Ich trau mich ...! – Das Schwerpunktthema für April 2021

Spezialausgabe mit Materialien für die Jugendseite

von Ronja Goj am 12/22/2020 - 06:00  

Am 12. September 2009 war es, als Dominik Brunner aufgrund von Zivilcourage starb. Er wollte am S-Bahnhof München-Solln eine Gruppe Jugendlicher vor zwei gewalttätigen jungen Männern beschützen. Die prügelten daraufhin auf Dominik Brunner ein. Wenige Stunden später starb er im Krankenhaus an einem Herzstillstand. Dominik Brunner hat sich für andere Menschen eingesetzt. Wollte ihnen helfen. Hat Zivilcourage gezeigt. Und musste dafür sterben. Deutschland war geschockt. 

Zivilcourage, Mut, Rückgrat – das sind die Themen dieses Schwerpunktthemas. Es fragt, wie es gelingt diese Welt menschlicher zu machen? Sich couragiert für seine Mitmenschen einzusetzen? Hinzuschauen und nicht wegzusehen. Zu helfen, einzugreifen, ohne sich dabei selbst in Gefahr zu begeben. Es fragt, was es bedeutet mutig zu sein und wie es gelingt ein Mensch mit Rückgrat zu werden. Dabei schlägt es eine kreative Brücke zum Osterfest.

Dieses Thema richtet sich speziell an Jugendliche. Ist inhaltlich für sie aufbereitet. Spricht ihre Sprache. Dabei sind dieses Mal: Tipps für ein gewaltfreies Miteinander, für Integration, inneren Frieden und mehr Menschlichkeit. Tipps gegen Belästigung, Cybermobbing, Antisemitismus und Hass. Zivilcourage-Regeln und eine bunte Vielfalt an Bildern und Motiven. Musikvorschläge, die sich mit dem Thema Courage befassen. Darunter „Fall der Fälle“ von Herbert Grönemeyer oder „Sage nein“ von Ezé Wendtoin, einem Cover des alten Konstantin Wecker Lieds. Das Katholische Filmwerk empfiehlt zum Thema unter anderem den Film „Watu Wote“. Wer ein Zivilcourage-Training absolvieren möchte, findet Angebote unter dem Reiter „Tipps“. Und unser Spezial für Sie. Die beiden Jugendlichen Linus Hartmann und Matthias Jonen sind wieder im Einsatz. In Interviews diskutieren sie über Zivilcourage, Mut und Rückgrat.

    Bilder

    Wie weit geht Rückgrat – ein Gespräch

    von

    Ronja Goj

    Matthias und Linus sind Freunde seit der ersten Klasse. Mittlerweile sind die beiden 17 Jahre alt. Ihre Freundschaft verbindet ihren Spaß am Diskutieren. Manchmal, da treffen sie sich am Wochenende, um einen Filmabend zu machen.

    Ein Gespräch darüber, ob Zivilcourage noch trendy ist?

    von

    Ronja Goj

    Matthias und Linus sind Freunde seit der ersten Klasse. Mittlerweile sind die beiden 17 Jahre alt. Ihre Freundschaft verbindet ihren Spaß am Diskutieren. Manchmal, da treffen sie sich am Wochenende, um einen Filmabend zu machen.

    Von innerem Frieden zu Frieden in der Welt?

    von

    MISEREOR/BDKJ Jugendaktion

    Eine bessere Welt beginnt in dir! 

    Gemeinsam für ein friedliches Zusammenleben!

    von

    Polizeiliche Kriminalprävention, www.aktion-tu-was.de

    (Bitte beachten: Freigabe nur für gedruckte Pfarrbriefe, nicht für Online-Veröffentlichungen, nicht für Pfarrbriefe, die auf Internetseiten veröffentlicht werden)

    von

    MISEREOR/BDKJ Jugendaktion

    Dort, wo Menschen zusammenleben oder arbeiten, wird es immer zu Reibereien kommen. Wir sind alle verschieden und das ist auch gut so! Jeder hat persönliche Einstellungen, Werte und Ideen von dem was richtig und was falsch ist.

    von

    Polizeiliche Kriminalprävention, www.aktion-tu-was.de

    (Bitte beachten: Freigabe nur für gedruckte Pfarrbriefe, nicht für Online-Veröffentlichungen, nicht für Pfarrbriefe, die auf Internetseiten veröffentlicht werden)

    von

    MISEREOR/BDKJ Jugendaktion

    Es ist gut und normal, verschieden zu sein, aber daraus können Streitigkeiten entstehen, die es friedvoll zu lösen gilt. 

