Unterschiedliche Schuhe, unterschiedliche Lebenswege – und doch gehen sie gemeinsam. Die Geschichten hinter den Plakatmotiven sollen zeigen, wie Caritas Generationen verbindet und Zusammenhalt entsteht.
Mit ihrer Jahreskampagne 2026 stellt die Caritas das Miteinander der Generationen in den Mittelpunkt. Unter dem Motto „Zusammen geht was. Caritas verbindet Generationen“ wirbt der Deutsche Caritasverband für eine Gesellschaft, in der Jung und Alt nicht als Konkurrenten um Ressourcen, sondern als Partner auftreten. Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa betonte zum Auftakt in Passau: „Die großen Herausforderungen unserer Zeit – vom Klimawandel bis zur Wahrung des sozialen Friedens – sind nur im Miteinander und Füreinander der Generationen zu bewältigen.“
Zentrales Symbol der Kampagne sind zwei Schuhe auf einem roten Schuhkarton. Diese stehen für die Wege, die Generationen gemeinsam gehen. Bundesweit sollen im Laufe des Jahres 10.000 solcher Schuhpaare an Begegnungsorten zu „Generationenpyramiden“ gestapelt werden, um die Kraft des Zusammenhalts sichtbar zu machen.
Vier Geschichten, die Generationen verbinden
Die Plakatmotive der Kampagne erzählen reale Geschichten aus der Arbeit der Caritas und zeigen, wie Brücken zwischen den Altersgruppen gebaut werden:
- Kunst verbindet (Passau): In der Kita St. Stephan begegnen sich Kinder und Senior-Künstler auf Augenhöhe. Beim gemeinsamen Gestalten von Plastiken und Bildern wird Kreativität zum Bindeglied: Die Älteren geben Erfahrung weiter, während die Jüngeren mit ihrer Unbefangenheit inspirieren.
- Sportliche Ziele (Schwerin): In einem Boxprojekt des Caritas-Stadtteiltreffs unterstützt der erfahrene Trainer Detlef Krause den jungen Geflüchteten Gol Agha Haddi auf seinem Weg zum Profiboxer. Hier zeigt sich, wie generationenübergreifendes Mentoring Disziplin, Halt und neue Lebensperspektiven vermittelt.
- Digital fit im Alter (Dortmund): Junge Ehrenamtliche von youngcaritas helfen Senioren in Smartphone-Sprechstunden, sich in der Welt von Apps und Chats zurechtzufinden. Dieses Motiv steht für den Abbau digitaler Barrieren und den gegenseitigen Respekt im digitalen Zeitalter.
- Solidarität weltweit (Afghanistan): Auch international verbindet die Caritas Generationen unter schwierigsten Bedingungen. Das Motiv zeigt, wie trotz restriktiver Bedingungen Hilfe für Frauen und Kinder organisiert wird, um Gesundheit und psychosoziale Unterstützung über Generationen hinweg zu sichern.
Sozialpolitischer Zusammenhalt
Flankierend fordert der Caritasverband einen starken Sozialstaat, der alle Generationen schützt. Die zentralen Forderungen umfassen die Reform der Sozialversicherungen, gleiche Bildungschancen für Kinder, die Schaffung von Begegnungsräumen im Quartier sowie eine nachhaltige Klimapolitik, die soziale Gerechtigkeit berücksichtigt.
Mit der Kampagne „Zusammen geht was“ möchte die Caritas ein Signal gegen die vermeintliche Spaltung und für die „Superkraft“ der Gemeinschaft setzen. Ziel ist es, Menschen aus ihren altershomogenen Blasen herauszuholen und Räume für echte Begegnung zu schaffen.
Weitere Informationen zur Kampagne sowie Materialien finden Sie unter: www.caritas.de/verbindet

