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Konstruktiv das Thema Migration diskutieren

Impulspapier von „More in Common“ zeigt Anknüpfungspunkte

von Elfriede Klauer am 04.11.2025 - 12:24  

Peter Weidemann

Eine aktuelle Erhebung zeigt, dass eine konstruktive Debatte zur Migration in Deutschland möglich ist.

Kaum ein Thema ruft in der öffentlichen Debatte in Deutschland so gegensätzliche und starke Emotionen hervor wie das Thema Migration. Mehr Sachlichkeit tut not. Dazu will die Organisation „More in Common“ Deutschland beitragen. Sie forscht seit 2019 zum Thema „Gesellschaftlicher Zusammenhalt in Deutschland“ und führt mit Partnern aus der Meinungsforschung sozialpsychologische Erhebungen durch, um gesellschaftliche Dynamiken und soziale Spaltung besser zu verstehen. Ein neues Impulspapier zeigt, dass eine konstruktive Debatte zur Migration in Deutschland durchaus möglich ist.

Das Impulspapier basiert auf einer quantitativen Befragung von über 2.000 Menschen im April 2025 und bezieht weitere Ergebnisse aus der bisherigen quantitativen und qualitativen Forschung mit ein. Eine wichtige Erkenntnis: Viele Menschen denken differenziert über Migration nach – bemüht, verschiedene Werte und Bedürfnisse miteinander in Einklang zu bringen.

Die richtigen Bedingungen sind entscheidend

„More in Common“ arbeitete in der Befragung mit den fünf Themenbereichen Kompetenz, Kontrolle, Beitrag zur Gesellschaft, Empathie und die Frage des gesellschaftlichen Miteinanders. Zustimmung zu oder Ablehnung von Migration zeigt sich häufig nicht absolut, sondern abhängig von den richtigen Bedingungen, lautet ein Fazit der Erhebung. Und weiter: „Ordnung, Übersicht und Regelhaftigkeit gehören zu den wichtigsten Prioritäten der Bevölkerung in der Migrationspolitik. Relative Mehrheiten sprechen sich für Maßnahmen aus, die ein Gefühl von Kontrolle fördern – das heißt sowohl restriktive und steuernde als auch ermöglichende Maßnahmen, wie z. B. die Ausweitung legaler Einwanderungswege.“ Viele Befragte wünschten sich außerdem eine Einwanderungspolitik, die Mitgefühl für flüchtende Menschen nicht isoliert, sondern zusammen mit anderen Prinzipien, wie Beitrag zur Gesellschaft und Kontrolle der Zuwanderung, denkt und einlöst.

Wunsch nach einem differenzierten Umgang

Zusammenfassend heißt es in der Studie: „In der Bevölkerung besteht der Wunsch nach einem differenzierten Umgang – nach einem Gestaltungswillen, der sich nicht auf binäre Ja-Nein-Muster zurückzieht, sondern die verschiedenen Teilaspekte wie Miteinander und Mitgefühl, die Handlungskompetenz der zuständigen Institutionen, Kontrolle und Beitragsgerechtigkeit zusammen denkt.“

Die wichtigsten Erkenntnisse kann man nachlesen und das Impulspapier als PDF-Datei herunterladen unter https://www.moreincommon.de/publikationen/zusammenhalt-migration/

Elfriede Klauer, In: Pfarrbriefservice.de

Impulspapier von „More in Common“ zeigt Anknüpfungspunkte

von

Elfriede Klauer

Kaum ein Thema ruft in der öffentlichen Debatte in Deutschland so gegensätzliche und starke Emotionen hervor wie das Thema Migration. Mehr Sachlichkeit tut not. Dazu will die Organisation „More in Common“ Deutschland beitragen.

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