    Was ist eigentlich Mut?

    von

    Ronja Goj

    Matthias und Linus sind Freunde seit der ersten Klasse. Mittlerweile sind die beiden 17 Jahre alt. Ihre Freundschaft verbindet ihren Spaß am Diskutieren. Manchmal, da treffen sie sich am Wochenende, um einen Filmabend zu machen.

    von

    MISEREOR/BDKJ Jugendaktion

    Hier in Europa und spezifisch in Deutschland spielt sich unser Leben zwar nicht in einem Kontext von Krieg ab, dennoch scheint es immer schwieriger geworden zu sein, friedlich miteinander auszukommen.

    von

    MISEREOR/BDKJ Jugendaktion

    Jeder Mensch ist anders und das ist auch gut so! Wenn wir alle gleich wären, dann wäre das Leben langweilig. Das bedeutet allerdings nicht, dass wir Menschen nicht gleichwertig sind!

    von

    MISEREOR/BDKJ Jugendaktion

    Für den Klimaschutz = für den Frieden:

    Die Faktoren, die zu Unsicherheit, Konflikt und im schlimmsten Falle Krieg führen sind verschiedener Natur: Machtmissbrauch, soziale Ungerechtigkeit oder die Konkurrenz um natürlichen Ressourcen können ein Auslöser sein. …

    Sag deine Meinung und unterstütze andere!

    von

    Polizeiliche Kriminalprävention, www.aktion-tu-was.de

    (Bitte beachten: Freigabe nur für gedruckte Pfarrbriefe, nicht für Online-Veröffentlichungen, nicht für Pfarrbriefe, die auf Internetseiten veröffentlicht werden)

    Lass nicht zu, dass es passiert!

    von

    Polizeiliche Kriminalprävention, www.aktion-tu-was.de

    (Bitte beachten: Freigabe nur für gedruckte Pfarrbriefe, nicht für Online-Veröffentlichungen, nicht für Pfarrbriefe, die auf Internetseiten veröffentlicht werden)

    Mut

    von

    Klaus Jäkel

    ist jene 
    Lebenskraft
    in meiner Mitte
    die mich immer wieder einholt

          auch  -  wenn ich 
          schon aus Angst 
          vor ´ner Blamage

    entfliehen möchte 
    der

    Zivilcourage

    Mach den Mund auf und hilf dem Opfer!

    von

    Polizeiliche Kriminalprävention, www.aktion-tu-was.de

    (Bitte beachten: Freigabe nur für gedruckte Pfarrbriefe, nicht für Online-Veröffentlichungen, nicht für Pfarrbriefe, die auf Internetseiten veröffentlicht werden)

    von

    Klaus Jäkel

    heißt oft 
    schon „jetzt“ 
    sich los lassen

    mit Mut — ohne Übermut
    mit Wagnis — ohne Waghalsigkeit
    mit Leichtigkeit — ohne Leichtfertigkeit

    sich trauen
    sich was zutrauen
    sich dem Himmel und der Erde 
     — anvertrauen
    zu neuem Aufbruch

    Wegsehen ist keine Lösung!

    von

    Polizeiliche Kriminalprävention, www.aktion-tu-was.de

    (Bitte beachten: Freigabe nur für gedruckte Pfarrbriefe, nicht für Online-Veröffentlichungen, nicht für Pfarrbriefe, die auf Internetseiten veröffentlicht werden)

    Situationen deeskalieren, Opfer schützen

    von

    Verein Zivilcourage für ALLE e.V. (www.zivilcourage-fuer-alle.de)

    Wie kann ich dem Opfer helfen?
    Aufmerksamkeit auf das Opfer richten, nicht auf den Täter!

