Störergrafik 15 Jahre - 15 Tipps

15 Tipps für Ihren Pfarrbrief

Zum 15-jährigen Bestehen von Pfarrbriefservice.de erhalten alle Redaktionen ein Geschenk. Die Broschüre „15 Tipps für Ihren Pfarrbrief“ gibt 15 Impulse zu Fragen, die Redaktionen am häufigsten stellen. Sie gibt Anregungen, den eigenen Pfarrbrief weiterzuentwickeln. Neben der Printfassung gibt es die Broschüre auch online: Entweder als PDF zum Download oder als Online-Fragebogen zum Ausfüllen.

16 Tipps für spannende Texte

Schreiben einer Postkarte

© Peter Weidemann

Im Vordergrund steht der Leser; denn für ihn schreiben Sie.

„Artikel schreiben kann ich nicht! Das habe ich schon in der Schule nicht gekonnt!“ Keine Angst: Artikel schreiben ist keine Hexerei sondern zuallererst eine Frage des Handwerks und der Einstellung zum Leser.

Im Vordergrund steht der Leser; denn für ihn schreiben Sie. Ihr Text ist eine Dienstleistung, ein Angebot für den Leser. Er kann es annehmen … oder ablehnen, wenn es ihn nicht interessiert! Ihr Leser entscheidet letztlich über Inhalt und Form! Denn: was Ihr „Leser“ nicht liest, brauchen Sie erst gar nicht zu schreiben.

Wenn Sie die folgenden Regeln beim Schreiben berücksichtigen, kann eigentlich nichts mehr schief gehen!

1. Sechs „W“! - die gute Nachricht

Beantworten Sie in Nachrichten und Berichten die folgenden sechs W-Fragen. Die Reihenfolge hängt ab von deren Wichtigkeit. Das Wichtigste (für die Leser) kommt zuerst!

  • Wer
  • Wann
  • Was
  • Wo
  • Wie
  • Warum

2. Artikelaufbau

  • Fassen Sie zunächst in einem oder wenigen Sätzen die gesamte Meldung zusammen!
  • Stellen Sie dann nähere Einzelheiten vor!
  • Schreiben Sie erst danach weitere Informationen!
  • Bauen Sie Artikel nur dann in der zeitlichen Reihenfolge auf, wenn sie sonst nicht verständlich sind.

3. Die Sprache

  • Wählen Sie einfache und treffende Worte! Vermeiden Sie möglichst Fremdwörter!
  • Orientieren Sie sich an der Alltagssprache (nicht Umgangs- oder Gossensprache), z.B.: schreiben Sie Messe statt Eucharistiefeier
  • Verwenden Sie möglichst viele Verben. (Falsch wäre: Die Verwendung von Verben ist besser!)
  • Geben Sie Aussagen, die Meinung enthalten, in direkter oder indirekter Rede wider.

4. Satzlänge

Mehrere kurze Sätze verstehen die Leser leichter. Lange Sätze setzen die Verständlichkeit erheblich herab! Damit sinkt die Motivation, weiter zu lesen. (Dies sind 21 Wörter in 3 Sätzen!)

… statt: Mehrere kurze Sätze verstehen die Leser und Leserinnen einfacher und damit besser als Sätze mit vielen Wörtern und Nebensätzen, die zwar richtig sind, aber die Verständlichkeit erheblich herabsetzen und so die Aufmerksamkeit und die Motivation des Lesens senken. (38 Wörter/1 Satz)

Vermeiden Sie deshalb Sätze mit mehr als 15 Wörtern!

5. Passiv heißt erleiden!

Benutzen Sie das Passiv nur, wenn es wirklich um „Leiden“ geht. Formulieren Sie sonst aktiv! Im Aktiv! Und im Präsens! … oder im Perfekt!

Statt: „Der neue Pfarrgemeinderat wurde gewählt.“ besser: „Die Katholiken von St. XY haben einen neuen Pfarrgemeinderat gewählt.“

6. Länge der Artikel

Viele kurze Meldungen und Beiträge sind besser als wenige lange.

