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Geprüft: Pfarrbrief der Pfarreiengemeinschaft Neuburg St. Peter und Heilig Geist

Christine Cüppers
Pfarrbrief Neuburg Titelseite

© Pfarreiengemeinschaft Neuburg

Die Titelseite der Sommerausgabe des Pfarrbriefs in Neuburg

Dreimal im Jahr erscheint in Neuburg der Pfarrbrief. Im Advent und zu Ostern geht es laut Auskunft der Redaktion um Schwerpunktthemen. Zum Sommer erscheint die Ausgabe mit Rückblicken aus den sieben Einzelgemeinden. Meist kurze Texte und Fotos erinnern an Veranstaltungen und Aktivitäten seit Beginn des Kirchenjahres und werden ergänzt durch einige aktuelle und besonders lesenswerte Beiträge.

Sicher sind die Rückblicke auf Besonderes im Gemeindeleben wichtig und sollen auch Raum im Pfarrbrief finden. Ausgerechnet die Sommer-Ausgabe aber für die fast reine Rückschau zu nutzen, ist eher unklug. Haben nicht gerade im Urlaub die Menschen Zeit, auch den Pfarrbrief mal etwas genauer zu studieren? Und wie steht es um die Urlauber, die das Produkt in die Hände bekommen? Da muss neben vereinzelten Rückblicken vor allem Informatives, Lesenswertes, Aktuelles und unbedingt auch eine kleine Übersicht über die regelmäßigen Gottesdienste zu finden sein. Wo die Infos über Gottesdienstzeiten zu finden sind, erfährt der Leser in dieser Pfarrbrief-Ausgabe leider gar nicht.

Titelseite

Ein gelungenes Exemplar für eine Titelseite: Der Blick auf die Gewürzschälchen macht neugierig. Dem Leben Würze geben – wer will das nicht. Schon stellt sich die Frage, welche Anregungen die folgenden Seiten wohl bereithalten. Dazu gibt es gute Gedanken und Ausführungen im geistlichen Wort. Der Einstieg in den Pfarrbrief ist also geschafft. Schade, dass die Neugier dann durch die umfangreiche Rückschau auf zum Teil längst Vergangenes gleich wieder eingedämmt wird.

  • Pfarrbrief Neuburg gelungen S3

    © Pfarreiengemeinschaft Neuburg

    Bild 1

  • Pfarrbrief Neuburg gelungen S8

    © Pfarreiengemeinschaft Neuburg

    Bild 2

  • Pfarrbrief Neuburg gelungen S18

    © Pfarreiengemeinschaft Neuburg

    Bild 3

Gelungen

Bild 1: Pater Shenoy greift in seinem geistlichen Wort das Bild der Gewürzvielfalt seiner indischen Heimat auf und bringt es in Beziehung zum Leben in der Pfarreiengemeinschaft. Der Leser erfährt hier Interessantes über die indische Küche und bekommt darüber hinaus Anregungen für das eigene Leben und Verhalten in der Pfarrei. Ergänzt um das Bild des Textautors weiß man auch, wer hinter diesen Gedanken steckt.

Bild 2: Eine nette, originelle Idee ist diese Kurzpräsentation von vier Begegnungsmöglichkeiten in der Gemeinde. Wie durch ein Schlüsselloch schaut der Betrachter auf die Angebote. Und gleichzeitig können die Darstellungen als Spielfiguren interpretiert werden, die zum Mitmachen einladen. Schade nur, dass Schriftbild und unterlegtes Logo die tolle Grundkonzeption irritieren.

Bild 3: Lebendig, persönlich, informativ und interessant: Das Abschiedsinterview mit dem indischen Pater zeigt beispielhaft, welchen Leseanreiz diese vielfach im Pfarrbrief völlig unbeachtete Textgattung bietet. Hier wird nicht über den Geistlichen gesprochen, sondern er kommt selber zu Wort, erzählt von seinen Eindrücken und Erlebnissen. Gerade für solche Anlässe ist das Interview die ideale Textform.

Hinweis: Aus rechtlichen Gründen sind Gesichter von Personen auf den Fotos zum Teil unkenntlich gemacht.

  • Pfarrbrief Neuburg ausbaufährig S11

    © Pfarreiengemeinschaft Neuburg

    Bild 4

  • Pfarrbrief Neuburg ausbaufähig S12

    © Pfarreiengemeinschaft Neuburg

    Bild 5

  • Pfarrbrief Neuburg ausbaufähig S23

    © Pfarreiengemeinschaft Neuburg

    Bild 6

Ausbaufähig

Bild 4: Rückblick in Text und Bild ist in der Regel durchaus sinnvoll und ansprechend. Allerdings nur, wenn vor allem die Fotos ihre eigene Aussagekraft haben. Auf dieser Seite sind zu viele „Wimmelbilder“ untergebracht. Dunkel und voller Rücken-Ansichten lassen sie kaum erkennen, was zu sehen sein soll. Nur zwei Fotos, dafür größer gedruckt hätten ihre Aufgabe besser erfüllt.

Bild 5: Auch hier stört die verwirrende Optik die Aussagekraft von Text und Bild. Statt den winzigen Bildchen noch einen Rahmen zu geben und sie in drei unterschiedlichen Varianten auf die Seite zu werfen, wäre je ein Foto zum Text eine gute bildliche Ergänzung gewesen. Das verlorene Nötchen trägt ebenfalls wenig zur Erhellung bei, ist unnötiges Füllsel.

Bild 6: Das dritte Beispiel für eine völlig überfüllte Pfarrbriefseite: So lobenswert es ja ist, dass die aktiven Frauen vom Frauenbund sich das ganze Jahr über engagieren und mit vielen Aktivitäten zur Linderung von Notlagen beitragen – dieser Rückblick ist entschieden zu voll. Durch das Bilder-Getümmel, in dem kaum etwas zu erkennen ist, gehen die Informationen über die Frauen und ihre Projekte völlig unter.

Hinweis: Aus rechtlichen Gründen sind Gesichter von Personen auf den Fotos zum Teil unkenntlich gemacht.

Allgemeine Informationen:

  • Erscheinungsweise: dreimal pro Jahr zu Ostern, im Sommer und zum Advent
  • Auflage: 2000 Exemplare
  • Umfang: 32 Seiten
  • Format: DIN A 5
  • Verteilung: durch ehrenamtliche Helfer kostenlos an alle katholischen Haushalte in den fünf
  • Gemeinden
  • Kontakt zur Redaktion: Pfarreiengemeinschaft Neuburg St. Peter und Heilig Geist, Hirschenstraße C 156, 86633 Neuburg an der Donau, E-Mail: pg.stpeterundhlgeist.neuburg@bistum-augsburg.de.
Geschrieben von: 
Logo des Pfarrbrief-Checks von Pfarrbriefservice.de

Möchten auch Sie eine wohlwollend-kritische Besprechung Ihres Pfarrbriefes? Die beiden Journalistinnen Christine Cüppers und Ingrid Fusenig nehmen Pfarrbriefe unter die Lupe. Wer diesen kostenfreien Service von Pfarrbriefservice.de nutzen möchte, schickt am besten sowohl eine pdf-Datei des Pfarrbriefs an elfriede.klauer@pfarrbriefservice.de als auch die gedruckte Version per Post an Pfarrbriefservice.de, Team Pfarrbrief-Check, Haus Sankt Bruno, Promenade 37, 97437 Haßfurt. Jede Pfarrbriefredaktion erhält einen kostenfreien schriftlichen Prüfbericht, ausgewählte Beispiele werden nach Absprache online besprochen.

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