    •    Selbst den ersten Schritt machen (Bystander-Effekt)
    •    Ruhig bleiben
    •    Polizei 110 verständigen, nicht Held spielen
    •    Öffentlichkeit herstellen

    von

    Amadeu Antonio Stiftung

    Wenn jemand sich antisemitisch äußert, ob im Internet, auf der Straße oder im Freundeskreis, macht klar, dass ihr das nicht gut findet und es nicht akzeptiert. Auch solltet ihr immer Personen unterstützen und verteidigen, die von Antisemitismus betroffen sind.

    von

    Initiative „LOVE-Storm – Gemeinsam gegen Hass im Netz“

    1. Schau nicht weg

    Wenn Hass nicht widersprochen wird, fühlen sich Angreifende bestärkt. Außerdem werden Zuschauende abgeschreckt, selber zu reagieren und akzeptieren Hass als soziale Norm. Schon ein „Nein, das sehe ich anders.“ kann diese Mechanismen durchbrechen.

    von

    MISEREOR-BDKJ-Jugendaktion 2015

    Wir brechen die Flut – erkennen, dass wir selbst Teil der Flut sind; sehen, dass wir uns ändern können.

    Wir brechen die Flut – stellen uns dagegen, finden Halt und Zuversicht.

    Wir brechen die Flut – vertrauen auf uns, auf andere, auf Gott; stehen da, mit offenen Augen.

    Für Jugendliche

    von

    Bausteine für einen Jugend-/Schulgottesdienst zur MISEREOR/BDKJ-Jugendaktion 2015, „Segen“

    Der Herr, der immer an deiner Seite ist, segne dich.

    Er sei dein Anker, um Ruhe zu finden und Kraft zu sammeln.

    Er segne dich mit Mut, deinen eigenen Kurs neu zu setzen.

    Er segne dich mit Weitsicht, um standhaft zu bleiben, wo andere von der Flut mitgerissen werden.

    8 Tipps für mehr Zivilcourage und Menschlichkeit

    von

    Achim Bröhenhorst

    Wenn im Bus jemand den „Neger” vor dir beschimpft, deine Kollegin vor der „Islamisierung des Abendlandes” warnt und dein Onkel über Sozialschmarotzer wettert, wird es Zeit zu reagieren. Nur wie?

    Gebet um Kraft und Mut

    von

    Johannes Simon

    Schon so viele Jahre unterwegs
    und noch nicht angekommen.
    Schon so viele Gedanken gedacht
    und das Leben noch nicht enträtselt.
    Schon so viele Menschen getroffen
    und noch immer Sehnsucht nach Begegnung.

    von

    Paul Weismantel

    Möge Gott dir den Mut schenken,
    den man braucht für den ersten Schritt,
    um auf verschlossene Menschen zuzugehen.

    Möge seine zärtliche Kraft durch dich jene berühren,
    die dir begegnen und von ihrem Leben erzählen,
    die sich freuen über dein offenes Ohr.

    Musiktipps

    Hier finden Sie passende Lieder zum Thema. 

    „Fall der Fälle“ – Herbert Grönemeyer: Herbert Grönemeyer - Fall der Fälle (Live) - YouTube

    „Lebendig und kräftig und schärfer“ – Wise Guys: Wise Guys - Lebendig und Kräftig und Schärfer - YouTube

    „Sage nein“ – Ezé Wendtoin – Konstantin Wecker Cover: Ezé Wendtoin - SAGE NEIN - Konstantin Wecker cover - Album "INZWISCHEN DAZWISCHEN" - YouTube

    „Robert de Niro“ – Bosse: Robert de Niro - YouTube

    Auf diese Lieder können Sie in Ihrem Pfarrbrief verlinken. Oder Sie generieren einen QR-Code mit einem QR-Code-Generator. Drucken Sie den Code in Ihrem Pfarrbrief ab. Interessierte können ihn mit ihrem Handy abscannen und das Lied anhören. Vorsichtig müssen Sie bei Liedtexten sein. Diese dürfen Sie nicht einfach so in Ihrem Pfarrbrief abdrucken. Zuvor müssen Sie die Rechte klären. 

