Festtagung in Würzburg am 21. September 2012

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Bischof Dr. Gebhard Fürst, der Vorsitzende der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz

"Erfolgsmodell", "Langstreckenläufer auf Goldkurs", "soziales Netzwerk", "unentbehrliches Portal für die Basiskommunikation": Die Redner der Festveranstaltung - Bischof Dr. Gebhard Fürst, der Vorsitzende der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz, Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand vom gastgebenden Bistum Würzburg und Prof. Dr. Hildegard Wustmans von der Katholisch-Theologischen Universität Linz – lobten das Engagement und die Arbeit von Pfarrbriefservice.de.

Doch nicht nur das Internetportal und die daran Beteiligten standen im Mittelpunkt. Es war auch ein Festakt zur Würdigung der Pfarrbriefarbeit, die im gesamten deutschsprachigen Raum von vielen, meist ehrenamtlichen Redakteurinnen und Redakteuren mit viel Herzblut geleistet wird. Ihnen wie allen Medienschaffenden der katholischen Kirche gab Professorin Wustmans in ihrem Grundsatzreferat mit auf den Weg: „Entwickeln Sie neue Ideen, riskieren Sie etwas, probieren Sie aus, um mit potentiellen ‚Kunden’ in Kontakt zu kommen“.

Die einzelnen Beiträge der Festredner können Sie hier nachlesen:

Die Festtagung in (bewegten) Bildern

  • Bilder (zum Abdruck mit Nennung des Autoren und der Quelle Pfarrbriefservice.de freigegeben)

10 Jahre Pfarrbriefservice:
Ein Portraitvideo zum Jubiläum
Autor: Christian Beyer

10 Jahre Pfarrbriefservice:
Bericht von der Festtagung am 21.9.2012
Autor: Christian Beyer

Podiumsgespräch mit Johannes Simon und
Michael Bogedain
Moderator Frank Breitenstein
Kamera: Christian Beyer

Die Festtagung in der bundesweiten Presseberichterstattung:

> Zum Pressespiegel

Weitere Materialien für Medienvertreter zur freien Verwendung

Downloads: 

von Bischof Dr. Gebhard Fürst, Vorsitzender der Publizistischen Kommission
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Grußwort des Vorsitzenden der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz Bischof Dr. Gebhard Fürst anlässlich des Jubiläums 10 Jahre Pfarrbriefservice.de am 21. September 2012 in Würzburg [Sperrfrist bis 21.9.2012 17 Uhr – Es gilt das gesprochene Wort]

Lieber Mitbruder, verehrte Frau Prof. Dr. Wustmans, sehr geehrter Herr Simon, verehrte Redakteurinnen und Redakteure von pfarrbriefservice.de, sehr geehrte Damen und Herren!

Ich freue mich sehr, heute mit Ihnen allen das zehnjährige Bestehen von Pfarrbriefservice.de zu feiern. Als Vorsitzender der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz, und auch persönlich, gratuliere ich Ihnen sehr herzlich. Dieses Jubiläum ist Anlass für großen Dank und Anerkennung.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

betrachtet man die Entwicklungen und Innovationen in der Medienlandschaft in den letzten Jahren, sieht man erstaunliche Entwicklungen. Besonders die Digitalisierung ändert Kommunikationswege und mediale Zugänge. Unser Verständnis von Medien hat sich gewandelt und unsere Möglichkeiten der Kommunikation werden heute zunehmend digital. Wir sind mehr und mehr online. 

Das Internet setzt neue Maßstäbe. Es ist zu einem Meta-Medium geworden. Es bringt die bisher getrennten Mediensegmente zusammen und vernetzt sie, ist selbst Medium, gleichzeitig aber auch Ort anderer Medien. Dabei integriert und verbindet das Internet Wort, Bild und Ton. Informationen werden über verschiedenste Kanäle abrufbar gemacht. Es gibt kein „entweder oder“ mehr, sondern ein „sowohl als auch“. Das Internet als großes Forum, in dem Kontakte geknüpft, Informationen ausgetauscht, gemeinsam gearbeitet und gelernt werden kann, fordert Medienschaffende wie auch Nutzer heraus. Vernetzung und Synergie scheinen die Schlagworte dieser Zeit. Es gilt, Kompetenzen zu bündeln und crossmedial zu arbeiten. Dabei ermöglicht das Internet Kontakt und Zusammenarbeit unabhängig von Zeit und Ort.

 Diesen Herausforderungen und Chancen muss sich die Kirche stellen. Sie muss das Forum Internet nutzten und in dessen Umgebung sinnvoll und wertvoll handeln, denn sie hat eine sinn-volle und wert-volle Botschaft. Betrachtet man die Entwicklung im kirchlichen Medienengagement in den letzten Jahren, sieht man, dass viele Aufbrüche geschehen sind und noch geschehen. Die Kernfrage, wie Kirche sich in der Öffentlichkeit zeigt und wie sie sich zu ihr verhalten soll, ist ein ständiger Begleiter unserer Arbeit. Viele Grundfragen müssen wir uns immer wieder neu stellen. Wie sehen und hören die Menschen uns, wie nehmen sie uns wahr und welchen Zugang gewinnen wir zu ihnen? Wie muss Kirche sich in diesen veränderten Räumen aufstellen, welche neuen Ideen müssen wir verfolgen und welchen Aufgaben müssen wir uns stellen?

Ihnen als Medienschaffende ist klar, dass die Medienarbeit kein Randbereich kirchlicher Aktivitäten ist. Sie ist mehr als nur Mittel zum Zweck. Sie ist immer auch Verkündigung und damit einer der Mittelpunkte unseres kirchlichen Auftrags. Kommunikation ist Wesen und Auftrag der Kirche.

Dabei geht es um mehr als nur ein einseitiges Verhältnis, in dem Kirche mit Hilfe der Medien ihre Botschaft in die Welt entlässt. Die Pastoralinstruktion „Communio et Progressio“ formuliert es wie folgt: Die Medien „helfen der Kirche, sich der heutigen Welt verständlich zu machen; sie fördern das innerkirchliche Gespräch; schließlich vermitteln sie der Kirche das Verständnis für die Mentalität und die Menschen unserer Zeit, denen sie auf Gottes Geheiß die Botschaft vom Heil bringen soll.“ (CeP, 125). Auf den ersten Blick scheint in der heute so schnelllebigen Medienwelt, in der die Halbwertszeit von Informationen immer geringer wird, ein Schrift zur Aufgabe der Medien innerhalb der Kirche von 1971 nicht mehr beachtenswert, ja beinahe lächerlich. Doch „Communio et Progressio“ hat in diesem Zusammenhang nichts von ihrer Aktualität eingebüßt. Sie unterstreicht deutlich das Wechselspiel und die tiefe Verbindung von Kirche- Medien und Mensch.

Es muss uns also darum gehen, Vermittler des Glaubens zu sein und ihn verständlich zu verkünden. Der Glaube soll für die Menschen „anschlussfähig“ bleiben. Folgen wir „Communio et Progressio“ weiter, so sollen Medien auch das innerkirchliche Gespräch fördern. Sie sollen das aufgreifen und wiedergeben, was die Gemeinden und die Menschen bewegt, was sie beschäftigt, worüber sie sich freuen, wofür sie dankbar sind und auch worum sie Sorge oder Angst haben. Hier müssen wir, nehmen wir uns die Angebote von pfarrbriefservice.de als Vorbild, mehr als nur reine Informationen vermitteln. Es geht genauso um Anstöße. Es muss immer auch Platz sein für Bilder und Texte, die zum Anhalten einladen, die stutzig und nachdenklich machen, die schmunzeln lassen. Als ihren dritten Aspekt sieht die Pastoralinstruktion die Kirche nicht nur als Sender, sondern ebenso als Empfänger. Die Medien sollen der Kirche ein Bild der Zeit und der Menschen liefern. Um adressatenbezogen arbeiten zu können und verstanden zu werden, muss die Kirche die medialen und damit auch gesellschaftlichen Veränderungen lesen können und in und mit ihnen handeln können.

Bereits dieser kleine Exkurs, meine sehr geehrten Damen und Herren, macht deutlich, wie komplex, wie wandelbar aber auch wie spannend das Thema Medien in der kirchlichen Arbeit ist. Sie als Medienmacher haben eine große Aufgabe. Sie stehen immer wieder vor Veränderungen und Herausforderungen, jedoch auch vor großen Chancen.

2002 haben die Initiatoren von pfarrbriefservice.de diese Chancen gesehen, und sie genutzt. Sie sind mit den sieben (Erz-)Bistümern Aachen, Bamberg, Eichstätt, Limburg, Mainz, Paderborn und Würzburg in Zusammenarbeit mit dem Bereich Kirche und Gesellschaft im Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz gestartet, um die Weiterbildung und Professionalisierung derjenigen zur fördern, die in den Gemeinden die Pfarrbriefe gestalten und konzipieren. Mittlerweile hat sich ihr Arbeitsbereich mehr als verdreifacht und Sie haben insgesamt 23 (Erz-)Bistümer aus Deutschland und Luxemburg vernetzten können. Doch Sie haben nicht nur in die Bistümer ihre sprichwörtlichen Fühler ausgestreckt. Besucht man Ihre Homepage wird schnell klar, das dieses Netzwerk größer ist und mehr bietet, als es auf ein erstes Hören vermuten lässt. Sie arbeiten professionell mit kirchlichen Hilfswerken wie dem Bonifatiuswerk, Misereor, Renovabis und Adveniat zusammen. Die Hilfswerke können über Ihre Plattform Materialien und Informationen kommunizieren und erreichen so über die Pfarrbriefe einen konkurrenzlosen Verteiler direkt in die Gemeinden. Außerdem finden sich bei Ihnen stets aktuelle religiöse Buchtipps der beiden Büchereiverbände Borromäusverein und Sankt Michaelsbund.

Pfarrbriefservice.de bündelt und nutzt die unterschiedlichen und vielfältigen Kompetenzen und Erfahrungen. Es bietet ein Forum für Austausch, Hilfe und Weiterbildung. Über den „direkten Draht“ sind seine Nutzer jeden Monat mit einem Mitarbeiter unmittelbar verbunden, können Fragen stellen und bekommen stets schnelle und freundliche Hilfe. Viele Pfarrbriefmacherinnen und Pfarrbriefmacher können sich auf Ihre Unterstützung, Ihre Fotos und Texte, Ihre Kreativität und Ihre Ideen verlassen.

