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Fasching, Fastenzeit und die Lust am Leben

Das Schwerpunktthema für Januar/Februar 2027

von Elfriede Klauer am 30.09.2026 - 05:55  

Peter Strobel

Warum endet der Fasching eigentlich am Aschermittwoch – und nicht zum Beispiel am 1. April? Steckt dahinter mehr als ein bloßer zeitlicher Zusammenhang? Was verbindet zwei Zeiten, die auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher sein könnten: hier die Ausgelassenheit, der Spaß, das Spiel mit Rollen und Grenzen – dort Verzicht, Nüchternheit und innere Einkehr?

Die Texte dieses Schwerpunktthemas gehen diesem inneren Zusammenhang nach – aus historischer, psychologischer und kultureller Perspektive. Und sie zeigen, warum Fasching gerade auch in Krisenzeiten seinen Platz hat: Weil Lachen, Feiern und gemeinsames Ausgelassensein dem Schweren etwas entgegensetzen können. Gerade wir Christen haben allen Grund zum Lachen: Seit Ostern und der Auferstehung Jesu dürfen wir darauf vertrauen, dass das Leben stärker ist als alles Böse und Enge.

    Bilder

    Warum Karneval und Glaube gerade in Krisenzeiten zusammengehören – ein Interview

    von

    Elfriede Klauer

    Was hat Karneval mit Ostern zu tun? Für Willibert Pauels mehr, als man denkt. Der Diakon und Büttenredner im Kölner Karneval sieht im Humor eine Kraft, die Enge und Angst überwinden kann.

    von

    Jörg Nottebaum

    Als Christ habe ich allen Grund zur Freude.
    Geschenkt.
    Das tut gut.

    Jörg Nottebaum, In: Pfarrbriefservice.de

    Eine Balance ist historisch wie psychologisch tief in unserer Kultur verwurzelt

    von

    Stanislaus Klemm, Dipl. Psychologe und Theologe

    Die Fasching-Zeit ist eine ausgelassene, fröhliche und humorvolle Phase in unserem Leben. Im Mittelpunkt steht das Feiern. Wir dürfen diese Tage nutzen, um zu genießen und einmal „ausgelassen“ sein zu dürfen, bevor wieder eine Phase der Ruhe einkehrt.

    Vom Sinn der „verkehrten“ Welt

    von

    www.familien234.de, Portal für Familien, Erzbistum Köln

    Ab Weiberfastnacht sind in vielen Städten Hexen und Teufel, Monster, Clowns, Narren und Mariechen zu sehen! Bevor die ernste Fastenzeit beginnt, spielen die Menschen verkehrte Welt. Was sonst „normal“ ist, wird auf den Kopf gestellt.

    von

    Jörg Nottebaum

    Heute streue ich Konfettiregen auf mein Haupt und darf werden wie die Kinder.

    Jörg Nottebaum, In: Pfarrbriefservice.de

    von

    Peter Schott

    Trotz
    ernst zu nehmender Probleme
    in unserer Zeit:

    An Fasching, Karneval oder Fasenacht
    machen wir einen auf lustig.

    Es wäre doch gelacht ...
    … wenn uns ein bisschen Humor
    nicht die Kraft gibt,
    die Probleme ernsthaft anzugehen.

    Helau und Alaaf!

    Kaum eine Jahreszeit verbindet so eng Chancen und Gefahren

    von

    Stanislaus Klemm, Dipl. Psychologe und Theologe

    Bald ist Faschingszeit, eine närrische Zeit, Zeit der Masken, der Umzüge, eine Zeit der Ausgelassenheit. Kaum eine andere Jahreszeit verbindet so eng miteinander Chancen und Gefahren. Wird sie für uns zu einer notwendigen Erholung oder zu einem Fiasko?

    Warum Fasching zutiefst christlich ist

    von

    Stanislaus Klemm, Dipl. Psychologe und Theologe

    Wenn an den „tollen Tagen“ die bunten Kostüme aus den Schränken geholt werden, dann mögen manche denken: Beißt sich diese Ausgelassenheit nicht mit der Ernsthaftigkeit unseres Glaubens? Die Antwort heißt: Nein, überhaupt nicht, im Gegenteil!

    Bruder Paulus ermutigt, in der Faschingszeit den Alltagssorgen mit einem Lachen zu begegnen

    von

    Bruder Paulus

    Die einen jubeln: Endlich wieder Alaaf, schunkeln, singen, trinken! Die anderen stöhnen: Schon wieder Fasnacht? Nein danke, ich bin dann mal weg.

    von

    Peter Schott

    Hast du schon mal nachgedacht,
    ob Jesus in der Bibel lacht?

    Machte er als Kind auch Streiche –
    der Humor nicht von ihm weiche?

    Auf der Wallfahrt blieb er auf der Streck –
    für seine Eltern ein Riesenschreck.

    von

    Jörg Nottebaum

    Dem Saulus steht der Paulus gut: 
    Und wer darfst du sein?

