Religiöses Buch des Monats November 2012

Sankt Michaelsbund
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Religiöser Buchtipp für November 2012

Es gibt nicht mehr viele echte Tabus in unserer Gesellschaft, man kann heute Bücher über alles mögliche schreiben – mit einer Ausnahme. Spricht jemand über seine ganz persönliche Beziehung zu Gott, dann wird das von den allermeisten doch als irgendwie peinlich empfunden. Esther Maria Magnis kümmert sich keinen Deut darum, sie hat ein Buch geschrieben, das die Geschichte ihres Glaubens erzählt, ihre ganz persönliche existenzielle Geschichte mit Gott – und dieses Buch ist kein bisschen peinlich, ganz im Gegenteil.

Aufgewachsen ist die Autorin in einer liebevollen, christlich geprägten, aber religiös nicht besonders engagierten Familie. Als Jugendliche entfernt sie sich vom unreflektierten Glauben ihrer Kindheit. Als sie 15 Jahre alt ist, erfährt die Familie von der unheilbaren Krebserkrankung des Vaters. In dieser Zeit entdeckt Esther neu die Kraft des Gebets, zusammen mit ihren Geschwistern betet sie inständig um das Leben ihres Vaters.

Sinnkrise nach dem Tod des Vaters

Dass der Vater nach eineinhalb Jahren dennoch stirbt, stürzt sie in tiefe Verzweiflung, die bald zu einer allgemeinen Sinnkrise wird. Nach einem quälenden Jahr voller Zweifel an allem und jedem beschließt sie schließlich, die Sinnlosigkeit des Lebens einfach hinzunehmen. Einige Jahre später kommt die Wende. Nicht durch ein spektakuläres Ereignis, aber immer mehr drängt sich ihr mit einer unwiderstehlichen Macht ins Bewusstsein, dass es doch trotz allem Schmerz und Leid Wahrheit, Schönheit und Liebe wirklich gibt, dass das eine allem vorausliegende und deshalb unerklärbare Wirklichkeit ist – Gott. Und in nüchterner logischer Konsequenz sieht sie, dass sie sich zu dieser Tatsache irgendwie verhalten muss.

Es geht um alles oder nichts

Das alles wird jedoch noch einmal radikal in Frage gestellt, als Esthers jüngerer Bruder Johannes an Krebs erkrankt. Nach relativ kurzem Auf und Ab geht es unweigerlich dem Tod entgegen – und nun ist es gerade Johannes, der in seinen letzten Monaten in einer derartigen Tiefe zu Gott findet, dass dadurch auch Esther ihren Glauben nicht mehr verliert.

Esther Maria Magnis lotet mit ihrem Text die ganze Tiefe und den ganzen Ernst dessen aus, was es heißt, an Gott zu glauben – dass es hier wirklich um alles oder nichts geht, um die Unausweichlichkeit der Freiheit, um das Erschauern vor der Größe und der Stille Gottes, um die Unbegreiflichkeit seiner Liebe zu den Menschen.

Um diese Erfahrung zu vermitteln, zieht Esther Maria Magnis alle Register, die ihr die Sprache zur Verfügung stellt. Ein wirklich ganz erstaunliches und beeindruckendes Buch. (Sankt Michaelsbund)

Magnis, Esther Maria: Gott braucht dich nicht. Eine Bekehrung. Reinbek : Rowohlt Verlag, 2012. – 238 S.; 16,95 €

(Als „Religiöses Buch des Monats“ benennen der Borromäusverein, Bonn, und der Sankt Michaelsbund, München, monatlich eine religiöse Literaturempfehlung, die inhaltlich-literarisch orientiert ist und auf den wachsenden Sinnhunger unserer Zeit antwortet.)

Ab sofort ist bei Angabe der Quelle der freie Abdruck des Textes erlaubt.

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Religiöser Buchtipp für November 2012

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Es gibt nicht mehr viele echte Tabus in unserer Gesellschaft, man kann heute Bücher über alles mögliche schreiben – mit einer Ausnahme. Spricht jemand über seine ganz persönliche Beziehung zu Gott, dann wird das von den allermeisten doch als irgendwie peinlich empfunden. Esther Maria Magnis kümmert sich keinen Deut darum, sie hat ein Buch geschrieben, das die Geschichte ihres Glaubens erzählt, ihre ganz persönliche existenzielle Geschichte mit Gott – und dieses Buch ist kein bisschen peinlich, ganz im Gegenteil.

Aufgewachsen ist die Autorin in einer liebevollen, christlich geprägten, aber religiös nicht besonders engagierten Familie. Als Jugendliche entfernt sie sich vom unreflektierten Glauben ihrer Kindheit. Als sie 15 Jahre alt ist, erfährt die Familie von der unheilbaren Krebserkrankung des Vaters. In dieser Zeit entdeckt Esther neu die Kraft des Gebets, zusammen mit ihren Geschwistern betet sie inständig um das Leben ihres Vaters.

Sinnkrise nach dem Tod des Vaters

Dass der Vater nach eineinhalb Jahren dennoch stirbt, stürzt sie in tiefe Verzweiflung, die bald zu einer allgemeinen Sinnkrise wird. Nach einem quälenden Jahr voller Zweifel an allem und jedem beschließt sie schließlich, die Sinnlosigkeit des Lebens einfach hinzunehmen. Einige Jahre später kommt die Wende. Nicht durch ein spektakuläres Ereignis, aber immer mehr drängt sich ihr mit einer unwiderstehlichen Macht ins Bewusstsein, dass es doch trotz allem Schmerz und Leid Wahrheit, Schönheit und Liebe wirklich gibt, dass das eine allem vorausliegende und deshalb unerklärbare Wirklichkeit ist – Gott. Und in nüchterner logischer Konsequenz sieht sie, dass sie sich zu dieser Tatsache irgendwie verhalten muss.

Es geht um alles oder nichts

Das alles wird jedoch noch einmal radikal in Frage gestellt, als Esthers jüngerer Bruder Johannes an Krebs erkrankt. Nach relativ kurzem Auf und Ab geht es unweigerlich dem Tod entgegen – und nun ist es gerade Johannes, der in seinen letzten Monaten in einer derartigen Tiefe zu Gott findet, dass dadurch auch Esther ihren Glauben nicht mehr verliert.

Esther Maria Magnis lotet mit ihrem Text die ganze Tiefe und den ganzen Ernst dessen aus, was es heißt, an Gott zu glauben – dass es hier wirklich um alles oder nichts geht, um die Unausweichlichkeit der Freiheit, um das Erschauern vor der Größe und der Stille Gottes, um die Unbegreiflichkeit seiner Liebe zu den Menschen.

Um diese Erfahrung zu vermitteln, zieht Esther Maria Magnis alle Register, die ihr die Sprache zur Verfügung stellt. Ein wirklich ganz erstaunliches und beeindruckendes Buch. (Sankt Michaelsbund)

Magnis, Esther Maria: Gott braucht dich nicht. Eine Bekehrung. Reinbek : Rowohlt Verlag, 2012. – 238 S.; 16,95 €

(Als „Religiöses Buch des Monats“ benennen der Borromäusverein, Bonn, und der Sankt Michaelsbund, München, monatlich eine religiöse Literaturempfehlung, die inhaltlich-literarisch orientiert ist und auf den wachsenden Sinnhunger unserer Zeit antwortet.)

Ab sofort ist bei Angabe der Quelle der freie Abdruck des Textes erlaubt.

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