Religiöses Buch des Monats

Borromäusverein
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Religiöser Buchtipp für Februar 2016

© Echter Verlag GmbH

Gemeinsam mit vielen anderen engagieren sich Christinnen und Christen für Flüchtlinge. Dabei ist eine „Willkommenskultur“ entstanden, die die Deutschen sich wohl selbst nicht zugetraut hätten. Michael Gmelch, Marineseelsorger und Pastoraltheologe, verschafft mit seinem Buch diesem vielfältigen Engagement eine theologische Grundlage und stärkt allen den Rücken, die für die Debatte um die Flüchtlinge Argumente brauchen. Außerdem bietet er eine Vision für den Beitrag, den die Pfarreien bei der Integration leisten können.

Nachdem Flüchtlinge an vielen Orten mit offenen Armen aufgenommen wurden, besteht die Herausforderung darin, langfristige Lösungen zu schaffen. Die Pfarrgemeinden könnten dabei zu Laboratorien werden, hofft Gmelch, in denen erprobt wird, auf welche Weise Integration, verstanden als interreligiöses und interkulturelles Miteinander, möglich ist. Er erinnert dazu an ein Vatikan-Dokument, das bereits 2004 erschienen ist. Die Migranten böten den Gemeinden die Möglichkeit, heißt es darin, die eigene „Katholizität zu überprüfen, die nicht nur darin besteht, verschiedene Volksgruppen aufzunehmen, sondern vor allem darin, unter diesen ethnischen Gruppen eine Gemeinschaft herzustellen.“

Integrationsziel: Gemeinschaft

Die öffentliche Diskussion zeigt, dass längst nicht alle Menschen – auch nicht alle, die sich als Christen bezeichnen - bereit sind, Flüchtlinge aufzunehmen. Deshalb macht Gmelch unmissverständlich deutlich, dass Gastfreundschaft und die Sorge für den Fremden zum christlichen Selbstverständnis gehören. Denn im Fremden begegnet uns Gott. Darum könne sich kein Christ der Sorge für die Flüchtlinge entziehen.

Michael Gmelch untermauert seine Überlegungen durch eigene Erfahrungen. Sein Buch beschreibt, auf welche Weise sich die Katholiken in Deutschland der Herausforderung stellen können, Hunderttausende Flüchtlinge zu integrieren. Damit bietet Gmelch eine zukunftsweisende Perspektive nicht zuletzt für die Pfarreien und leistet einen wichtigen Beitrag zur Debatte um die Flüchtlingskrise. (Borromäusverein)

Michael Gmelch: Refugees welcome. Eine Herausforderung für Christen. Würzburg: Echter 2016. - 189 S.; 14,90 €

(Als „Religiöses Buch des Monats“ benennen der Borromäusverein, Bonn, und der St. Michaelsbund, München, monatlich eine religiöse Literaturempfehlung, die inhaltlich-literarisch orientiert ist und auf den wachsenden Sinnhunger unserer Zeit antwortet.)

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Religiöser Buchtipp für Februar 2016

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Gemeinsam mit vielen anderen engagieren sich Christinnen und Christen für Flüchtlinge. Dabei ist eine „Willkommenskultur“ entstanden, die die Deutschen sich wohl selbst nicht zugetraut hätten. Michael Gmelch, Marineseelsorger und Pastoraltheologe, verschafft mit seinem Buch diesem vielfältigen Engagement eine theologische Grundlage und stärkt allen den Rücken, die für die Debatte um die Flüchtlinge Argumente brauchen. Außerdem bietet er eine Vision für den Beitrag, den die Pfarreien bei der Integration leisten können.

Nachdem Flüchtlinge an vielen Orten mit offenen Armen aufgenommen wurden, besteht die Herausforderung darin, langfristige Lösungen zu schaffen. Die Pfarrgemeinden könnten dabei zu Laboratorien werden, hofft Gmelch, in denen erprobt wird, auf welche Weise Integration, verstanden als interreligiöses und interkulturelles Miteinander, möglich ist. Er erinnert dazu an ein Vatikan-Dokument, das bereits 2004 erschienen ist. Die Migranten böten den Gemeinden die Möglichkeit, heißt es darin, die eigene „Katholizität zu überprüfen, die nicht nur darin besteht, verschiedene Volksgruppen aufzunehmen, sondern vor allem darin, unter diesen ethnischen Gruppen eine Gemeinschaft herzustellen.“

Integrationsziel: Gemeinschaft

Die öffentliche Diskussion zeigt, dass längst nicht alle Menschen – auch nicht alle, die sich als Christen bezeichnen - bereit sind, Flüchtlinge aufzunehmen. Deshalb macht Gmelch unmissverständlich deutlich, dass Gastfreundschaft und die Sorge für den Fremden zum christlichen Selbstverständnis gehören. Denn im Fremden begegnet uns Gott. Darum könne sich kein Christ der Sorge für die Flüchtlinge entziehen.

Michael Gmelch untermauert seine Überlegungen durch eigene Erfahrungen. Sein Buch beschreibt, auf welche Weise sich die Katholiken in Deutschland der Herausforderung stellen können, Hunderttausende Flüchtlinge zu integrieren. Damit bietet Gmelch eine zukunftsweisende Perspektive nicht zuletzt für die Pfarreien und leistet einen wichtigen Beitrag zur Debatte um die Flüchtlingskrise. (Borromäusverein)

Michael Gmelch: Refugees welcome. Eine Herausforderung für Christen. Würzburg: Echter 2016. - 189 S.; 14,90 €

(Als „Religiöses Buch des Monats“ benennen der Borromäusverein, Bonn, und der St. Michaelsbund, München, monatlich eine religiöse Literaturempfehlung, die inhaltlich-literarisch orientiert ist und auf den wachsenden Sinnhunger unserer Zeit antwortet.)

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