Kastanienbraun ist sein kugeliger, halbrunder Hut. Eierschalenfarben sein weißer Stiel. Der Steinpilz. Der seinen Namen wegen seines festen Fleisches trägt. Manchmal, da wird er auch Herrenpilz oder Ständerpilz genannt. Seine Familie, seine Gattung sind die Dickröhrlinge.
Er wohnt in den Nadel-, Misch- und Laubwälder. Lebt unter der Erde. Als Mykorrhiza. Einem feinen, komplexen Geflecht mit den Bäumen. Den Fichten, Buchen, Kiefern, Eichen. Wächst als Frucht, als Pilz aus der Erde. Zwischen Juli und Oktober, von Spätsommer bis Herbst. Da ist seine Saison. Da ist er reif. Denn er wächst nur im Wald. Kultivieren, züchten, lässt er sich nicht.
Darum jetzt hinein in den Wald. Denn er will, muss gesammelt, geerntet werden. Mit einem offenen Korb. Da fühlt er sich wohl. Denn im Plastikbeutel verdirbt er schnell.
Leicht lässt er sich erkennen, bestimmen, wenn er herausgedreht wird, aus der Erde. Nicht abgeschnitten. Denn da ist der Gallenröhrling, der Bitterling. Der dem Steinpilz zum Verwechseln ähnlich sieht. Doch besonders bitter, ungenießbar schmeckt.
Zwei bis drei Tage lässt er sich danach aufbewahren, aufheben im Kühlschrank. Doch besonders gut schmeckt er, wenn er frisch ist. Dann möchte er mit einem Tuch, einer Pilzbürste, einem Küchenpapier gereinigt, saubergemacht werden. Oder kurz unter fließendem Wasser.
Und dann ab, hinein in die Pfanne. Denn aus ihm lässt sich eine hervorragende Gemüse-Steinpilzpfanne kochen, in der sich sein nussiger Geschmack voll entfaltet. Zwischen Paprika, Netzmelone, Fleischtomaten oder jungen Möhren.
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Dieser Beitrag stammt aus dem Magazin „der pilger“ und darf mit freundlicher Genehmigung über Pfarrbriefservice.de heruntergeladen werden.
