Gelungener Zwischenschritt auf dem Synodalen Weg

Regionalkonferenzen erwiesen sich als förderlich – Neue Texte von Julia Knop für Ihren Pfarrbrief

von EK am 07.09.2020 - 12:08  

Dr. theol. Julia Knop

Auch wenn der Synodale Weg der katholischen Kirche in Corona-Zeiten in den Medien nicht mehr so präsent ist – es wird weiter beraten und diskutiert. Anfang September 2020 wurde eine neue Wegmarke erreicht. Eigentlich sollte da die zweite Vollversammlung aller rund 230 Synodalen stattfinden. Coronabedingt entschieden sich die Verantwortlichen allerdings dafür, stattdessen Regionalkonferenzen mit gut 50 Teilnehmern in Berlin, Dortmund, Frankfurt a. M., Ludwigshafen und München zu organisieren und die zweite Vollversammlung auf den Februar 2021 zu verschieben.

Diese Regionalkonferenzen – als Zwischenschritt gedacht – erwiesen sich als „ein dem Gespräch ausgesprochen förderliches Format“, schreibt Julia Knop. Sie ist Professorin für Dogmatik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt und Mitglied der Synodalversammlung sowie des Synodalforums „Macht und Gewaltenteilung in der Kirche“. Für Pfarrbriefe und die nichtkommerzielle kirchliche Öffentlichkeitsarbeit fasst sie aus erster Hand ihre Eindrücke und Einschätzungen zu den Beratungen des Synodalen Wegs zusammen.

In ihren vier neuen Texten geht es um das Format und die Arbeit der Regionalkonferenzen, um die zwei brisanten Themen Frauen und kirchliche Sexuallehre sowie darum, was Corona für die Herausforderungen der Kirche und des Synodalen Weges bedeutet.

Was ist der Synodale Weg?

Der Synodale Weg ist ein Gesprächsprozess innerhalb der katholischen Kirche in Deutschland. Er soll der Aufarbeitung von Fragen dienen, die sich im Herbst 2018 nach der Veröffentlichung der sogenannten MHG-Studie über sexuellen Missbrauch in der Kirche ergeben haben. Die Deutsche Bischofskonferenz und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken verantworten gemeinsam diesen Prozess, der auf zwei Jahre angelegt ist und am 1. Dezember 2019 eröffnet wurde. www.synodalerweg.de

Corona, die Kirche und der Synodale Weg

Impuls für Regionalkonferenzen: Pandemie hat den kirchlichen Problemstau eher noch verschärft

Julia Knop

COVID-19 hat unser aller Leben verändert. Bildung und Schule, Wirtschaft und Kultur stehen vor enormen Herausforderungen. Das Gesundheitssystem musste in kürzester Zeit angepasst werden. Im zwischenmenschlichen Bereich ist das Abstandsgebot eine große Herausforderung.

Das Thema Frauen

Geschlechtergerechtigkeit „unterhalb“ des Weiheamtes ist wichtig – doch es geht um mehr beim Synodalen Weg

Julia Knop

Ursprünglich war es nicht geplant. Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken, das mit der Deutschen Bischofskonferenz den „Synodalen Weg“ ins Leben gerufen hat, brachte es als viertes Thema ins Spiel: die Frauenfrage.

Fünf Orte – ein synodaler Weg

Statt Vollversammlung gab es fünf Regionalkonferenzen – was dem Gespräch ausgesprochen förderlich war

Julia Knop

Eigentlich war für Anfang September 2020 die zweite Vollversammlung des Synodalen Wegs geplant. Die erste Versammlung dieser Art hatte zu Jahresbeginn in Frankfurt am Main getagt.

Dauerbrenner: Kirchliche Sexuallehre

In der Arbeitsgruppe und auf den Regionalkonferenzen des Synodalen Weges wurden die Differenzen deutlich

Julia Knop

Trotz der corona-bedingten Einschränkungen haben die Foren des Synodalen Wegs ihre Arbeit aufgenommen. Auf den Regionalkonferenzen im Herbst 2020 wurde über einen Entwurf des Forums diskutiert, das zu „Leben in gelingenden Beziehungen – Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft“ arbeitet.

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