Kapitel 4.1

Ein Pfarrbrief kann überzeugen durch seine Vielfalt, was die Themen betrifft, aber interessant wird er auch durch unterschiedliche Rubriken und Stilformen, die zum Tragen kommen. Es gibt viele Möglichkeiten die Botschaft lesenswert zu verpacken. Dazu gehören u.a. das Editorial, der Bericht, die Nachricht, die Glosse, der Kommentar und das Interview. Besondere Seiten gibt es bspw. für Leserbriefe, Kinder, Geburtstage und Jubiläen.

 

Miteinander lachen

Sympathieträger für einen Pfarrbrief ist eine gut gestaltete Humorseite. Sie zeigt dem Leser, dass es auch in der Kirche nicht bierernst vor sich geht. Und wo Menschen miteinander lachen können, ist man gerne dabei. Oft wird die Humorseite, auch wenn sie ganz hinten im Pfarrbrief platziert ist, als erste gelesen. In die Rubrik für die Lachmuskeln gehören spritzige Cartoons genauso wie kurze Witze. Möglichst aus dem kirchlichen Bereich, denn es kommt beim Leser gut an, wenn Christen auch über sich selbst lachen können.

Eine Seite für Kinder

Nicht vergessen werden dürfen Kinder im Pfarrbrief. Eine Rubrik für die jüngsten Gemeindemitglieder ist wichtig, da sie die Kirche (und Pfarrbriefleser) von morgen sind. Sie dürfen und sollen auch im Pfarrbrief spüren, dass es in der Kirche einen Platz für sie gibt. Außerdem öffnen Kinder der Gemeinde den Weg zur Gruppe junger Familien, die sich nur selten richtig heimisch in der Kirche fühlen. In vielen Pfarrbriefen fehlt solch eine Kinderseite, weil es gar nicht so leicht ist, diese Rubrik gut zu gestalten. Dabei darf sich eine Kinderseite bereits optisch ruhig vom übrigen Pfarrbrief unterscheiden. Und auch inhaltlich aus dem Rahmen fallen. Sehr anspruchsvoll ist es, katechetische Elemente in flotter, altersgemäßer Form anzubieten: Kurze Geschichten, Rätsel, ein Comic ... Oder die Kinder selbst zu Wort kommen zu lassen. In jeder Ausgabe schreibt ein Kind über ein Ereignis in der Gemeinde: Pfarrfest, Kinderbibeltag, Osterliturgie, Sommerfreizeit ... Kinder wissen oft am besten, worauf es Kindern beim Lesen ankommt, und berichten aus einer eigenen Perspektive. Ihr Text wird dann natürlich im Original-Schriftbild abgedruckt.

Attraktiv sein auch für Jugendliche

Mindestens genauso schwierig wie eine gute Kinderseite ist eine attraktive Jugendseite. Doch den Jugendlichen muss der Pfarrbrief ebenso wie den Kindern signalisieren, dass sie in der Gemeinde vorkommen. Auch hier kann es hilfreich sein, Jugendliche selbst als Autoren für den Pfarrbrief zu gewinnen, da sie eine eigene Sprache sprechen, die Erwachsene niemals treffen werden. Oder die Pfarrbrief-Redaktion macht sich auf die Suche nach Glaubensspuren in der Jugendkultur und veröffentlicht sie als authentische Zeugnisse im Pfarrbrief. Plötzlich finden die jungen Leser Auszüge aus dem Song „Credo" („Salve Deum Kyrie eleison") der Sängerin Jennifer Rush. Oder eine Passage des Hits „One of us" („Wenn Gott einer von uns wäre") von Joane Osborne. Dadurch baut der Pfarrbrief eine Brücke zu dieser von der Kirche nicht gerade verwöhnten Gruppe.

„Weißt Du noch, damals ..."

Dankbare Leser findet auch eine Rubrik, die sich mit der Geschichte der Gemeinde beschäftigt. Bestimmt gibt es ein Gemeindemitglied mit historischem Interesse, das etwas über das Gemeindeleben vergangener Jahrhunderte schreiben kann. Oder der Pfarrbrief ruft Senioren auf, einen Beitrag für die Rubrik „Weißt Du noch ..." zu schreiben, die etwas aus dem Gemeindeleben vergangener Jahrzehnte erzählt. Gerade wenn der Rückblick sich mit einem Zeitraum befasst, den andere Gemeindemitglieder noch miterlebt haben, werden sich ältere Leser gerne erinnern. Doch auch hier ist Vorsicht geboten. Bitte keine verklärenden Rückblicke auf die gute alte Zeit, als die (Kirchen-) Welt noch in Ordnung war. Besser sind kurze, lustige Anekdoten.

Dem Volk aufs Maul geschaut

Ein Artikel in Mundart passt ebenfalls in den Pfarrbrief. Gerade wenn er humorvoll geschrieben ist und eine lokale Begebenheit aufspickt. Dialekt wirkt auf die Leser, die ihn beherrschen, sehr vertraut - fast schon familiär. Der Pfarrbrief gewinnt so an Wärme und Lokalbezug. Doch darf man nicht vergessen, dass manche Mundart oft nur noch von älteren Gemeindemitgliedern gesprochen wird.

 

 

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