Ruft man sich meine eingehenden Worte zum medialen Wandel und zur zunehmenden Digitalisierung der Mediengesellschaft noch einmal ins Gedächtnis, drängt sich jedoch die Frage auf, ob Ihre viele Mühe und Ihre leidenschaftliche Arbeit überhaupt noch notwenig sind. Lohnt sich ein gedruckter Pfarrbrief in Zeiten von Internet und Google noch, oder ist er ein überflüssiges Relikt, welches mehr und mehr ausstirbt? Ist nicht digital zu sein das neue Maß aller Dinge?

Hier gilt es, energisch zu widersprechen. Allein schon die bloßen Zahlen lassen die gerade gestellten Fragen und Sorgen verblassen. Die Pfarrbriefe in Deutschland haben eine Gesamtauflage von 6.750.000 Exemplaren und 64 von 100 Katholiken lesen die durchschnittlich 20 Seiten starken Pfarrbriefe. Allein diese Zahlen zeigen die Stärke des Pfarrbriefs. Er kommt direkt aus der Gemeinde und erreicht ebendiese in konkurrenzloser und unmittelbarer Weise. Der Pfarrbrief führt mitnichten ein Schattendasein. In seiner gedruckten, wie auch digitalen Form, ist er nach wie vor ein zentrales Informationsorgan jeder Gemeinde. Orientiert man sich am Gemeindeverständnis des Zweiten Vatikanischen Konzils, gilt der Pfarrbrief als „Runder Tisch“ für die Gruppen, Vereine und Verbände in den Pfarrgemeinden. Er lädt die Menschen zu den Gottesdiensten und den vielfältigen Veranstaltungen und Treffen in der Gemeinde ein.

Hier wird auch eine weitere Dimension der Pfarrbriefarbeit deutlich: Die Seelsorge. Denn der Pfarrbrief ist für die Gemeinden mehr als nur reine Information. Durch seine unterschiedlichen auch besinnlichen Texte und Bilder, fördert er die Auseinandersetzung mit Fragen des Glaubens und vertieft die persönliche Beziehung zu Gott. Er ist das Basismedium für die Katholiken vor Ort, das alle erreicht und ist damit für die religiöse und kirchliche Kommunikation grundlegend. Der Pfarrbrief ist im höchsten Maß identitätsstiftend und verbindet die Menschen.

Diese Verbindung zu schaffen ist prioritäres Ziel des Pfarrbriefes, so schreibt es auch das Grundlagenpapier zur Pfarrbriefarbeit der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz von 1995. Der Pfarrbrief soll eine Brücke von Mensch zu Mensch sein.

Sie, liebe Redakteurinnen und Redakteure, helfen beim Bau dieser Brücke. Sie stellen die Materialien, inspirieren mit Texten und Bildern, helfen, wenn die Arbeit einmal stecken bleibt. Für die vielen Pfarrbriefmacherinnen und Pfarrbriefmacher in den Diözesen sind sie ein Begleiter, auf den sie stets zählen können. Ich darf Ihnen versichern, dass sich dessen nicht nur meine Mitbrüder und ich in der Publizistischen Kommission bewusst sind, sondern dass die gesamte Deutsche Bischofskonferenz um die zentrale Rolle der Pfarrbriefe weiß.

Denn Sie erfüllen mit ihrer Arbeit genau das, wovon ich zu Beginn gesprochen habe. Sie vernetzten. Sie sind online, bringen Menschen zusammen, bündeln Informationen und Kompetenzen, stellen Ihre kreativen Ideen zur Verfügung. Mit Ihrem Projekt haben Sie die sprichwörtlichen Zeichen der Zeit erkannt, sind nicht vor Ihnen erstarrt, sondern haben gehandelt. Sie sind initiativ und aktiv geworden und haben mit großem persönlichem Engagement pfarrbriefservice.de gegründet.

2007 habe ich pfarrbriefservice.de einmal als Langstreckenläufer bezeichnet, dessen Potential früh von Ihnen, sehr verehrter Herr Simon, entdeckt wurde. Bitte gestatten Sie mir, diese Sportmetapher im Jahr der Olympischen Spiele nochmals kurz aufgreifen zu dürfen. Dieser Langstreckenläufer ging 2002 mit Talent, Ehrgeiz, Ausdauer, Teamfähigkeit und Professionalität ans Werk und durfte schnell eine immer größer werdende Fangemeinde sein eigen nennen. Die Mannschaft, die hinter pfarrbriefservice.de steht, trainiert Ihren Läufer ausdauernd und immer auf der Suche nach Verbesserungen und neuen Ideen. Bei aller Arbeit vergisst sie jedoch nie den direkteren Draht zu Ihrer Fangemeinde.

Die Zeiten der Probeläufe sind für Sie lange vorbei. Im medialen Rennen treten Sie bundesweit zu Recht selbstbewusst auf. Die Ideen und Projekte der Zukunft fest im Blick, arbeiten Sie am langfristigen Erfolg Ihres Läufers.

Wir alle als Ihre Fans und Freunde, und damit meine ich nicht nur die Freunde auf Ihrer Facebook- Seite, glauben fest an den weiteren Erfolg von pfarrbriefservice.de und sehen Sie klar auf Gold-Kurs.

Ich möchte Sie, verehrte Redakteurinnen und Redakteure von Pfarrbriefservice.de, bestärken, Ihren bisher eingeschlagenen Weg weiterhin so verantwortungsvoll und motiviert zu gehen. Ich danke Ihnen für ihr großes Engagement. Seien Sie weiter so kreativ und voller Ideen.

Mein besonderer Dank gilt Ihnen, Herr Simon, und Ihnen, Herr Bogedain. Behalten Sie Ihre Überzeugung und Ihr Herzblut für die Belange von pfarrbriefservice.de.

Sie, Herr Simon, haben sich von Beginn an mit sehr großem persönlichen Einsatz für dieses Medium stark gemacht und daraus gemeinsam mit Ihrem Team ein Erfolgsmodell werden lassen, das in der überdiözesanen Medienarbeit einen festen Platz eingenommen hat.

Für alle zukünftigen Aufgaben und Herausforderungen wünsche ich Ihnen allen gutes Gelingen und Gottes reichen Segen!

Beenden möchte ich meine Worte ganz praktisch und mit Ihrer direkten Unterstützung. Ich habe aus der Textdatenbank von pfarrbriefservice.de ein Gedicht von Klaus Jäkel ausgewählt, welches, einer kleinen Suche im Internet zufolge, schon in vielen Pfarrbriefen genutzt und abgedruckt wurde. Wie Sie sehen, wird Ihr Angebot nicht nur von Pfarrbriefmacherinnen und Pfarrbriefmachern gerne genutzt.

Auch wenn Sie, liebes Team von pfarrbriefservice.de, diesen Text kennen, nehmen Sie sich ihn zu Herzen und vergessen Sie nicht, sich zwischen Monatsthema, Fortbildung und direktem Draht immer wieder auch etwas Ruhe und Zeit zu gönnen.

Von Zeit zu Zeit

sich
einmal
aus-spannen
weit ausstrecken
zwischen Himmel und Erde
da sein und träumen

Stille
atmen

Ruhe
hören

Schweigen
zu Wort
kommen
lassen

von Zeit zu Zeit

von Prof. Dr. Hildegard Wustmans, Linz
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Univ.-Prof. Dr. Hildegard Wustmans, Institut für Pastoraltheologie und Gesellschaftslehre, A-4020 Linz

Pfarrbrief und Öffentlichkeitsarbeit in den Pfarrgemeinden 2020: Chancen und Herausforderungen für die Kommunikation im Netzwerk pastoraler Orte

(Festakt anlässlich des 10jährigen Bestehens der Internetplattform Pfarrbriefservice.de, Würzburg 21. September 2012)

Wer feiert unterbricht den Alltag. Aber bis es soweit ist, gilt es sich über den Anlass zu vergewissern. Wenn man die Lage der Katholischen Kirche im deutschsprachigen Raum allgemein ansieht, dann kann man auch auf den Gedanken kommen, dass es gegenwärtig kaum einen Grund für große Feste gibt. [1] Ich denke, dass Sie das gewiss auch bewogen und Sie sich gefragt haben, ob das Jubiläum wirklich ein Grund für eine Feier ist? Nachfolgend werden Sie sich mit der Frage befasst haben, in welchem Rahmen und mit welchen Gästen gefeiert werden soll?

Die zahlreichen Gäste bestätigen ihre Annahme. Es gibt es etwas zu feiern und man ist gerne gekommen. Dieser Festakt bietet den Rahmen, auf 10 Jahre Netzwerkarbeit im Bereich Öffentlichkeitsarbeit von (Erz)Bistümern zu schauen und zugleich danach zu fragen, unter welchen Gesichtspunkten es weitergehen soll. Ich möchte Ihnen im Rahmen des Vortrages meine Außenperspektive als Resonanz anbieten.

Mein Referat ist in drei Punkte gegliedert. Zunächst will ich den Blick auf die Ausgangslage in den Bereichen Gemeinden und Öffentlichkeitsarbeit richten. Im zweiten Schritt will ich Ihnen vorstellen, wie m.E. darauf zu reagieren ist: mit einem Habituswechsel. Und im dritten Schritt möchte ich Aspekte benennen, die ausgehend vom Habituswechsel für eine Strategieplanung und kreative Weiterarbeit in Ihrem Netzwerk sinnvoll und notwendig sind.

