Arbeitslosigkeit – Jeder Mensch ist wertvoll

Das Schwerpunktthema für Oktober 2007

am 07/02/2007 - 22:00  

„Gegen die öffentliche Meinung, die (arbeitslose) Menschen als wertlos abstempelt, will Gott, dass sein Volk die andere Botschaft laut ausspricht: Kein Mensch ist ohne Wert, jeder ist berufen. Deswegen muss Arbeitslosigkeit ein Thema in jeder christlichen Gemeinde sein. Wer als unnütz abgestempelt wird, muss hier erfahren können, dass er dabei ist, mitmachen kann, ja sogar bevorzugt ist, weil Gott ihn bevorzugt.“ Dieses leidenschaftliche Plädoyer für den Einsatz für arbeitslose Menschen stammt von Pater Martin Löwenstein SJ, der in Frankfurt am Main ein Projekt für Arbeitslose initiiert hat.

Die nachfolgenden Texte, Bilder und Linktipps möchten Sie dazu einladen, das Thema Arbeitslosigkeit auch zu einem Thema Ihres Pfarrbriefes zu machen. Vielleicht ist dies ein Anstoß für die Pfarrei, sich näher damit zu beschäftigen. Oder es gibt bereits Initiativen in Ihrer Pfarrei für arbeitslose Menschen, wie den Sachausschuss Berufs- und Arbeitswelt des Pfarrgemeinderates St. Otto in Herzogenaurach, der u.a. für die Homepage der Pfarrei den Leitfaden „Von Arbeitslosigkeit bedroht: Was man dagegen tun kann“ erstellt hat. Über solche Initiativen aus der eigenen Pfarrei in Wort und Bild zu berichten, bereichert den eigenen Pfarrbrief und dokumentiert das bunte und engagierte Leben der Pfarrei auch für Nicht-Kirchgänger.

    Bilder
    von

    Bundeszentrale für politische Bildung

    Wenn jemand entlassen wird, wird er oder sie arbeitslos. Für viele Menschen ist Arbeitslosigkeit eine schlimme Erfahrung. Sie haben das Gefühl, dass man sie nicht mehr braucht, obwohl sie noch arbeiten könnten und wollen.

    Fragen von Kindern und Jugendlichen zur Arbeitslosigkeit an die Redaktion von www.hanisauland.de

    von

    Bundeszentrale für politische Bildung

    Nini, 17:

    Mehr als 400 Firmenchefs beraten Arbeitssuchende kostenlos

    von

    Liborius Magazin, LiMa, Juli 2007

    Mehr als 400 Firmenchefs bundesweit beraten Arbeitssuchende kostenlos in dem Patenmodell „Arbeit durch Management“. Der Leiter der Initiative, Konrad Müller, würdigte das ehrenamtliche Engagement der so genannten Jobpaten.

    von

    Bruder Paulus Terwitte

    Der Begriff „Humankapital“ wurde unlängst zum Unwort des Jahres gekürt.

    von

    Pfarrgemeinderat St. Otto in Herzogenaurach

    Haben Sie den Eindruck von Arbeitslosigkeit bedroht zu sein,

    von

    Bayerisches Landesjugendamt

    Mit der Erwerbsarbeit wird nicht nur die Stellung innerhalb der Gesellschaft geregelt, sondern ebenso Einkommen, Selbstwertgefühl, soziale Kontakte, Freizeitgestaltung sowie Teilhabe an der Alterssicherung und Krankenversicherung.

    von

    Bruder Paulus Terwitte

    Die folgende Geschichte braucht eine Erläuterung. Franziskus und Leo waren Freunde. Ein Freund ist ja einer, dem man alles anvertrauen kann und der hinter den Worten, die man sich abringt, das sieht, was man eigentlich sagen will. Deswegen kann Franziskus hier auch sehr rätselhaft sprechen.

    von

    Bruder Paulus Terwitte

    Schon rein wirtschaftlich dürfen Männer, die aus Freude handeln, nicht aussterben. Was immer es an Geschichten von Veruntreuung und Vorteilnahme im Amt gibt – diese freudlosen Gestalten beschmutzen das Männerbild, dem ich folge.

    von

    Bruder Paulus Terwitte

    Der
    hat

    Familie
    Arbeit
    Wohnung
    Gesundheit
    Freunde

    gut
    lachen

    von

    Br. Paulus Terwitte

    Ich
    bin
    gefallen

    von

    Bruder Paulus Terwitte

    ich bin allein
    in meiner Welt

    Warum zauberst du Lachen
    nur auf die Gesichter der anderen

    Warum gibst Freude du
    nur in die Herzen der anderen

    vielleicht

    um mich
    fragend zu machen

    schreiend
    verzweifelt

    von

    Dr. Michael Schäfers

    Die Massenarbeitslosigkeit ist die größte Herausforderung für Wirtschaft, Gesellschaft und Politik. Es gibt zwar keine Patentrezepte, aber gegen die Arbeitslosigkeit kann etwas getan werden.

    von

    Pater Martin Löwenstein

    Die These, die wir mit der Luft einsaugen, die wir atmen, behauptet, dass wir in einer Leistungsgesellschaft leben: Wer viel leistet, verdient viel, wer wenig leistet, verdient wenig, und wer gar nichts (mehr) leistet, der ist halt arbeitslos. Aber das stimmt nicht.

    von

    Christian Sendtko

    Ich war vier Jahre arbeitslos. Natürlich habe ich mich beworben, aber es gab auch Phasen, da habe ich es nur getan, wenn das Arbeitsamt Druck machte. So eine Bewerbung ist ja immer eine Selbstanpreisung: Ich bin der Tollste.

    von

    Dr. Michael Schäfers

    1. Wir leben in einer Erwerbsarbeitsgesellschaft, die es hin zur „Tätigkeits-gesellschaft“ fortzuentwickeln gilt. Damit wird der Einsicht Rechnung getragen, dass auch zukünftig die menschliche Arbeit im Mittelpunkt der Überlegungen zu einem neuen Gesellschaftsmodell stehen muss.
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