Neben der Überprüfung optischer Hinweise auf KI-generierte Bilder gibt es weitere Möglichkeiten, die bei der Detektion von KI-generierten Bildern unterstützen können.
- Rückwärtssuche: Eine „Rückwärtssuche“ bzw. visuelle Suche kann dabei helfen, herauszufinden, woher ein Bild stammt und ob es noch an anderen Stellen im Internet verwendet wird. Bei der Rückwärtssuche wird statt eines Stichworts ein Bild oder der Link zu einem Bild in eine Suchmaschine eingegeben. Die Suchmaschine durchsucht dann das Internet nach gleichen oder ähnlichen Bildern. Ähnliche Bilder können Rückschlüsse darauf zulassen, ob das eingegebene Bild eine Abwandlung eines anderen Bildes ist. Neben Informationen zum Bild können bei der Rückwärtssuche auch Webseiten als Suchergebnis aufgelistet werden, die das eingegebene oder ein ähnliches Bild enthalten. So lässt sich feststellen, ob das Bild aus einer vertrauenswürdigen Quelle stammt und ob es aktuell oder schon älter ist.
- Quellen hinterfragen: Sofern die Quelle des Bildes bekannt ist, hinterfragen Sie deren Vertrauenswürdigkeit. Machen Sie sich bewusst, ob das Bild aus einer vertrauenswürdigen Quelle, wie einer etablierten Nachrichtenagentur, oder beispielsweise aus einem fragwürdigen Social-Media-Kanal stammt. Eine seriöse Quelle oder mehrere unabhängige Quellen sind gute Indikatoren für die Echtheit eines Bildes.
- Wetter überprüfen: Vergleichen Sie das im Bild dargestellte Wetter mit unabhängigen Wetterdaten der entsprechenden Region und Zeit. Widersprüche (z.B. sonniger Himmel im Bild, aber Schnee und Regen in der Wetter-App) können auf eine Fälschung hindeuten.
- Metadaten und Kennzeichnungen: Achten Sie auf fehlende oder manipulierte Metadaten (Kameramodell, Datum, GPS-Daten), sowie Hinweise wie „KI-generiert“ auf Social-Media-Plattformen. Achten Sie auch auf Content Credentials. Dies sind digitale Herkunftsnachweise, die zeigen, woher ein Bild, Video oder Text stammt und ob es bearbeitet wurde. Sie dokumentieren Informationen wie Urheber, Erstellungsdatum, verwendete KI-Tools und Änderungen am Inhalt und stellen mittels kryptografischer Verfahren sicher, dass diese nicht manipuliert werden.
- Detektor ausprobieren: Es gibt kostenlose und kommerzielle Detektoren zur Erkennung KI-generierter Bilder im Internet. Diese Dienste garantieren aktuell zwar keine zuverlässige Erkennung, sie können aber überprüfbare Hinweise liefern und werden ständig verbessert. Sie können auch einen Chatbot befragen, ob ein Bild KI-generiert ist und woran dies erkennbar ist und die genannten Hinweise nochmals überprüfen.
- Absicht hinterfragen: Fragen Sie sich, was jemand Böswilliges mit dem Bild erreichen könnte, wenn es generiert wäre. Vertrauen Sie nicht nur dem ersten Eindruck, sondern seien Sie kritisch und hinterfragen Sie zum Beispiel das Motiv.
- Weitere Informationen suchen: Suchen Sie nach weiteren Informationen zu dem abgebildeten Inhalt. Gibt es andere Bilder von dem (vermeintlichen) Ereignis? KI-generierte Bilder gibt es meistens nur aus einer Perspektive. Fotos von realen Ereignissen gibt es häufig von mehreren Augenzeugen, Journalistinnen oder Journalisten.
- Fake-Bilder nicht teilen: Teilen Sie Fake-Bilder auf Social Media nicht unbedacht, um ihre Weiterverbreitung zu stoppen – auch wenn für Sie offensichtlich ist, dass es sich um ein KI-generiertes Bild handelt. Markieren oder kommentieren Sie die Bilder als KI-generiert.
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Bleiben Sie auf dem Laufenden: Informieren Sie sich regelmäßig über neue Verfahren und Erkennungsmöglichkeiten KI-generierter Bilder, um auf dem neuesten Stand zu bleiben.
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Verbr…, In: Pfarrbriefservice.de