Ich komme nun zum 1. Gliederungspunkt: Das Projekt Gemeinde im Wandel der Zeit

Es gibt wohl kaum eine kirchliche Sozialform, die in den letzten Jahren so sehr unter Druck geraten ist wie die Gemeinde. Die Gründe dafür sind vielfaltig: Rückgang der Mitglieder, Priestermangel und nicht zuletzt auch die Tatsache, dass eine zunehmende Anzahl getaufter und gefirmter Katholik/-innen „schlicht kein Interesse an den hohen religiösen Ansprüchen der Gemeindebewegung und an der damit verbundenen Neuverteilung der religiösen Arbeit, die nun den Laien zugemutet wird [haben HW]. Sie haben schlicht andere Sorgen und Relevanzen.“[2]

Dabei hat alles ganz anders begonnen und die Ambitionen und Erwartungen waren hoch und gleichermaßen vielversprechend. Es war das Ziel, Gläubige als Subjekte in das Handeln der Kirche einzubeziehen und zugleich sollte der paternalistische und patriarchale Habitus überwunden und eine deutliche „Option für eine basisnahe Sozialform von Kirche“[3] entwickelt werden. Gerade diese Option war zentral, denn im Modus der Gemeindetheologie konnte Kirche, so der Pastoraltheologe Paul Wess und Mitbegründer des Wiener Projektes in der Machstraße: „nur dann Communio sein, wenn sie untergliedert ist in Gemeinden, die eine >>überschaubare<< Größe nicht überschreiten. Die Anrede >>Bruder<< und >>Schwester<< als universale Bezeichnung der Christen untereinander ging in der Kirche verloren, als die Gemeinden zu groß wurden und deshalb nicht mehr der Erfahrungsraum von Geschwisterlichkeit waren.“[4]

In diesen Worten klingt an, dass die Gemeinde hier zur Basis für den Glauben und die Organisation der Kirche wird. Gemeinden sind, so noch einmal Paul Wess „als Gemeinschaft untereinander geschwisterlich verbundener Christen notwendig, damit die christliche Brüderlichkeit konkret erfahren, eingeübt, gelebt und wirksam werden kann.“[5]

Aspekte wie Überschaubarkeit, Erreichbarkeit und Unmittelbarkeit spielen im Programm Gemeinde eine grundlegende Rolle. Wo diese nicht gegeben sind, da kann Gemeinde nicht sein. Unter dieser Prämisse wird die Gemeinde zu einem „Ernstfall von Kirche“[6] hochstilisiert. Dazu möchte ich jedoch anmerken, dass nicht Sozialformen, sondern die Fragen und Nöte der Menschen ein „Ernstfall“ für das Handeln der Kirche sind.

Die Betonung und das Setzen auf die kirchliche Sozialform Gemeinde führt direkt zu Ferdinand Klostermann (1907-1982), der wie kein anderer Theologe die nachkonziliare Idee der Gemeinde vorangetrieben und geprägt hat.[7] Er war der Meinung, dass Gemeinden unabdingbar für die Verlebendigung der Kirche sind.[8] Das pastorale Ziel war es, dass diese unterschiedlichen Gruppierungen im Territorium der Pfarrei gemeinsam die „lebendige christliche Gemeinde“[9] bilden sollen.

Diese Aspekte sind nach wie vor in Debatten zu hören, wenn es z. B. um die Zusammenlegung von Pfarrgemeinden in Diözesen geht. Immer wieder geht es um die Frage, wie eine Präsenz von Kirche in größeren Territorien gewährleistet werden kann. Diese Frage ist berechtigt, nicht zuletzt aus dem Grund, weil sie von jenen formuliert wird, die gegenwärtig hochaktiv in der Kirche engagiert sind. Sie ist aber dann kritisch in den Blick zu nehmen, wenn sie nur gestellt wird, um die Gemeinde als die Basis für den Glauben und die Organisation der Kirche herauszustellen und zu begründen. Diese Fokussierung ist verwunderlich, denn wenn man auf die gegenwärtige Situation in Gemeinden schaut, legt sich der Schluss nahe, dass das Projekt lebendige Gemeinde sich flächendeckend nicht hat durchsetzen können und das nicht zuletzt aus inneren Gründen. Zum einen, weil die lebendigen Gemeinden Teilen der Hierarchie in ihrer Selbstständigkeit und ihrem Selbstbewusstsein nicht geheuer waren und zum anderen, weil sie es nicht vermocht haben, die eigenen Grenzen zu sehen und an deren Überwindung zu arbeiten. Dies zeigt sich darin, dass man es mit einer bisweilen elitären, auf jeden Fall milieuverengten Sozialform von Kirche zu tun hat. Gemeinden sind heute nur für einen überschaubaren Personenkreis ein Ort, an dem sie sich einbringen und wohl fühlen.[10]

Diese Entwicklung wird im Grunde auch vom MDG-Trendmonitor Religiöse Kommunikation 2010 belegt, der zum ersten Mal die Befragten den Sinus-Milieus zuordnet.[11] „Insgesamt 2.074 repräsentativ ausgewählte Katholiken ab 16 Jahren wurden […] mündlich-persönlich befragt, egal ob sie der Kirche eng oder nur noch locker verbunden sind bzw. sich innerlich schon sehr weit von ihr entfernt haben, ohne aus der Kirche auszutreten.“[12]

In Bezug auf das Medium Pfarrbrief, dass ja „Ihr“ Medium ist, fällt auf, dass es für Konservative und Traditionsverwurzelte nach wie vor ein wichtiges Organ ist. Es wird festgehalten, dass der Pfarrbrief „möglicherweise seinen Zenit inzwischen überschritten [hat HW], aber er bleibt ein sehr reichweitenstarkes Medium, das auch viele kirchenferne Katholiken zumindest sporadisch erreicht.“[13] In nahezu allen Milieus ist der Pfarrbrief bekannt.[14] Das ist eine interessante und bedeutsame Feststellung. Der Pfarrbrief ist ein wichtiges Kommunikationsmedium im Nahbereich und dies auch in seiner klassischen, gedruckten Form.[15] Die Befragung ergab, dass 82% den Pfarrbrief als gedruckte Ausgabe[16] wünschen, 31% lesen ihn häufig und 33% ab und zu.[17]

Ob ein Pfarrbrief intensiver gelesen wird, darüber entscheiden nicht zuletzt auch die Gestaltung und die Inhalte. Es bedarf einer ansprechenden Titelseite, eines Wortes an die Leser und Leserinnen, Hinweise zu aktuellen Vorhaben und Projekten, die Einladung zu besonderen Gottesdiensten, z. B. Familiengottesdienste, denn es suchen immer wieder junge Familien neuen Kontakt zu Gemeinden. Eine Kinderseite erweist sich auch als sinnvoll, um nur einige Aspekte zu nennen.

An dieser Stelle möchte ich mich dem Fazit von Michael Ebertz anschließen, der angesichts des Datenmaterials zu dem folgenden Schluss kommt:

„Das alles spricht nicht nur für räumliche Nähe der kirchlichen Kommunikation der frohen Botschaft, sondern auch – was nicht identisch ist – für soziale Nähe als Voraussetzung einer erfolgreichen Pastoral.“[18]

Möchte man jedoch die postmodernen und überwiegend „jungen“ Milieus erreichen, kommt man um eine verstärkte Einbeziehung des Internets nicht herum. Es bietet „eine mögliche ‚Einflugschneise‘ bei den kirchenfernen Milieus am postmodernen Rand: Das Milieu der Experimentalisten etwa interessiert sich für Themen wie ‚Sinn des Lebens‘ oder ‚Meditation‘ und könnte über Online-Angebote angesprochen werden. Wichtig ist dabei der Hinweis, dass das Medium allein noch nicht den Erfolg einer Ansprache ausmacht – es kommt auch auf die Art und Weise, die Tonalität, aber auch auf den Ort der Ansprache an.“[19]

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die gesellschaftlichen Differenzierungen vor den Türen der kath. Kirche nicht Halt machen. Dies ist ein Faktum, das von Seiten der Kirche anzuerkennen ist und auf das man unter anderem die eigene Kommunikationsstrategie abstimmen muss. Es gilt z. B. „ aufmerksam zu werden für […] Kommunikationsgewohnheiten und -bedürfnisse und Kommunikationswege zu entwickeln, die eine Chance haben, beim jeweiligen Empfänger auch anzukommen.“[20]

Damit ist nicht nur eine milieusensible Kommunikation gemeint, sondern auch die Tatsache, dass sich die Kommunikationswege vor allem im Internet radikal verändert haben. Als Beispiel dafür möchte ich auf eine Aussage in der New York Times aus dem Jahr 2008 hinweisen, die einen Studenten mit folgender Aussage zitierte: „Wenn die Nachricht wichtig ist, dann wird sie mich finden.“

Das bedeutet, „ dass er weder Zeitung liest, noch Radio hört, noch Fernsehen schaut. Er surft auch nur selten zu den Nachrichtenportalen im Internet. Stattdessen liest er lieber die Statusmeldungen seiner Freunde bei Facebook. Dort ist alles verlinkt, was er seiner Meinung nach wissen sollte. Ob Weltpolitik oder Partyverabredung – die Nachrichten finden ihn.“[21]

Ein solches Kommunikationsverhalten ist keine Seltenheit, gerade bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen nicht und ich halte es für erforderlich, von Seiten der kirchlichen Kommunikation davon Kenntnis zu haben und darauf zu reagieren. Menschen, die davon ausgehen, dass wichtige Botschaften schon den Weg zu ihnen finden, erreicht man nicht automatisch mit guten Flyern oder einem guten Internetauftritt. Gute technische Ausstattung und Medienpräsenz sollten selbstredend gegeben sein. Um solche Menschen zu erreichen braucht es Vernetzungen und Kontakte in ihre Communities.

Und noch etwas ist zu beachten. Die Kommunikation im Web 2.0 hebt das gewohnte Sender-Empfänger-Modell auf. „Der eigentliche Anbieter tritt in den Hintergrund und gibt lediglich die digitale Bühne frei für Überraschendes, den großen Auftritt von Jedermann.“[22] Diese Bühne bietet Raum für Ungewöhnliches und Verblüffendes und das mit einer außerordentlich hohen Taktzahl. Dass alles ist für gewohnte kirchliche Kommunikationszusammenhänge eine Zumutung. Mit Überraschendem und good news hat man es kaum zu tun. Zudem tut sich die Kirche mit ihrer langen Geschichte nicht gerade leicht, mit fluiden und flüchtigen Kontexten umzugehen. Dennoch halte ich es für erforderlich, dass auch in diesen Zusammenhängen Kirche vorkommt und sich nicht selber ausgrenzt.

Damit das allerdings geschehen kann, ist von Seiten der Akteure in der kath. Kirche die Bereitschaft zum Habituswechsel erforderlich und so komme ich nun zum 2. Gliederungspunkt Von der Notwendigkeit, den kirchlichen Habitus neu zu formatieren.