    Jörg Nottebaum, In: Pfarrbriefservice.de

    von

    Prof. Dr. theol. Manfred Becker-Huberti, www.brauchtum.de

    Die Fastenzeit gilt als gebundene Zeit, denn in dieser Zeit waren die Christen an Verpflichtungen gebunden: die Pflicht zum Fasten, d.h. zum Verzicht auf Fleisch, Milchprodukte und Eier, Mitfeier der Karwoche und der österlichen Gottesdienste, Teilnahme an der Osterbeichte.

    von

    Prof. Dr. theol. Manfred Becker-Huberti, www.brauchtum.de

    Wenn im Zusammenhang mit der Fastnacht von den drei tollen Tagen die Rede ist, dann sind damit die drei Tage gemeint, an denen vor dem 19.

    Wie Texte der Bibel die Fastnacht prägten

    von

    Prof. Dr. theol. Manfred Becker-Huberti, www.brauchtum.de

    Seit den Zeiten des Papstes Gregor des Großen (590–604) bis zur Liturgiereform in Deutschland (1970) nach dem II.

    Wie die Karnevalssession berechnet wird

    von

    Prof. Dr. theol. Manfred Becker-Huberti, www.brauchtum.de

    Die Karnevalszeit hat traditionell feste Bezugspunkte. Die Eröffnung der Session zum närrischen Termin am 11.11. um 11.11 Uhr ist eine Erfindung des 19. Jahrhunderts. Der Tag gibt einen ersten Ausblick: Prinzenpaar oder Dreigestirn sowie das Motto werden vorgestellt.

    von

    www.familien234.de, Portal für Familien, Erzbistum Köln

    Maske und Maskierung sind aus dem Karneval nicht wegzudenken: Der Karneval bietet Gelegenheit, für eine begrenzte Zeit in eine andere Rolle hineinzuschlüpfen, für eine überschaubare Zeit ein anderes als das gewohnte Leben auszuprobieren.

    von

    Klaus Jäkel

    Ja, der ist's, der alljährlich durch unsere 
    Wohn- und Kulturstädte zieht, sich dabei 
    gern mit Bildern, Text und Tönen zeigt – 

    Was der Karneval mit Kinderarbeit zu tun hat

    von

    Interview: Hilde Regeniter, www.DOMRADIO.DE

    Wer an Karneval zur Schminke greift, weiß zumeist nicht, dass darin oft ein Mineral enthalten ist, das unter menschenunwürdigen Bedingungen gewonnen wird. Jörg Nowak vom katholischen Hillfswerk missio möchte das ändern und klärt auf.

    Einmal der Sehnsucht nach Leichtigkeit nachgeben

    von

    Irmela Mies-Suermann

    Hineinschlüpfen in eine andere Rolle,
    sie spielerisch ausprobieren ohne Risiko,
    Ungelebtes zum Klingen bringen,
    heraus aus festgefahrenen Geleisen.
    Den Ernst abstreifen, das Dunkle und Schwere,
    nicht denken an Kriege und Krisen,
    an Neid und Missgunst zwischen den Menschen,

    Seid und bleibt "lachsam"

    von

    Klaus Jäkel

    An Karneval
    sind sie wieder da
    die lustigen und listigen Gesichter
    der Clowns und närrischen Figuren

    Tipps für Pfarrbriefredaktionen

    Fasching/Karneval in der Pfarrei

    Viele Pfarrbriefe berichten im Nachhinein über Veranstaltungen in der Pfarrei. Das ist gut und wichtig. Aber man könnte die zeitliche Abfolge auch einmal umdrehen und Veranstaltungen zum Thema machen, bevor sie stattgefunden haben. Und worüber schreibt man dann?

    Angenommen, es geht um den Pfarreifasching. 

    • Ein/e Verantwortliche/r könnte im Interview Auskunft geben, was Neues geplant ist, worauf sich die Besucher freuen können und welche Akteure (neu) mit an Bord sind. 
    • Sie besuchen eine Probe einer Gruppe und schildern Ihren Lesenden, was Sie erleben.
    • Bitten Sie einen „Stammgast“, für den Pfarrbrief aufzuschreiben, warum er keinen Pfarreifasching verpassen möchte.
    • Fragen Sie beim Seelsorgeteam ein kurzes Statement an, warum es gut ist, dass es den Pfarreifasching gibt.

    Denken Sie an passende Bilder und gönnen Sie der Vorab-Berichterstattung genügend Platz im Pfarrbrief. Dafür könnte die Nach-Berichterstattung kleiner ausfallen, vielleicht nur als Bildercollage mit erklärenden, kurzen Bildtexten.

    Termine auf einen Blick

    Sammeln Sie die Veranstaltungen zum Fasching/Karneval in Ihrer Seelsorgeeinheit/Ihrem Pastoralen Raum. Veröffentlichen Sie die Termine mit allen wichtigen Service-Angaben, wie Ort (mit navitauglicher Adresse), Datum, Uhrzeit und einem evtl. Kartenvorverkauf. Kurz und bündig, auf einen Blick und pfarreiübergreifend.

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