(zuletzt überarbeitet am 6.5.2025 – Abschnitt 1 und am 12.5.2025 – Abschnitt 3 / cs)
Pfarrbriefe im Wandel: Sie erscheinen heute oft großformatig, farbig gedruckt und professionell gestaltet – und mit ihnen wachsen auch die Ansprüche der Leserschaft: an Inhalte, Bilder und Themenvielfalt. Gleichzeitig kämpfen viele Redaktionen mit knappen Zeitressourcen und sinkender personeller Ausstattung. Neue Lösungen sind gefragt. Drei davon stellt dieser Beitrag vor.
1) Digitale Unterstützung mit PEIQ: Pfarrbriefe einfacher und gemeinsam gestalten
Pfarrbriefe entstehen oft unter hohem Zeitdruck. Gleichzeitig sollen sie ansprechend gestaltet, sorgfältig redigiert und inhaltlich fundiert sein. Eine Software kann dabei helfen, die Abläufe zu vereinfachen – besonders dann, wenn mehrere Personen an einem Pfarrbrief mitarbeiten. Im Bistum Würzburg steht Redaktionen dafür seit einiger Zeit das Online-Tool PEIQ zur Verfügung.
Das Bistum hat PEIQ sublizenziert und in einer Pilotphase getestet. Inzwischen nutzen mehrere Pastorale Räume – Zusammenschlüsse benachbarter Pfarreien, die eng zusammenarbeiten – die Software regelmäßig und mit guten Erfahrungen. PEIQ eignet sich besonders für Redaktionen, die ihre Arbeitsprozesse strukturieren, sich Aufgaben teilen und mit Vorlagen arbeiten möchten. Auch die Gestaltung wird einfacher: Fertige Templates und ein integrierter Medienpool helfen dabei, ein stimmiges Layout zu erstellen – ohne spezielle Vorkenntnisse.
Ein großer Vorteil: PEIQ funktioniert browserbasiert – eine zusätzliche Softwareinstallation ist nicht erforderlich. Wer Zugang hat, kann sofort loslegen – unabhängig vom Ort oder Endgerät. Gleichzeitig ermöglicht das System, dass mehrere Personen wirklich zeitgleich an einer Ausgabe arbeiten: Texte erfassen, überarbeiten, kommentieren und freigeben – alles in Echtzeit, ohne Versionschaos oder doppelte Arbeitsschritte. Das schafft Klarheit und spart Zeit.
Die Zusammenarbeit wird dadurch nicht nur effizienter, sondern häufig auch angenehmer. Viele Redaktionen berichten, dass die Arbeit am Pfarrbrief mit PEIQ wieder mehr Freude macht: Weniger Zettelwirtschaft, weniger Missverständnisse – dafür mehr Übersicht, mehr Struktur und ein besseres Miteinander im Team.
Redaktionen im Bistum Würzburg, die PEIQ nutzen, erhalten Unterstützung: So genannte Subadmins begleiten die Einführung vor Ort, bieten Schulungen an und helfen bei Fragen weiter. Ziel ist, dass das System sicher bedient werden kann – und den redaktionellen Alltag tatsächlich erleichtert.
PEIQ ersetzt kein redaktionelles Gespür und keine gute Idee. Aber es verschafft mehr Zeit für genau das: für Inhalte, die Menschen erreichen.
Weitere Informationen unter: https://www.gestaltenundberaten.de/
Professionelle Ergebnisse bei gleichzeitiger Zeit- und Kostenersparnis verspricht auch das Gemeindedruckportal.
2. Internetbasierte Pfarrbrieferstellung mit dem Gemeindedruckportal
Einen ähnlichen Ansatz wie PEIQ verfolgt das Gemeindedruckportal – allerdings mit einem etwas anderen Funktionskonzept. Auch hier erfolgt die Arbeit über einen marktüblichen Internetbrowser, die technische Verarbeitung übernimmt der Server des Anbieters.
Ein wesentlicher Unterschied liegt im Layout: Die Platzierung von Texten und Bildern ist nicht durch feste Vorlagen vorgegeben, sondern kann weitgehend frei gestaltet werden. Das verschafft Redaktionen größere gestalterische Spielräume, erfordert allerdings mehr Zeit und gewisse Grundkenntnisse im Bereich Layout und Broschürengestaltung. Die Qualität des Endprodukts hängt damit stärker vom Können der Nutzerinnen und Nutzer ab.