Der Begriff des Habitus wird vor allem mit dem Soziologen Pierre Bourdieu (1930-2002) verbunden. Grundlegend sind seine Ausführungen in dem Buch: Die feinen Unterschiede. Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft.[23] Nach Bourdieu verweist der Habitus auf die soziale Lage und auf die Kapitalien von Personen. Wenn Bourdieu von Kapital spricht, dann meint er nicht nur Geld. Es gibt z. B. auch das soziale Kapital, dazu zählen die sozialen Netzwerke wie Familie, Freundeskreis, Kolleg/-innen …. Religion ist eine Form von Kapital und natürlich auch Bildung. Diese unterschiedlichen Kapitalien bieten Personen (oder Institutionen) Aufstiegschancen. So haben von der Bildungsoffensive in den 1960er Jahren vor allem Kinder aus Arbeiterfamilien und Mädchen profitiert. Und lange Zeit war das katholische Milieu auch ein Ort des sozialen Aufstiegs. Das kulturelle und soziale Kapital der Kirche (in ihren Jugendgruppen und Verbänden, als Schüler/-in an einer kath. Schule oder als Ministrant und Priesteramtskandidat) war oftmals mit Aufstiegsszenarien verknüpft. Das Priesterseminar eröffnete vielen Söhnen von Bauern, seltener aus Arbeiterkontexten einen Zugang zu höherer Bildung. „Von ihren Familien, […] hatten sie praktisch nichts außer einem moralischen Kapital an Ehrbarkeit, Achtung und Rechtschaffenheit geerbt. […] Vom Priesterseminar wurden sie dann häufig durch die Vermittlung eines Lehrers oder eines Vorgesetzten, dem sie aufgrund ihrer Frömmigkeit, ihres Gehorsams und Eifers aufgefallen waren, nach Rom geschickt, um dort ihre Ausbildung zu vervollständigen.“[24]

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass man mit Hilfe der Kirche das eigene Milieu verlassen, Ausbildungen genießen und es zu etwas bringen konnte. Inzwischen kann man jedoch auch ohne das kulturelle Kapital der Kirche aufsteigen. Das ist ein Ausdruck dafür, dass sich die sozialen Felder und die jeweiligen Kapitalwerte verschoben haben. Dessen ungeachtet gilt, dass Kapitalien im Umgang mit prekären Situationen und Veränderungsnotwendigkeiten Bewältigungsstrategien bereitstellen. Wer in Krisen auf ein tragfähiges soziales Netz zurückgreifen kann, läuft z. B. weniger Gefahr abzustürzen.

Aus dem bisher Gesagten kann festgehalten werden, dass Kapital und Habitus eng miteinander verknüpft sind. „Man kann also den Habitus einer Person an deren Handlungen erkennen und rekonstruieren.“[25] Schauen wir noch einmal auf Priester, die in Seminaren ausgebildet wurden. Weil sie vergleichbare Dinge erlebt und eine gemeinsame Geschichte haben, sprechen sie, so verschieden sie von ihren Persönlichkeiten doch sind, eine mehr oder minder gleiche Sprache. „Ihre gemeinsame Geschichte macht aus ihnen eine relativ einheitliche Körperschaft […].“[26]

Kapitalien sind zum einen die Basis für die Verortung im sozialen Feld und zum anderen mit einem Habitus verbunden. Das bedeutet: „Der Habitus ist nicht angeboren, er ist erworben, bildet sich von früher Kindheit an in der Auseinandersetzung mit der Welt, in der Interaktion mit anderen aus.“[27]  Mit Bourdieu ist davon auszugehen, dass es niemanden gibt, „der nicht durch den Ort charakterisiert wäre, an dem er mehr oder weniger ständig situiert ist.“[28]

Es geht nicht spurlos an Menschen vorüber, ob sie Kinder von Langzeitarbeitslose sind oder zu jenen gehören, die immer reicher werden; ob sie in einem Orden leben oder berufstätige Mutter sind. Zugleich ist der Habitus nach Bourdieu „Ort dauerhafter solidarischer Bande […]. Daher ist er die Basis eines impliziten Einverständnisses zwischen allen Akteuren, die das Produkt ähnlicher Bedingungen und Konditionierungen sind […].“[29] Und diese führen unweigerlich dazu, dass man dann weiß, „was zu tun ist und was nicht, was vordinglich ist usw., was also das Handeln auslöst.“[30]

Allerdings und das ist von Bedeutung, ist der Habitus veränderbar. „Der Habitus ist kreativ, erfindungsreich; er ist in der Lage, in neuen Situationen neue Verhaltensweisen hervorzubringen; er hat das Potential einer ars inveniedi, einer Kunst des Erfindens (Kunst im Sinne der praktischen Meisterschaft).“[31] Diese Veränderung ist vor allem dann von Nöten, wenn (so Bourdieu) „ein Feld eine tiefe Krise durchmacht und seine Regelmäßigkeiten (oder gar seine Regeln) [und das ist für das Feld der kath. Kirche in unseren Tagen wohl nicht zu bestreiten HW] grundlegend erschüttert werden.“[32]

Wenn sich also die Bedingungen im sozialen Feld von Gesellschaft und Kirche verändern, dann bedeutet dies, dass Kapitalsorten neu gewichtet werden müssen und dass der Habitus, will man den Anschluss nicht verlieren, verändert werden muss. Insofern entscheidet die Wahl des Habitus auch über die Position, die man im sozialen Feld einnehmen will. Denn eines ist klar, bleibt man im alten Habitus und gibt man sich alle Mühe, diesen am Leben zu erhalten, desto deutlicher wird er misslingen.[33]

M. E. führt in der katholischen Kirche kein Weg daran vorbei, den Habitus „des Aufbruchs oder die Haltung des Lernens“[34] zu wählen. Ein solcher Habitus ist von einer grundsätzlichen Aufgeschlossenheit für die Umwelt und die in ihr sich vollziehenden Veränderungen geprägt. Dieser Habitus ist von GS 1 geprägt.

„Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi, und es findet sich nichts wahrhaft Menschliches, das nicht in ihren Herzen seinen Widerhall fände.“

„Die „Kontextveränderungen werden [dann HW] nicht nur als Zwang zum Nachziehen oder Rückzug hingenommen, sondern als Lern- und Veränderungschance begriffen.“[35] Es werden demnach nicht nur die Notwendigkeit der Veränderung gesehen, sondern ebenfalls die Chancen, die in Veränderungsprozessen stecken können. Denn es geht darum, die Botschaft des Christentums in neue soziale Gestalten zu formatieren, die den Menschen Hier und Heute etwas sagen und bedeuten können. In diesem Habitus des Aufbruchs ist man an anderen interessiert und bringt sich selbstbewusst ins Spiel, ohne dabei in Überheblichkeit abzugleiten.

Die Option, die dieser diametral entgegensteht, ist die „der elitären Minorisierung“[36], wie Michael Ebertz sie nennt. Das Handlungsprinzip dieser Option ist davon geprägt, dass man alle Anstrengungen daran setzt, die Dinge nicht nur beim Alten zu belassen, sondern vielmehr zu intensivieren. Dies führt dann unweigerlich in einen Habitus, der der Gesellschaft mit ihren unterschiedlichen Strömungen reserviert, wenn nicht gar missbilligend gegenüber steht. Selbstrelativierung ist ein Fremdwort. Man versteht sich als nicht „von dieser Welt“.[37] Diese Kirche fühlt sich erwählt[38] und akzeptiert damit paradoxerweise ihre zunehmende Marginalisierung. Allerdings stellt dies vor dem universalen Anspruch des Christentums und der missionarischen Identität von Kirche ein echtes Problem dar.[39]

Um ihrer eigenen Berufung willen, den Menschen in Wort und Tat die Botschaft vom Reich Gottes zu verkünden, kommt die Kirche nicht umhin, den Habitus des Aufbruchs und der Kontaktnahme zu wählen. Was das in der Umsetzung bedeuten kann, möchte ich im abschließenden 3. Gliederungspunkt unter der Überschrift Handlungsoptionen für Pfarrbrief- und Öffentlichkeitsarbeit in den Pfarrgemeinden 2020 vorstellen. Dabei werde ich zum einen den Blick auf die Arbeit im Netzwerk richten und diese dann durch Hinweise zum Bereich Öffentlichkeitsarbeit ergänzen.

Kirche als Netzwerk pastoraler Orte macht ernst mit der Konfrontation von Evangelium und Leben, in seinen unterschiedlichen Bezügen und Ausprägungen. Eine wesentliche Voraussetzung für die gelingende Arbeit im Netzwerk sind größere Zusammenschlüsse, Verbünde, Territorien. Erst dann ist es möglich, von der Vielfalt im Raum zu profitieren. Gemeinden gehen in diesen Kontexten nicht unter, auch wenn das oftmals befürchtet und formuliert wird. Sie bekommen allerdings eine neue und wichtige Funktion als „die niedrigschwellige, kontaktfreudige und leicht identifizierbare Basisstruktur“[40] von Kirche.

Für jedes Netzwerk ist die Vielfalt zentral und der damit entstehende Prozess der einsetzenden Relativierungen, die für wechselseitige kreative Initiativen genutzt werden können. Im Rahmen kirchlicher Netzwerke geht es um nicht mehr und nicht weniger, als die Verkündigung des „Evangeliums in Wort und Tat.“[41] Und diese Verkündigung ist nicht an eine bestimmte Sozialform gebunden, sondern ist eine Aufgabe in den unterschiedlichsten Zusammenhängen menschlicher Existenz.

