Das Cover
Das Leben besteht aus Veränderungen. Nichts bleibt, wie es ist. Manche Veränderungen sind unfreiwillig, etwa eine schwere Krankheit oder der Verlust des Arbeitsplatzes. Andere sind sehnlichst erwartet, wie zum Beispiel die Geburt eines Kindes. Doch egal, ob von außen auferlegt oder von innen gewollt: Veränderungen bedeuten neues Land und darin Wege, die man noch nie zuvor beschritten hat. Mit ihrem neuen Buch legen Melanie Wolfers und Andreas Knapp einen „Atlas der unbegangenen Wege“ vor. Die beiden Theologen nehmen regelmäßig Neuland unter die Füße. Aus ihrem reichen Erfahrungsschatz beschreiben sie in sieben Kapiteln die verschiedenen Phasen eines Wandlungsweges. Sie wollen Mut machen, in einem Veränderungsprozess nicht vorschnell aufzugeben oder sich vom Ziel abbringen zu lassen. Wandlung bedeutet, Gewohntes loszulassen, um Platz zu schaffen für Neues. Das reizt auf der einen Seite, auf der anderen Seite macht es Angst. Sich dieser Angst zu stellen und letztendlich den Kampf mit seinem eigenen Ego zu führen, dazu geben die beiden Autoren hilfreiche Hinweise. Denn Veränderung ist wertvoll. Sie hilft, als Person zu wachsen. Sie gleicht einer Reise zu sich selbst, wie es im Untertitel des Buches heißt. Dafür ist es nie zu spät, betonen die beiden Autoren.
Das Buch ist einfühlsam und klar geschrieben, ehrlich und ermutigend. Tagebuchauszüge geben Einblick in die Wandlungsprozesse der beiden Autoren. Reflexionsfragen und Platz für eigene Notizen runden jedes Kapitel ab. Damit das Buch zu einem Atlas der eigenen unbegangenen Wege werden kann.
Melanie Wolfers, Andreas Knapp: Atlas der unbegangenen Wege. Eine Reise zu dir selbst. Verlag: bene!, 2025. 224 Seiten, 24 Euro
Elfriede Klauer, In: Pfarrbriefservice.de