Die Arbeit beginnt mit dem Anlegen oder Aufrufen einer Ausgabe in der sogenannten Medienverwaltung. Im Seitenplan lässt sich der Aufbau des Hefts überblicken und jede Seite gezielt ansteuern. In der Detailansicht wird auf einer einzelnen (Doppel-)Seite gearbeitet. Hier können Layouts aus einer Vorlagenauswahl zugewiesen und mit Inhalten befüllt werden – entweder per Copy & Paste oder direkt aus der integrierten Mediendatenbank.
Bilder werden zentral verwaltet, mit Titel, Urheber und Schlagworten versehen und bei Bedarf in definierte Bildcontainer eingefügt. Bildausschnitt und Größe lassen sich individuell anpassen. Eine Ampelanzeige warnt, wenn die Auflösung nicht für den Druck ausreicht.
Das System arbeitet nach dem WYSIWYG-Prinzip („What You See Is What You Get“): Bereits während der Bearbeitung ist das spätere Druckbild am Bildschirm erkennbar. Zusätzlich kann jederzeit ein Vorschau-PDF erzeugt werden. Seiten lassen sich flexibel verschieben, einfügen oder löschen. Wird einer bestehenden Seite ein neues Layout zugewiesen, gehen allerdings die bisherigen Inhalte verloren.
Am Ende erzeugt das System ein druckfähiges PDF, das entweder direkt an einen angeschlossenen Druckdienstleister gesendet oder für die eigene Hausdruckerei heruntergeladen werden kann.
Das Gemeindedruckportal eignet sich für Pfarrbriefredaktionen, die unabhängig von Ort und Zeit an ihren Ausgaben arbeiten und dabei Wert auf gestalterische Freiheit legen. Es erfordert etwas gestalterisches Know-how, belohnt dies aber mit flexiblen Möglichkeiten. Die Nutzung ist mit monatlichen Kosten verbunden. Weitere Infos: www.gemeindedruckportal.de
Die Pfarrbriefagentur übernimmt Layout, Satz und Druckabwicklung für Pfarrbriefe. Auf der Website pfarrbriefagentur.de kann man sich über die Leistungen informieren.
3. Pfarrbrieferstellung mit professioneller Unterstützung: die Pfarrbriefagentur
Für Pfarrbriefredaktionen, die den redaktionellen Kern ihrer Arbeit in den Mittelpunkt stellen und gestalterisch-technische Aufgaben auslagern möchten, kann die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern eine attraktive Option sein. Eine davon ist die Pfarrbriefagentur mit Sitz im saarländischen Tholey. Das inhabergeführte Familienunternehmen übernimmt für Kirchengemeinden Layout und Satz des Pfarrbriefs sowie die komplette Kommunikation mit der Druckerei. Auch redaktionelle Zuarbeit ist auf Wunsch möglich.
Am Beginn einer Zusammenarbeit steht in der Regel ein telefonisches Beratungsgespräch, ein Kennenlernen per Videoanruf oder auch ein persönlicher Besuch vor Ort. Im weiteren Verlauf wird – sofern gewünscht – zunächst ein grundlegendes Corporate Design entwickelt. Dazu zählen unter anderem Logo, Farbkonzept, Geschäftspapiere und Stempel. Anschließend erstellt die Agentur kostenfrei einen individuell auf die Gemeinde zugeschnittenen Musterpfarrbrief. Dieser dient als gestalterische Grundlage für die künftige Zusammenarbeit – entweder auf Basis eines überarbeiteten bisherigen Erscheinungsbildes oder in Form eines vollständig neuen Layoutkonzepts. Voraussetzung für die Kostenfreiheit ist eine mindestens zwölfmonatige Kooperation.
Sämtliche Schritte erfolgen in enger Abstimmung mit dem Redaktionsteam. Gemeinsam werden ein Zeitplan und eine Struktur für den Arbeitsprozess entwickelt. Dazu gehört etwa die Definition von Ordnerstrukturen für Texte, Fotos und redaktionelle Inhalte. An einem vereinbarten Stichtag werden die gesammelten Dateien per Upload an die Agentur übermittelt.
Der Produktionsprozess ist klar getaktet: Zwei Tage nach der Übergabe liegt der erste Korrekturabzug vor. Danach erfolgen bis zu zwei Korrekturstufen, die telefonisch oder per E-Mail abgestimmt werden. Nach Freigabe durch die Redaktion geht die finale Druckdatei in Produktion. Die Auslieferung erfolgt in der Regel innerhalb von drei bis fünf Werktagen.
Die Pfarrbriefagentur richtet sich vor allem an Redaktionsteams, die ihre personellen Ressourcen auf inhaltliche Arbeit konzentrieren möchten. Die Kosten bemessen sich pro Ausgabe nach Format und Umfang des Hefts.
Weitere Informationen gibt es unter www.pfarrbriefagentur.de