Netzwerke setzen verschiedene Sozialformen in Beziehung,[42] die ohne ein Zentrum auskommen. „Netzwerke agieren dezentral; ihre Vitalität entsteht aus den Zellen, die sich selbst organisieren, dann aber auf das Ganze des Netzes beziehen.“[43]

Mit einem Mal kommt eine Vielfalt in den Blick, die Kreativität freisetzen kann. Für gelingende Arbeit in einem Netzwerk ist der Habitus des gegenseitigen Interesses und der Neugierde wichtig. Man erkennt die Kompetenz der anderen an und gewinnt sie auch für sich. Ich denke, dass gerade Sie in Ihrer langjährigen Netzwerkarbeit auch diese Erfahrungen gemacht haben. Die anderen sind keine Konkurrenten, sondern Partner, von denen man lernen kann und denen man gleichermaßen auch immer wieder selber etwas geben kann. Und Sie wissen deswegen auch alle nur zu gut, wie wichtig es ist, zu argumentieren, zu verhandeln und für die eigenen Positionen und Ideen zu werben. Die Arbeit im Netzwerk braucht immer wieder die Zustimmung der anderen Akteure.[44]

Aber damit nicht genug: Wer im Netzwerk arbeitet muss sich auch mit seiner Rolle auseinander setzen und möglicherweise schon lang eingeübte Haltungen hinter sich lassen. In dieser Arbeitsform ist man immer nur ein Teil eines dynamischen Ganzen, das sich in einem regelmäßigen kreativen Austausch befindet. Arbeit im Netzwerk kommt ohne Beziehungspflege nicht aus und ist nichts für Einzelkämpfertypen. Damit Arbeiten im Netzwerk gelingt, bedarf es eines neuen Habitus, der meines Erachtens durch folgende Aspekte geprägt wird:

1. Sich in den sozialen Raum hineinbewegen, selber aktiv werden.[45]

Diese Einstellung scheint banal, ist jedoch von enormer Bedeutung. Wer mit andern produktiv zusammenarbeiten will, muss sich in Bezüge hineinbegeben, Kontakte knüpfen, aktiv werden. Man muss wissen, was an anderen Orten geschieht, welche Erfahrungen man damit macht. Und zugleich überlegt man, was man selber anderen anbieten kann. Indem so agiert wird, kommen deutlich Ziele in den Blick und man wird versuchen, sich mit dem, was man hat und kann, anzubieten.

2. Die Stärken der anderen sehen[46]

Die Arbeit im Netzwerk ist dann für alle Beteiligten ein Gewinn, wenn man sich wechselseitig an den Stärken des/der Anderen ausrichtet.[47] Ressentiments und Abneigung behindern nur. Wer die anderen nur mit ihren Schwächen sieht und die eigenen ignoriert, kommt nicht weiter. Statt sich also an den Schwächen anderer zu weiden, sollte man ihre Stärken genau identifizieren, sich an ihnen messen und selber über die eigenen Schwächen hinauswachsen.

3. Neugierig sein[48]

Arbeit im Netzwerk funktioniert nur mit positiver Neugierde. Man ist an den anderen und neuen Netzwerkpartner/-innen interessiert. Man will wissen, was sie gerade tun, welche Ideen sie haben, wie sie Probleme lösen usw. Kurzum: man kann von den anderen immer wieder etwas Neues lernen.

4. Mitteilsam sein[49]

Aber es kommt nicht nur darauf an, die anderen zu kennen, ihnen Fragen zu stellen, sondern man muss selbst auskunfts- und sprachfähig sein. Die anderen müssen wissen, wofür man steht. Dies ist deswegen so wichtig, weil es nur so möglich wird, sich gegenseitig einzuschätzen und eine Antwort auf die Frage zu bekommen, was man von der gemeinsamen Arbeit hat. Daraus ergibt sich z.B. in ihren Zusammenhängen eine Pflicht, ganz unterschiedliche Strategien im Kontext Kommunikation gebündelt und koordiniert umzusetzen.[50]

5. Geben und Nehmen[51]

Wer im Netzwerk arbeitet, weiß um die Dimension des Gebens und Nehmens. Mal gibt man und mal nimmt man etwas entgegen. Dabei ist es wichtig, sich aktiv über Vorhaben und durchgeführte Aktionen zu informieren und die eigenen Erfahrungen auch anderen zur Verfügung zu stellen. Wer sich auf diese Form des Gebens und Nehmens einlässt, weiß um die eigenen Abhängigkeiten und Grenzen, empfindet sie aber notwendigerweise nicht als Mangel und Beschränkung. Vielmehr entwickelt man automatisch einen Begriff von Demut. Man kann nicht alles und muss es auch nicht können. In dieser Erkenntnis steckt Entlastung und wünschen wir uns diese nicht alle insgeheim immer wieder einmal?! Arbeit im Netzwerkt schont Ressourcen und dies sowohl personell wie auch finanziell.

6. Kontakte knüpfen[52]

Netzwerke leben von der Qualität der Beziehungen untereinander. Das heißt, bestehende Kontakte sind zu pflegen (z. B. auch durch ein Fest, wie es heute gefeiert wird) und in neue Kontakte ist zu investieren. Die Kontaktaufnahmen zu der Kreativ-Designerin Eva Jung oder dem Andere-Zeiten-Team finde ich wirklich gut. Sie überschreiten damit den Modus der gewohnten Kontakte. Zudem sind diese Zusammenhänge aus meiner Perspektive inhaltlich vielversprechend, denn Frau Jung und das Andere-Zeiten-Team versuchen auf kreative, charmante, z. T. witzige Art, die Botschaft Jesu und Fragen nach Sinn zu thematisieren. Es ist möglich, Bündnispartner/-innen außerhalb der verfassten Struktur von Kirche zu finden und gewiss kann man wechselseitig voneinander lernen. Dazu ist es allerdings notwendig, Berührungsängste abzubauen.

Im Netzwerk sind nicht nur Kontakte zu pflegen, sondern es gehört dazu, immer wieder neue zu initiieren. Für kirchliche Netzwerke ist das m. E. besonders wichtig, weil es eben auch darauf ankommt, sich fortwährend den Herausforderungen der Zeichen der Zeit zu stellen und nach tauglichen Antworten darauf zu suchen.

Damit Arbeit im Netzwerk und in Ihrem Kontext entsprechende Öffentlichkeitsarbeit auch weiterhin möglich ist, braucht es die Bereitstellung von Ressourcen, wie entsprechende Zeitkontingente und natürlich auch finanzielle Mittel. Nicht um Ihretwillen, sondern damit über Sie Menschen mit der christlichen Botschaft in Kontakt kommen. Für die Kontaktnahmen kommen nicht nur die verschiedensten pastoralen Orte (Gemeinde, Religionsunterricht, Kindergarten) in Frage, auch das Internet ist dabei eine wichtige Größe. Das wissen Sie aus Ihrer täglichen Arbeit, aber gewiss auch aus Ihren familiären und sozialen Bezügen und gerade auch aus dem Umgang mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Die Veränderungen im Kommunikationsverhalten können schon irritierend sein, aber es ist wohl klar, dass es diesbezüglich keinen Weg zurück gibt. Aus diesem Grund sind Kenntnisnahme und Beteiligung von Kirchenvertreter/-innen überaus wichtig. Doch gelegentlich kann man schon den Eindruck haben, dass es Leitungen in Diözesen manchmal an Akzeptanz fehlt, zumindest dann, wenn wirklich offen und „risikoreich“ kommuniziert werden soll.[53]

Neben den bisher vorgestellten Erfordernissen für den Habituswechsel im Netzwerk, möchte ich abschließend weitere Aspekte benennen, die in Ihrem Projekt 2020 aus meiner Sicht eine Rolle spielen könnten.

  1. Für jede Kontaktaufnahme und Kommunikation von Kirche ist es m. E. wichtig, Interesse, Neugierde, ja Wissensdrang zu wecken, statt Überforderungen zu formulieren und Stress auszulösen. Noch immer denken viele im Außen der Kirche an diese als eine Institution, die mit ihren Vorschriften in ihrem Leben überhaupt keinen Platz hat. Die Botschaft Jesu Christi lässt sich nicht auf die Sexualmoral der Kirche reduzieren. Es kommt darauf an zur Sprache zu bringen, dass der christliche Glaube das Potenzial hat, Lösungen bei Lebensfragen zu bieten. Das dürfen dann aber nicht nur irgendwelche Sprüche sein, sondern die Aussagen müssen den Praxistest bestehen. Matthias Sellmann formuliert das so: „Wie hilft Christsein beim Entscheiden-Müssen?; beim Partnersuchen?; bei der Freizeitgestaltung?; beim Stress mit der Sippe?; beim Entspannen?; beim Frust-Aushalten?“[54]
    Es geht also nicht darum, religiöse Themen auszusparen, aber man sollte sie nicht in den gängigen Mustern von thematisieren.[55]
  2. Es ist unabdingbar, die Adressat/-innen immer wieder neu in den Blick zu nehmen und sich zu vergewissern, wen man erreicht bzw. erreichen will. Man hat sich immer wieder zu fragen, was zu tun ist, um die einen zu halten und andere anzusprechen.
    Öffentlichkeitsarbeit geschieht, weil man mit anderen Menschen oder Gruppen in Kontakt kommen will. Im Kontext kirchlicher Öffentlichkeitsarbeit geht es sogar um noch mehr: Man will Menschen mit Religion/Gott in Beziehung setzen. Damit das gelingt, ist es wichtig, sich mit dem eigenen Kerygma auseinander zu setzen. Woran glauben und hoffen Sie? Können Sie das in Worten und in Taten zum Ausdruck bringen?
  3. Es braucht Mut, sich auf eine selbstrelativierende Kommunikation einzulassen. Im Netzwerk arbeitet man eben nicht alleine. Zugleich gilt es aber auch, die bisweilen irritierenden und bestimmt herausfordernden Positionen anderer an sich heranzulassen, sich mit ihnen auseinander zu setzen. Das Außen ist potentiell ein Ort, an dem man (und das gilt auch für die Kirche als Institution) zur Sprachfähigkeit finden und die eigene Berufung entdecken kann. Das ist bisweilen ein Risiko. Aber dieses Wagnis gehört konstitutiv zur missionarischen Existenz der Kirche.
  4. Es geht heute nicht ausschließlich darum, Informationen zur Verfügung zu stellen. Das tun andere schon und zum Teil viel besser. Etwas anderes ist es jedoch, sich als Austauschforen zu verstehen, in denen Personen interagieren und die Botschaft des Evangeliums auf milieuspezifische Art inkulturieren.[56]
    Ihre Bilddatenbank ist ein Beleg dafür. Diese Datenbank wird von verschiedenen Personen bestückt und die Materialien stellen sie kostenfrei zur Verfügung. Sie ist ein gelungenes Beispiel für ein Austauschforum. Das ist beizubehalten und auf andere Bereiche auszubauen.
  5. Soziale Netzwerke bieten die Möglichkeit, „mit anderen Menschen in Kontakt [zu] treten oder bleiben zu können.“[57] Auch Pfarrbriefservice.de ist ein soziales Netzwerk. Nutzen Sie dort, wie auch anderswo jede Gelegenheit, Öffentlichkeitsarbeit als Beziehungspflege und Imagepflege zu verstehen. Diese Aufgabe ist Ihr tägliches Geschäft, aber Sie sind damit nicht allein betraut. (Glaubens)Kommunikation geht alle Getauften und Gefirmten etwas an. Doch Sie könnten anderen Mut dazu machen, durch gezielte Kommunikation und Information. Und damit leisten Sie Ihren Diözesen einen großen Dienst.
  6. Nutzen Sie alle Medien für die Kommunikation mit den kirchlich identifizierten Personen und entwickeln Sie neue Ideen, riskieren Sie etwas, probieren Sie aus, um mit potentiellen „Kunden“ in Kontakt zu kommen.
  7. Das Internet ist m. E. als Feld der Kommunikation noch viel stärker in den Blick zu nehmen. Sie arbeiten damit bereits schon seit 10 Jahren erfolgreich. Sie tauschen Ideen, Ergebnisse etc. aus und stellen sie anderen zur Verfügung. Indem Sie Materialien kostenlos zur Verfügung stellen, setzen Sie ein Zeichen der Selbstlosigkeit. Erlauben Sie sich auch weiterhin selbstlos zu sein. Selbstlosigkeit ist vielleicht die spirituelle Dimension von Pfarrbriefservice.de. In unseren Zeiten und im Internet etwas kostenlos anzubieten, ist keine Selbstverständlichkeit, kann aber eine überraschende Ausstrahlung haben, gerade dann, wenn es gut ist, was angeboten wird.
  8. Wer vernetzt ist, kann es sich erlauben punktuell da zu sein und nicht mehr allumfassend. Das ist für Akteure, wie für die Teilsysteme in der Kirche bedeutsam, weil es entlastend ist. Entdecken Sie ihre jeweiligen Stärken und wachsen Sie daran. In Anlehnung an 1 Tim 4,14 gilt, dass die Charismen nicht vernachlässigt werden dürfen.

