Liste daher. Hier greift sie den Pfarrbrief-Namen „Mittendrin. Glauben. Hoffen. Leben“ auf und verweist auf die entsprechenden Themen und Seiten. Dazu gibt es noch die farbliche Zuordnung, so dass sich die Leserinnen und Leser problemlos zurechtfinden können.
Bild 2: Was hat es mit den Festen im Kirchenjahr auf sich, welche Bedeutung haben sie? Fragen, die sich viele Menschen heutzutage stellen, gerade wenn es um Christi Himmelfahrt und Fronleichnam geht. Wenn das Pfarrmagazin dazu Antworten und Erklärungen bereithält, ist das ein unbedingter Mehrwert. Und das nicht nur für die Lesenden, die sich die Frage stellen. Auch die, die eigentlich Bescheid wissen, können nochmal nachlesen, ob sie tatsächlich „richtig liegen“. Möglich, dass der eine und die andere doch noch etwas Neues, Ergänzendes erfahren.
Bild 3: Einladungen zum Mit- und Selbermachen sind einige zu finden in diesem Pfarrmagazin. Neben leckeren „Himmlischen Sommergenüssen“ bietet die „Mut-Challenge“ besondere Anregungen. Manchmal, so macht der Beitrag deutlich, braucht es eigentlich nur mutige kleine Schritte, um im Alltag mehr Menschlichkeit zu erreichen. Die Mut-Ideen für den Sommer zeigen, wie schön und wertvoll es ist, sich und anderen damit Freude und Freiheit schenken zu können.
Ausbaufähig
Bild 4: Ihre Gedanken zu Mut und Freiheit teilt Carolin Zidar in diesem Einstiegsbeitrag mit den Leserinnen und Lesern – sehr ansprechend, anregend und persönlich. Umso bedauerlicher ist es, dass dieser Schatz so gar nicht ansprechend präsentiert ist. Zwei Seiten voller Text kommen sehr wuchtig und kompakt daher. Dazu noch die im Vergleich zum übrigen Erscheinungsbild dickere Schrift. Das wirkt auf den ersten Blick eher abschreckend als einladend. Schade, denn der Beitrag hat es verdient, gelesen zu werden.
Bild 5: Unterlegte Fotos tragen in den seltensten Fällen dazu bei, Texte aufzulockern und zu bereichern. Hier ist das unterlegte Bild nicht wirklich zu erkennen. Und der Text wirkt beim Hinschauen eher unruhig. Gerade an den Stellen, wo die schwarze Schrift auf schwarze Smiley-Konturen trifft, wird das Lesen erschwert. Hier wäre ein ums Foto umlaufender Text sicher besser lesbar gewesen.
Bild 6: Auch das ist ein Beispiel, wie ein interessanter Beitrag wenig ansprechend präsentiert wird. Die persönlichen Auslandserfahrungen einer 16-jährigen Schülerin aus der Kirchengemeinde sind lesenswert formuliert und nehmen mit zu einem eher ungewöhnlichen Erlebnis. Aber auch hier laden die Textblöcke auf zwei Seiten nicht wirklich zum Lesen ein. Auflockerung durch Fotos im Text und durch Zwischenüberschriften hätte die Präsentation deutlich verbessert. Und der Name der Autorin sollte in einer Autorenzeile am Ende des Beitrags auftauchen, auch wenn er im Beitrag genannt wird.
Allgemeine Informationen
- Erscheinungsweise: vierteljährlich
- Auflage: 1.500 Exemplare
- Umfang: 24 Seiten
- Format: Din A 5
- Verteilung: Die erste Ausgabe wurde mit rund 3.200 gedruckten Exemplaren an alle Haushalte in der Pfarrei mit mindestens einem gemeldeten Katholiken verteilt. Dazu gab es den Hinweis, dass ab der zweiten Ausgabe die Magazine in den Kirchen sowie bei Ärzten, Seniorenheimen, der Gemeindeverwaltung oder in Bäckereien zum Mitnehmen ausgelegt werden. Auch auf der Pfarrei-Homepage ist „Mittendrin“ zu finden.
- Kontakt zur Redaktion: Katholische Kirchengemeinde St. Franziskus und St. Klara Untermosel-Hunsrück, Burgstraße 1, 56332 Dieblich, E-Mail: pfarramt-dieblich@bistum-trier.de

Sind Sie interessiert an einer wohlwollend-kritischen Besprechung Ihres eigenen Pfarrbriefes?
Die beiden Journalistinnen Christine Cüppers und Ingrid Fusenig nehmen Pfarrbriefe unter die Lupe. Wer diesen kostenfreien Service nutzen möchte, schickt am besten sowohl eine pdf-Datei des Pfarrbriefs an elfriede.klauer@pfarrbriefservice.de (bei Fragen Telefon: 09521 951247-2) als auch die gedruckte Version per Post an Pfarrbriefservice.de, Team Pfarrbrief-Check, Medienhaus der Diözese Würzburg KdÖR, Kardinal-Döpfner-Platz 5, 97070 Würzburg. Jede Pfarrbriefredaktion erhält einen schriftlichen Prüfbericht, ausgewählte Beispiele werden nach Absprache online besprochen.