Die Leser haben genau wie Sie wenig Zeit! Berücksichtigen Sie deshalb die 3 K: kurz, klar, konkret. Schreiben Sie lieber viele kurze Artikel zielgruppengerichtet!

Gliedern sie einen längeren Artikel mit Zwischenüberschriften!

7. Briefträger beißt Hund

Wählen Sie für die Überschrift das Besondere und Außergewöhnliche, um Aufmerksamkeit zu erregen!

Stellen Sie Inhalte statt Formalia dar. Statt: „Ferienlager der Jugend“ besser: „Messe im Matsch“, falls es beim Gottesdienst im Zeltlager fürchterlich geregnet hat. Suchen Sie also in Ihrem Artikel Neugierig machendes, Provozierendes, Komisches, Gegensätzliches oder Unerwartetes.

8. Vergessen Sie Ihre gute Erziehung!

Der steigernde Aufsatz Ihres Deutschlehrers ist hier nicht gefragt!

  • Auch nicht die „vornehme“ Zurückhaltung!
  • Fallen Sie mit der Tür ins Haus! Erregen Sie Neu Gier!
  • Das Wichtigste immer zuerst!

… aber nicht nur bei Artikeln. Auch bei Geburtstags-Glückwünschen, d.h. zuerst der Name, dann das Alter und dann erst das Datum.

9. Abk.

Verwenden Sie keine Abkürzungen (Abk.)! Schreiben Sie die Wörter aus.

… oder schreiben Sie das Kürzel beim ersten Mal aus und fügen Sie die Abkürzung hinzu: Pfarrgemeinderat (PGR)

10. Namen sind Nachrichten

Nennen Sie viele Namen! Diese Menschen lesen auf jeden Fall den Artikel … und ihre Freunde, Bekannten!

Bei der ersten Nennung auf jeden Fall mit Vornamen: „Erwin Müller“. In Artikeln gibt es übrigens keine Herren! Also: In der Begrüßung sagte Müller (nicht Herr Müller): " …

Überprüfen Sie die richtige Schreibweise des Namens! Immer! Notfalls nachfragen!

11. Fakten – Fakten – Fakten

Schreiben Sie nur das, was Sie selbst verstehen. Sonst versteht es auch der Leser nicht.

Schreiben Sie nur, was Sie auch belegen können! „In der Pfarre hält sich hartnäckig das Gerücht, dass …“ ist ein Grenzfall!

12. Zeigen Sie Größe!

Ziehen Sie Vergleiche!

Beispiel: „Das Ergebnis der Jugendkollekte beträgt 1.060 Euro. Im vergangenen Jahr ging fast nur die Hälfte der Gelder ein. Damit ist die Romfahrt der Messdiener gesichert.“

13. … das ist schon bekannt …

Setzen sie beim Leser nicht zu viel voraus!

Stellen Sie lieber einen Zusammenhang erneut kurz dar! Bringen sie die Leser auf den gleichen Informationsstand!

14. Bringen Sie sich in Schreib-Stimmung!

Stellen Sie sich eine Ihnen bekannte Person der Zielgruppe vor!

Lesen Sie in einer Zeitung, die auch diese Person liest! Kopieren Sie den Stil der Zeitungs-Schreibe!

15. Rächtsschreibung

Vermeidn sie Tip- udn Reechtschreifheler

Setzen Sie, die Satzzeichen richtig? Lassen Sie jemand anderen Korrektur lesen, wenn sie die Texte gut kennen!

Denn: Sie lesen als Autor das, was Sie lesen wollen! … und nicht das, was Sie geschrieben haben!

16. Verstehen andere die Texte?

Lassen Sie Ihre Beiträge auch inhaltlich und stilistisch von jemandem gegenlesen! Korrigieren Sie Unklarheiten! Beseitigen Sie stilistische Fehler!

Wir wünschen Ihnen viel Freude und Erfolg beim Schreiben!!!

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