Gute Zusammenarbeit im Netzwerk und in der Öffentlichkeitsarbeit beginnt mit der Fähigkeit wahrzunehmen, was die Menschen in ihrem Alltag bewegt. Im Rahmen einer solchen Wahrnehmungskompetenz ist es wichtig „zu lernen, sich selbst mit den Augen der anderen – mit fremdem Blick – zu sehen, um über solche Spiegelungs- und Rückkopplungsprozesse die jeweils eigenen Begrenztheiten zu erkennen und gegebenenfalls an ihrer Überwindung zu arbeiten.“[58] Aber damit nicht genug. Es ist auch wichtig, eine unverbrauchte Sprache zu sprechen. Eine, die von den Menschen nicht zuletzt auch im Außen der eigenen Systemwelten verstanden wird. Unverbrauchte Sprache ist auch berührbare Sprache. Dazu ist es erforderlich, selber berührbar zu sein und sich nicht vor den Zumutungen im Leben der anderen zu ängstigen oder ihnen gar auszuweichen. Das ist aber nur dann möglich, „wenn das Leben der Menschen von heute geteilt wird, d. h. auch ermöglicht wird, an ihren Handlungsperspektiven und Sorgenbereichen teilzuhaben […].“[59]

Und das geht wiederum alle an, Sie in der Öffentlichkeitsarbeit und jene, die sich für die Kommunikation im Netzwerk pastoraler Orte engagieren, um Gottes und der Menschen willen. Das bedeutet für Pfarrbriefservice.de mit Blick auf 2020, dass die Bemühungen in folgende Richtungen gehen sollten:

Bleiben Sie nahe bei den Menschen und ihren Themen und formulieren Sie in einer Sprache und mit Zeichen, die man versteht. Binnenkirchliche und abstrakte Sprachspiele sollten tabu sein. Wählen Sie aus und entscheiden Sie sich bewusst, was für wen ansprechend, hilfreich und interessant sein könnte. Differenzieren Sie und entscheiden sie mit bedacht, was ein Top Thema sein könnte. Sparen Sie auch solche Themen nicht aus, die kritisch mit der eigenen Organisation umgehen. Selbstkritik kann ihre Autorität stärken. Dazu ist es auch erforderlich, dass Sie in dem, was und wie Sie es sagen authentisch, glaubwürdig sind. Die Glaubwürdigkeit der Kirche wird nicht nur am Verhalten der Bischöfe gemessen, sondern sie ist eine Aufgabe aller im Volk Gottes. Ich empfehle, die Kontakte mit Medienleuten, Menschen aus Kreativbereichen (Designer/-innen/Künstler/-innen) weiterhin zu suchen und möglichst zu intensivieren. Die Begegnungen können bisweilen verstören und irritieren, aber sie beinhalten auch ein hohes Entdeckungspotential für. Man erfährt nicht nur etwas aus einem anderen System, sondern auch über einen selbst. Und nichts anders ist Pastoral – die Entdeckung des Evangeliums in der Welt von heute.

[1] Ich denke da an die Austrittszahlen, die öffentliche und berechtigte Kritik an der Kirche im Umgang mit Verfehlungen in den eigenen Reihen, die Enthüllungen um Vatileaks.

[2] Ebertz, Michael N.: Anmerkungen zum Scheitern der Gemeindebewegung. Plädoyer für die Entflechtung von Pastoraltheologie und Gemeindetheologie, in: Pastoraltheologische Informationen 28(2008)1, 91-109, 101

[3] Bucher, Rainer: … wenn nichts bleibt, wie es war. Zur prekären Zukunft der katholischen Kirche, Würzburg 2012, 46

[4] Wess, Paul: Und behaltet das Gute. Beiträge zur Praxis und Theorie des Glaubens. Mit einem Geleitwort von Kardinal Franz König, Thaur 1996, 277

[5] Wess, Paul: Und behaltet das Gute. Beiträge zur Praxis und Theorie des Glaubens. Mit einem Geleitwort von Kardinal Franz König, Thaur 1996, 48

[6] Müller, Pedro: Gemeinde: Ernstfall von Kirche. Annäherungen an eine historisch und systematisch verkannte Wirklichkeit, Innsbruck 2004

[7] Vgl. Bucher, Rainer: 1935 - 1970 - 2009. Ursprünge, Aufstieg und Scheitern der „Gemeindetheologie“ als Basiskonzept pastoraler Organisation der katholischen Kirche, in: Scherzberg, Lucia (Hg.): Gemeinschaftskonzepte im 20. Jahrhundert zwischen Wissenschaft und Ideologie, Münster 2010, 289-316, 291

[8] Vgl. Klostermann, Ferdinand: Wie wird unsere Pfarrei eine Gemeinde? Für alle Mitarbeiter in der Pfarrgemeinde, Wien 1979, 173

[9] Klostermann, Ferdinand: Wie wird unsere Pfarrei eine Gemeinde? Für alle Mitarbeiter in der Pfarrgemeinde, Wien 1979, 183

[10] Vgl. Wippermann, Carsten/de Magalhaes, Isabelle: Zielgruppen-Handbuch, Religiöse und kirchliche Orientierungen in den Sinus-Milieus® 2005, Heidelberg 2005; Calmbach, Mark u.a.: Wie ticken Jugendliche? 2012 Lebenswelten von Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren in Deutschland, Altenberg 2011; Wippermann, Carsten: Milieus in Bewegung – Werte, Sinn, Religion und Ästhetik in Deutschland. Das Gesellschaftsmodell der DELTA-Milieus als Grundlage für die soziale, politische, kirchliche und kommerzielle Arbeit, Würzburg 2011

[11] MDG Medien-Dienstleistung GmbH (Hrsg.): MDG-Trendmonitor Religiöse Kommunikation 2010, Kommentarband I: Erkenntnisse zur Situation von Kirche und Glaube sowie zur Nutzung medialer und personaler Informations- und Kommunikationsangebote der Kirche im Überblick, München 2010

[12] MDG Medien-Dienstleistung GmbH (Hrsg.): MDG-Trendmonitor Religiöse Kommunikation 2010, Kommentarband I: Erkenntnisse zur Situation von Kirche und Glaube sowie zur Nutzung medialer und personaler Informations- und Kommunikationsangebote der Kirche im Überblick, München 2010, 4f

[13] MDG Medien-Dienstleistung GmbH (Hrsg.): MDG-Trendmonitor Religiöse Kommunikation 2010, Kommentarband I: Erkenntnisse zur Situation von Kirche und Glaube sowie zur Nutzung medialer und personaler Informations- und Kommunikationsangebote der Kirche im Überblick, München 2010, 88

[14] Vgl. MDG Medien-Dienstleistung GmbH (Hrsg.): MDG-Trendmonitor Religiöse Kommunikation 2010, Kommentarband I: Erkenntnisse zur Situation von Kirche und Glaube sowie zur Nutzung medialer und personaler Informations- und Kommunikationsangebote der Kirche im Überblick, München 2010, 37

[15] Vgl. MDG Medien-Dienstleistung GmbH (Hrsg.): MDG-Trendmonitor Religiöse Kommunikation 2010, Kommentarband II: Einzeldarstellungen der Mediengattungen, München 2010, 40

[16] Vgl. MDG Medien-Dienstleistung GmbH (Hrsg.): MDG-Trendmonitor Religiöse Kommunikation 2010, Kommentarband II: Einzeldarstellungen der Mediengattungen, München 2010, 40

[17] Vgl. MDG Medien-Dienstleistung GmbH (Hrsg.): MDG-Trendmonitor Religiöse Kommunikation 2010, Kommentarband II: Einzeldarstellungen der Mediengattungen, München 2010, 37

[18] Ebertz, Michael N.: Wie kommunizieren die Katholiken? Der neueste Trendmonitor zeigt wachsende Gräben, in: Herder Korrespondenz 64(2010)7, 344-348, 348

[19] http://www.kamp-erfurt.de/level9_cms/download_user/Gesellschaft/Vorstellung%20aktueller%20Studien/euangel-2-11-S.-50-52-Studie.pdf [6. August 2012]

[20] http://www.kamp-erfurt.de/level9_cms/download_user/Gesellschaft/Vorstellung%20aktueller%20Studien/euangel-2-11-S.-50-52-Studie.pdf [6. August 2012]

[21] http://t3n.de/magazin/media-future-netz-selbermacher-228576/ [8. Juli 2012]

[22] Pelzer, Jürgen: Chance Agents pastoraler Diversifizierung. Neue Medien und die veränderte Rollendefinition pastoraler Kommunikation, in: Lebendige Seelsorge 63(2012)1, 2-6, 3

[23] Bourdieu, Pierre: Die feinen Unterschiede. Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft, Frankfurt a. M. 1987

[24] Bourdieu, Pierre: Religion. Schriften zur Kultursoziologie Bd. 5, Konstanz 2009, 98f

