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Künstliche Intelligenz: Papst Leo XIV. bezieht Stellung

Enzyklika „Magnifica humanitas“ appelliert, in Zeiten von KI „zutiefst menschlich zu bleiben“

von DBK/EK am 03.06.2026 - 05:55
Bischof Dr. Heiner Wilmer, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, und Ursula Nothelle-Wildfeuer, Professorin für Christliche Gesellschaftslehre und Sozialethik stellen auf einer Pressekonferenz die neue Enzyklika vor

Deutsche Bischofskonferenz / Marko Orlovic

Bischof Dr. Heiner Wilmer, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, und Ursula Nothelle-Wildfeuer, Professorin für Christliche Gesellschaftslehre und Sozialethik, stellen auf einer Pressekonferenz die neue Enzyklika vor.

Papst Leo XIV. hat seine erste Enzyklika veröffentlicht. Im zweiten Jahr seines Pontifikats zeigt er damit, was ihn ganz besonders bewegt. Er sieht die Auswirkungen der Künstlichen Intelligenz (KI) als besondere Herausforderungen für die Menschheit. Das päpstliche Lehrschreiben trägt den Titel „Magnifica humanitas – über die Bewahrung des Menschen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz“.

Auf einer Pressekonferenz in Bonn stellten Bischof Dr. Heiner Wilmer, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, und Ursula Nothelle-Wildfeuer, Professorin für Christliche Gesellschaftslehre und Sozialethik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, die Enzyklika vor. Bischof Wilmer würdigte das Lehrschreiben als „wegweisendes Dokument, das mit dem Maßstab der katholischen Soziallehre pointiert die Gegenwart analysiert und Leitplanken für die Zukunft bietet.“ Der Grundgedanke sei, dass Technologie nicht neutral sei, sondern von denen geprägt werde, die sie konzipieren, finanzieren, regulieren und nutzen. Daraus leite Papst Leo den Appell ab, eine Welt „im Guten aufzubauen“ und in der Zeit der Künstlichen Intelligenz „zutiefst menschlich zu bleiben“.

Ursula Nothelle-Wildfeuer lobte die Sprache der Enzyklika, „die weit über kirchliche Kreise hinaus verstanden werden will.“ Papst Leo XIV. sehe die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz als eine zweite industrielle Revolution, als einen Umbruch von historischem Ausmaß, der, vergleichbar der Industrialisierung des 19. Jahrhunderts, alle Bereiche des menschlichen Lebens verändere. „Wie damals die Arbeiterfrage als das prägende Problem einer ganzen Epoche erkannt wurde, so erkennt Leo XIV. heute die KI als jene Neuerung, an der sich Gerechtigkeit, Arbeit und Menschenwürde neu entscheiden“, so Nothelle-Wildfeuer.

Materialien zur Enzyklika

Die Enzyklika kann als Publikation des Sekretariats der Deutschen Bischofskonferenz vorbestellt werden unter www.dbk-shop.de. Sie erscheint voraussichtlich im Juli.

Die Internetseite des Vatikan dokumentiert den Wortlaut der Enzyklika in verschiedenen Sprachen, auch in Deutsch: www.vatican.va

Auf der Website der Deutschen Bischofskonferenz gibt es eine eigene Themenseite: https://www.dbk.de/vatikan/dokumente-der-paepste/enzyklika-magnifica-humanitas 

Kostenfreie Pressefotos für die Berichterstattung finden Sie unter https://medien.dbk.de/share/299412A6-CAF0-4DED-A038E413CF1F2450?viewType=grid 

DBK/EK, In: Pfarrbriefservice.de

Enzyklika „Magnifica humanitas“ appelliert, in Zeiten von KI „zutiefst menschlich zu bleiben“

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DBK/EK

Papst Leo XIV. hat seine erste Enzyklika veröffentlicht. Im zweiten Jahr seines Pontifikats zeigt er damit, was ihn ganz besonders bewegt. Er sieht die Auswirkungen der Künstlichen Intelligenz (KI) als besondere Herausforderungen für die Menschheit.

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