Das Plakatmotiv für den Tag der Schöpfung 2026
Am 4. September lädt die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) dazu ein, den Tag der Schöpfung zu begehen. Mit einer eindringlichen Frage aus dem Buch Hiob steht der Schöpfungstag im Jahr 2026 unter einem besonderen Vorzeichen: „Hast du erkannt, wie weit die Erde ist?“ (Hiob 38,18) Diese Frage Gottes an den Menschen öffnet einen Raum des Staunens – und zugleich der Selbstbegrenzung. Sie erinnert daran, dass die Schöpfung nicht verfügbar ist, sondern Geschenk und Geheimnis bleibt.
Staunen, Demut und Verantwortung
Das Motto verbindet drei Haltungen, die für christliche Schöpfungsverantwortung grundlegend sind: Staunen, Erkenntnis und Demut. Gerade in einer Zeit, in der wissenschaftliche Erkenntnisse wachsen und technische Möglichkeiten zunehmen, bleibt die Schöpfung größer als unser Zugriff. Der Mensch erkennt viel – und versteht doch nie alles. Daraus erwächst keine Resignation, sondern eine Haltung der Verantwortung: Die Erde ist uns anvertraut.
Der Ökumenische Tag der Schöpfung, der seit 2010 jährlich am ersten Freitag im September begangen wird, verbindet genau diese Dimensionen: Lob des Schöpfers, Umkehr angesichts der Zerstörung der Natur und konkrete Schritte zu ihrem Schutz. Die zentrale Feier findet in diesem Jahr am 4. September 2026 in Marburg statt.
Schöpfungszeit beginnt am 1. September
Der Tag der Schöpfung steht nicht für sich allein, sondern ist Teil der sogenannten Schöpfungszeit vom 1. September bis 4. Oktober, dem Gedenktag des heiligen Franziskus. In diesem Zeitraum sind Christen weltweit eingeladen, sich neu auf ihre Verantwortung für Gottes Schöpfung zu besinnen. Den Auftakt bildet der Gebetstag für die Bewahrung der Schöpfung am 1. September, den Papst Franziskus im Anschluss an die orthodoxe Kirche eingeführt hat.
Materialien und Impulse der ACK
Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland hält umfangreiche Materialien bereit, um Gemeinden und Gruppen bei der Gestaltung zu unterstützen. Dazu gehören insbesondere ein ausgearbeiteter ökumenischer Gottesdienstentwurf, Plakat- und Motivvorlagen zum Jahresmotto sowie vielfältige Anregungen für Aktionen, Bildung und Spiritualität. Diese Materialien sind über die Plattform Ökumenischer Tag der Schöpfung (www.schoepfungstag.info) zugänglich und werden fortlaufend ergänzt.
Marc Witzenbacher
aus: Magnificat. Das Stundenbuch 09/2026, Verlag Butzon & Bercker, Kevelaer; www.magnificat.de In: Pfarrbriefservice.de