[25] Krais, Beate/Gebauer, Gunter: Habitus, Bielefeld 32010, 26

[26] Bourdieu, Pierre: Religion. Schriften zur Kultursoziologie Bd. 5, Konstanz 2009, 95

[27] Krais, Beate/Gebauer, Gunter: Habitus, Bielefeld 32010, 61

[28] Bourdieu, Pierre: Meditationen. Zur Kritik der scholastischen Vernunft, Frankfurt a.M. 2001, 173

[29] Bourdieu, Pierre: Meditationen. Zur Kritik der scholastischen Vernunft, Frankfurt a.M. 2001, 185f

[30] Bourdieu, Pierre: Meditationen. Zur Kritik der scholastischen Vernunft, Frankfurt a.M. 2001, 190

[31] Krais, Beate/Gebauer, Gunter: Habitus, 32010, 6

[32] Bourdieu, Pierre: Meditationen. Zur Kritik der scholastischen Vernunft, Frankfurt a.M. 2001, 206

[33] Vgl. Bourdieu, Pierre: Meditationen. Zur Kritik der scholastischen Vernunft, Frankfurt a.M. 2001, 207

[34] Ebertz, Michael N.: Gesellschaftlicher Wandel der Kirche, in: Theologie und Glaube 100(2010)3, 319-343, 335f

[35] Ebertz, Michael N.: Gesellschaftlicher Wandel der Kirche, in: Theologie und Glaube 100(2010)3, 319-343, 335

[36] Ebertz, Michael N.: Gesellschaftlicher Wandel der Kirche, in: Theologie und Glaube 100(2010)3, 319-343, 334

[37] Ebertz, Michael N.: Gesellschaftlicher Wandel der Kirche, in: Theologie und Glaube 100(2010)3, 319-343, 334

[38] Vgl. Ebertz, Michael N.: Gesellschaftlicher Wandel der Kirche, in: Theologie und Glaube 100(2010)3, 319-343, 334

[39] Vgl. Hoff, Gregor M.: Ekklesiologie, Gegenwärtig Glauben Denken. Systematische Theologie, Bd. 6, Paderborn/München/Wien/Zürich 2011, 34

[40] Bucher, Rainer: Die Neuerfindung der Gemeinde und des Pfarrgemeinderates, in: Lebendige Seelsorge 55(2004)1, 18-22, 20

[41] Bucher, Rainer: Die pastorale Konstitution der Kirche. Was soll Kirche eigentlich?, in: Ders. (Hg.): Die Provokation der Krise. Zwölf Fragen und Antworten zur Lage der Kirche, Würzburg 2004, 30-44, 31

[42] Vgl. Sellmann, Matthias: Von der „Gruppe“ zum „Netzwerk“. Große pastorale Räume als Chance für eine durchbrechende Vielfalt kirchlicher Sozialformen, in: Anzeiger für die Seelsorge 119(2010)3, 19-23, 22

[43] Sellmann, Matthias: Von der „Gruppe“ zum „Netzwerk“. Große pastorale Räume als Chance für eine durchbrechende Vielfalt kirchlicher Sozialformen, in: Anzeiger für die Seelsorge 119(2010)3, 19-23, 23

[44] Vgl. Ebertz, Michael N.: Gesellschaftlicher Wandel der Kirche, in: Theologie und Glaube 100(2010)3, 319-343, 343

[45] Vgl. Hausladen, Anni/Laufenberg, Gerda: Die Kunst des Klüngelns. Erfolgsstrategien für Frauen, Reinbek bei Hamburg 2000, 64-218

[46] Vgl. Hausladen, Anni/Laufenberg, Gerda: Die Kunst des Klüngelns. Erfolgsstrategien für Frauen, Reinbek bei Hamburg 2000, 78

[47] Vgl. Sander, Hans-Joachim: Identität mit prekärem Plural. Eine Ortsbestimmung für die Christen in nachmoderner Zeit, in: Kirche und Israel. Neukirchner Theologische Zeitschrift 20(2005)1, 4-7, 7

[48] Vgl. Hausladen, Anni/Laufenberg, Gerda: Die Kunst des Klüngelns. Erfolgsstrategien für Frauen, Reinbek bei Hamburg 2000, 81

[49] Vgl. Hausladen, Anni/Laufenberg, Gerda: Die Kunst des Klüngelns. Erfolgsstrategien für Frauen, Reinbek bei Hamburg 2000, 116

[50] Vgl. Sellmann, Matthias: Kirchen- und Glaubensmarketing, oder: Paulus reloaded http://www.sinnstiftermag.de/ausgabe_09/titelstory.htm [6.August 2012]

[51] Vgl. Hausladen, Anni/Laufenberg, Gerda: Die Kunst des Klüngelns. Erfolgsstrategien für Frauen, Reinbek bei Hamburg 2000, 163

[52] Vgl. Hausladen, Anni/Laufenberg, Gerda: Die Kunst des Klüngelns. Erfolgsstrategien für Frauen, Reinbek bei Hamburg 2000, 198

[53] Vgl. Pelzer, Jürgen: Charismen im Internet. Eine spirituell-theologische Grundlegung einer kirchlichen Internetstrategie http://www.netzinkulturation.de/category/kirchenstrategie/ [6. August 2012]

[54] Sellmann, Matthias: Identität und Ausschluss. Systemtheorie als Inspiration für die Jugendpastoral, in: Becker, Patrick/Morky, Stephan (Hg.): Jugend heute – Kirche heute?. Konsequenzen aus der Jugendforschung für Theologie, Pastoral und (Religions)Unterricht, Würzburg 2010, 82-100, 95

[55] Vgl. Sellmann, Matthias: Identität und Ausschluss. Systemtheorie als Inspiration für die Jugendpastoral, in: Becker, Patrick/Morky, Stephan (Hg.): Jugend heute – Kirche heute?. Konsequenzen aus der Jugendforschung für Theologie, Pastoral und (Religions)Unterricht, Würzburg 2010, 82-100, 96

[56] Vgl. Pelzer, Jürgen: „Gehet hin und bloggt!“ Netzinkulturation im Zeitalter des Leitmediums Internet, in: Stimmen der Zeit 228(2010),795-806, 798

[57] Vgl. Pelzer, Jürgen: „Gehet hin und bloggt!“ Netzinkulturation im Zeitalter des Leitmediums Internet, in: Stimmen der Zeit 228(2010),795-806, 796

[58] Ebertz, Michael N.: Eigensinn der Tradition – Eigenlogik der Medien. Zehn Thesen zur Medienpräsenz der Kirche, in: Garhammer, Erich/Hober, David (Hg.): Von Non-Prophet-Unternehmen zu einer visionären Kirche. Verkündigung in der Mediengesellschaft, Würzburg 2002, 11-24, 16

[59] Ebertz, Michael N.: Eigensinn der Tradition – Eigenlogik der Medien. Zehn Thesen zur Medienpräsenz der Kirche, in: Garhammer, Erich/Hober, David (Hg.): Von Non-Prophet-Unternehmen zu einer visionären Kirche. Verkündigung in der Mediengesellschaft, Würzburg 2002, 11-24, 16

von Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand, Bistum Würzburg
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Grußwort von Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand, Bistum Würzburg, beim Jubiläum von Pfarrbriefservice.de

Verehrte Gäste, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!

Geschult durch die Pionierarbeit von Berthold Lutz und durch den langjährigen Kontakt mit Johannes Simon habe ich es mir zur Gewohnheit gemacht, in der Urlaubszeit beim Besuch von Kirchen – selbstverständlich erst nach dem Gebet – am Schriftenstand ausliegende Pfarrbriefe unter die Lupe zu nehmen. Die Bandbreite der Wahrnehmungen reicht von der bloßen Gottesdienstordnung mit fett gedrucktem Kollektenaufruf bis hin zu wirklich gekonnt und interessant gestalteten Heften, in denen eine Vielfalt von lokalen Glaubenszeugnissen enthalten ist. Auf diese Weise kann ein Pfarrbrief auch in Zeiten neuer sozialer Netzwerke und Multimedia-Auftritte zur Visitenkarte einer oder mehrerer Gemeinden sein und darüber hinaus zum Hingucker für Neugierige werden, durch den sich vielleicht ein intensiverer Kontakt anbahnt. Ich wage die Behauptung: Ein kirchliches Medienangebot ohne Pfarrbrief wäre wie eine Zeitung ohne Lokalteil – da würde etwas Wesentliches fehlen.

Ein örtliches Pfarrbriefangebot braucht jedoch gleichwohl die Vernetzung durch Synergieeffekte, wenn die Qualität gehalten und noch gesteigert werden soll. Die Gründung von Pfarrbriefservice.de vor zehn Jahren war ein wichtiger Beitrag dazu. Da es in unserem Bistum schon seit den Zeiten von Prälat Berthold Lutz Pionierarbeiten für bistumsübergreifende Aktivitäten in in dieser Richtung gab – die KBA-Motivblätter etwa waren lange Zeit für die Umschlaggestaltung von Pfarrbriefen der großen Renner – konnte Johannes Simon auf diesem Angebot aufbauen, es auf gewandelte Herausforderungen umstellen und professionell ausbauen. So trägt Pfarrbriefservice.de mittlerweile im ganzen deutschsprachigen Raum durch seine Tipps, Bilder, Texte und nicht zuletzt durch die Aufbereitung von Monatsthemen dazu bei, dass die Gemeinschaft im Glauben „vor Ort“ gefestigt wird oder Kontakte überhaupt erst entstehen. Dafür gebührt Johannes Simon und allen, die sich in diesem Netzwerk engagieren, ein ganz herzlicher Dank. Ich verbinde damit die Zusage, dass sich die Medienarbeit in Würzburg auch weiterhin in diesem Bereich mit ihren „Zubringerdiensten“ für andere Diözesen engagieren wird – Kirchenbewusstsein endet schließlich nicht an der Bistumsgrenze. Zeichen dafür sind die vielen Gäste, die zum Teil von weit her zu diesem Jubiläum gekommen sind: So begrüße ich mit Bischof Dr. Gebhard Fürst von Rottenburg-Stuttgart den Vorsitzenden der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz. Aus dem Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz in Bonn sind Herr Matthias Kopp und Frau Lina Brockhaus gekommen. Herrn Dr. David Hober aus dem Medienhaus in Bonn begrüße ich als Geschäftsführer von apg-online.de. Die Medien-Dienstleistungsgesellschaft in München wird vertreten durch ihren Direktor Wilfried Günther, die Katholische Nachrichtenagentur durch ihren Geschäftsführer Thomas Juncker. Herr Konrad Höß vertritt den katholischen Medienverband. Aus Linz ist Frau Professorin Hildegard Wustmans gekommen. Stellvertretend für unsere „Lokalmatadoren“ begrüße ich den Leiter des Bereichs Medien in unserem Bistum, Dr. Dominik Faust sowie seinen verdienten Vorgänger Karl-Peter Büttner.