    Filmtipps des Katholischen Filmwerks

    HÖHERE GEWALT

    Spielfilm, Schweden/Frankreich/Dänemark/Norwegen, 2014, 116 Minuten
    Ein Film von Ruben Östlund
    Produktion: Plattform Prod./Coproduction Office/Film i Väst/Rhône-Alpes Cinéma
    empfohlen ab 16 Jahren, FSK 12

    Eine schwedische Familie mit zwei Kindern macht Urlaub in den französischen Alpen. Als eine Lawine auf die Skihütte zurast, rettet der Pater Familias die eigene Haut und lässt die Seinen zurück. Die Katastrophe bleibt aus, aber die Vertrauenskrise stellt die Beziehung auf eine harte Probe.
    Ruben Östlunds Familiendrama besticht durch präzise Dialoge und emotionale Intensität sowie eine fantastische Kamera, die Seelenzustände spiegelt. In fünf Kapiteln zeichnet er den Kampf um Wahrheit, das Zugeben von Schwäche und den diffizilen Umgang mit Scham. Das männliche Rollenbild gerät ins Wanken.

    Erhältlich ist die DVD des Films unter kfw Lizenzshop – filmwerk oder in Ihrer Medienzentrale.

    Filmtipps des Katholischen Filmwerks

    Leben für Leben – Maximilian Kolbe

    Spielfilm, Polen/Frankreich/Deutschland, 1991, 90 Minuten
    Ein Film von Krzysztof Zanussi
    Produktion: Filmgruppe TOR, Warschau; Media-Film, Paris; Ifage, Wiesbaden
    empfohlen ab 12 Jahren, FSK 12

    Im Juli 1941 gelingt es einem jungen Schlesier, Jan, aus dem KZ Auschwitz zu fliehen. Für diesen Flüchtigen verurteilt der Lagerkommandant Fritsch zehn Häftlinge zum Tod im Hungerbunker. Als einer von ihnen unter diesem Todesurteil zusammenbricht, geht stellvertretend für ihn der Franziskanerpater Maximilian Maria Kolbe in den Tod. Fortan ist Jan nicht nur vor der Gestapo auf der Flucht, sondern auch vor seiner Schuld, seiner Verstrickung in Kolbes Tod. Neben dieser Figur taucht eine andere auf: Bruder Anselm, ein junger Franziskanerpater, der ruhig und unbeirrbar die Seligsprechung Kolbes durch Papst Paul VI. vorantreibt. Mit Oscar-Preisträger Christoph Waltz als Jan in einer seinen frühen Rollen.

    Erhältlich ist die DVD des Films unter kfw Lizenzshop – filmwerk oder in Ihrer Medienzentrale.

    Filmtipps des Katholischen Filmwerks

    OmU

    Kurzspielfilm, Tschechien, 2013, 21 Minuten
    Ein Film von Martin Krejcí
    Produktion: Stink Ltd., Stillking Films, Tsch. TV
    empfohlen ab 14 Jahren, Lehrfilm für die nichtgewerbliche Nutzung freigegeben ab 6 Jahren

    Ein Junge fällt von einem Treppengeländer, verschweigt dies seiner Mutter und gibt an, von drei Migranten verprügelt worden zu sein. Die Folgen seiner Lüge werden immer größer und sind kaum zu bändigen. Ist die mediale Lawine noch aufzuhalten? Kurz, eindrücklich, medienkritisch, nach einer wahren Begebenheit.

    Erhältlich ist die DVD des Films unter kfw Lizenzshop – filmwerk oder in Ihrer Medienzentrale.

    Filmtipps des Katholischen Filmwerks

    Watu Wote

    In Kooperation mit EZEF

    Kurzspielfilm, Deutschland / Kenia, 2016, 23 Minuten
    Ein Film von Katja Benrath
    Produktion: Tobias Rosen/Hamburg Media School (HMS)
    empfohlen ab 14 Jahren, LE ab 12 Jahren freigegeben

    Seit Jahrzehnten wird Kenia von Terroranschlägen der islamischen al-Shabaab erschüttert. Zwischen Christen und Muslimen wachsen Angst und Misstrauen. Bis im Dezember 2015 den Passagieren eines Reisebusses ein beispielloses Zeugnis der Menschlichkeit gelingt.

    Erhältlich ist die DVD des Films unter kfw Lizenzshop – filmwerk oder in Ihrer Medienzentrale.

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