Da ein Grußwort bestenfalls ein Appetitanreger auf das Folgende sein soll und keineswegs zur Übersättigung führen darf, breche ich hier ab und freue mich zusammen mit Ihnen allen auf einen kurzweiligen Nachmittag mit pfiffigen Ideen, interessanten Informationen und – nicht zuletzt – fränkischen Stärkungen in fester und flüssiger Form. Allen nochmals ein herzliches Willkommen!

von Pfarrbriefservice.de
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Pressemeldung zur Pfarrbriefservice-Jubiläumsveranstaltung am 21. September 2012 in Würzburg

„Social Media“ für den Glauben vor Ort

Festakt würdigt Bedeutung von Pfarrbriefen und des Internetportals Pfarrbriefservice.de

„Der Pfarrbrief ist das Basismedium für die Katholiken vor Ort, das alle erreicht. Er ist im höchsten Maß identitätsstiftend und verbindet die Menschen“, betonte Bischof Dr. Gebhard Fürst, der Vorsitzende der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz, anlässlich der Festtagung zum zehnjährigen Bestehen der Internetseite Pfarrbriefservice.de. Er wie auch Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand vom gastgebenden Bistum Würzburg unterstrichen die Bedeutung von Pfarrbriefen und lobten das Engagement des Netzwerkes von Pfarrbriefservice.de. Zahlreiche prominente Gäste aus der kirchlichen Medienwelt, Autoren und Nutzer der Internetseite erlebten eine anregende Festveranstaltung in Würzburg, zu der auch ein Impulsvortrag von Professorin Hildegard Wustmans von der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz gehörte.

„Brücke von Mensch zu Mensch“

In Zeiten von Internet und Google habe der gedruckte Pfarrbrief nichts an Wert und Bedeutung eingebüßt, hob Medienbischof Fürst in seinem Grußwort hervor. „Die Pfarrbriefe in Deutschland haben eine Gesamtauflage von 6.750.000 Exemplaren und 64 von 100 Katholiken lesen die durchschnittlich 20 Seiten starken Pfarrbriefe. Allein diese Zahlen zeigen die Stärke des Pfarrbriefs. Er kommt direkt aus der Gemeinde und erreicht ebendiese in konkurrenzloser und unmittelbarer Weise“, sagte der Bischof. Der Pfarrbrief sei ein „zentrales Informationsorgan jeder Gemeinde“ und durch seine Vielfalt an Themen und Beiträgen „im höchsten Maß identitätsstiftend“. Als „Brücke von Mensch zu Mensch“ verbinde er und fördere die Auseinandersetzung mit Fragen des Glaubens und einer persönlichen Beziehung zu Gott. Bischof Fürst würdigte die Internetseite Pfarrbriefservice.de als „Erfolgsmodell, das in der überdiözesanen Medienarbeit einen festen Platz eingenommen hat“. Das Redaktionsteam von Pfarrbriefservice.de, besonders die beiden Leiter Johannes Simon (Bistum Würzburg) und Michael Bogedain (Erzbistum Paderborn), habe mit dem Projekt vor zehn Jahren die Zeichen der Zeit erkannt. „Sie vernetzen. Sie sind online, bringen Menschen zusammen, bündeln Informationen und Kompetenzen und stellen Ihre kreativen Ideen zur Verfügung“, lobte der Vorsitzende der Publizistischen Kommission.

Wichtige Aufgabe

Erzbischof Robert Zollitsch, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, unterstrich in einem Brief, der auf dem Festakt vorgelesen wurde, die Bedeutung von Pfarrbriefservice.de. „Es ist heute als Portal für die Basiskommunikation, die durch Pfarrbriefe erreicht wird, nicht mehr wegzudenken“. Und er dankte allen Beteiligten, besonders dessen Leiter Johannes Simon. „Johannes Simon ist wie kaum ein anderer in Deutschland mit dem Pfarrbrief verbunden. Ich bin Ihnen dankbar für dieses Engagement, gerade auf der Bundesebene. Die Pfarrbriefe sind auch in Zukunft unverzichtbar und ich bin froh, dass Sie und die vielen Kolleginnen und Kollegen in den Bistümern, vor allem aber auch in den Redaktionen unserer Gemeinden, sich dieser wichtigen Aufgabe verschrieben haben“, schrieb Erzbischof Zollitsch.

Ermutigung zum Aufbruch und zum Lernen

Die Pastoraltheologin Hildegard Wustmans ermunterte in ihrem Grundsatzreferat, in der katholischen Kirche „den Habitus ‚des Aufbruchs oder die Haltung des Lernens’ zu wählen“. In diesem Habitus des Aufbruchs „ist man an anderen interessiert und bringt sich selbstbewusst ins Spiel, ohne dabei in Überheblichkeit abzugleiten“. Die Kirche müsse sich als Netzwerk pastoraler Orte verstehen, das ernst mache „mit der Konfrontation von Evangelium und Leben, in seinen unterschiedlichen Bezügen und Ausprägungen“. Dabei sei es gerade für die kirchliche Öffentlichkeitsarbeit nötig, „Interesse, Neugierde, ja Wissensdrang zu wecken, statt Überforderungen zu formulieren und Stress auszulösen“, formulierte Frau Wustmans. Außerdem sei „unabdingbar, die Adressat/-innen immer wieder neu in den Blick zu nehmen und sich zu vergewissern, wen man erreicht bzw. erreichen will. Man hat sich immer wieder zu fragen, was zu tun ist, um die einen zu halten und andere anzusprechen“. Wichtig sei es, alle Medien, auch das Internet, für die Kommunikation und die Beziehungspflege zu nutzen. „Entwickeln Sie neue Ideen, riskieren Sie etwas, probieren Sie aus, um mit potentiellen ‚Kunden’ in Kontakt zu kommen“, rief sie ihre Zuhörer auf.

Visitenkarte und Hingucker

„Ein kirchliches Medienangebot ohne Pfarrbrief wäre wie eine Zeitung ohne Lokalteil – da würde etwas Wesentliches fehlen“, formulierte Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand in seiner Begrüßung. Als „interessant gestaltetes Heft, in dem eine Vielfalt von lokalen Glaubenszeugnissen enthalten ist“, sei ein Pfarrbrief auch in Zeiten neuer sozialer Netzwerke und Multimedia-Auftritte die „Visitenkarte einer oder mehrerer Gemeinden und darüber hinaus ein Hingucker für Neugierige, durch den sich vielleicht ein intensiverer Kontakt anbahnt“, sagte er. Hillenbrand bedankte sich für die Netzwerkarbeit, die Pfarrbriefservice.de seit seiner Gründung vor zehn Jahren leiste, und sicherte zu, dass „sich die Medienarbeit in Würzburg auch weiterhin in diesem Bereich mit ihren ‚Zubringerdiensten’ für andere Diözesen engagieren wird“.

„Social Media“ erfolgreich umgesetzt

Johannes Simon, der Leiter des Internetportals, bedankte sich bei „allen hier im Saal, allen, die gerne heute dabei gewesen wären und allen, die durch ihre Ideen, ihre Kritik, ihr Lob und ihre Beiträge Pfarrbriefservice.de bis hierher und auch in Zukunft begleiten und beflügeln. Ich danke dafür, dass wir vor über 10 Jahren ‚Social Media’ auf unsere Weise erfunden und umgesetzt haben und heute für dieses überdiözesane Netzwerk stehen“.

10 Jahre Pfarrbriefservice – was steckt dahinter? Wie kam es dazu? Wie sind die Planungen für die Zukunft? Ein kurzweiliger Filmbeitrag zeigte den Festgästen die Entwicklungen auf.

Für bunte Farben sorgte Katrin Nolte aus Erfurt als Clownin Frieda. In ihrer unterhaltsamen Einlage stellte sie den Reichtum des Pfarrbriefes in den Mittelpunkt. Die Musikgruppe „Zabelsteiner Saitenspiel“ aus Donnersdorf in Unterfranken umrahmte die Festtagung mit ruhigen und bewegten Tönen.

Initiative von Bistümern

Pfarrbriefservice.de ist eine Internetplattform für Pfarrbriefredaktionen im deutschsprachigen Raum. Sie bietet Materialien und Anregungen für den Pfarrbrief wie für die pfarrliche Öffentlichkeitsarbeit kostenfrei zum Herunterladen an.

Pfarrbriefservice.de versteht sich als eine Initiative von 22 deutschen (Erz-)Bistümern und des Erzbistums Luxemburg (Stand 2012), unterstützt vom Bereich Kirche und Gesellschaft im Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz. Das Angebot lebt vom Mitmachen: Zahlreiche Autorinnen und Autoren sowie Pfarrbriefredaktionen stellen Bilder, Texte und Ideen kostenfrei für andere zur Verfügung nach dem Motto „Aus der Praxis – für die Praxis“. Im Rahmen einer Bildungsoffensive unter dem Label „Pfarrbriefservice 2020“ finden seit 2011 deutschlandweit Schulungen für Pfarrbriefredaktionen statt.

von Kerstin Schmeiser-Weiß, POW
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„Tauschbörse“ für Pfarrbrief-Macher

Pfarrbriefservice.de feiert zehnjähriges Bestehen – Informationen, Anregungen und Materialien für Mitarbeiter von Pfarrbriefen – Generalvikar Dr. Hillenbrand: „Der Pfarrbrief ist die Visitenkarte der Kirche vor Ort“

Würzburg (POW) Wie schreibt man einen Artikel? Was soll nur in der Allerheiligen-Ausgabe stehen? Und wie war das noch mal mit dem Urheberrecht? Mitarbeiter von Pfarrbriefen stehen manchmal vor einem Berg von Fragen. Kompetente Hilfe finden sie im Internet: Die Webseite Pfarrbriefservice.de stellt kostenlos Materialien sowie Tipps und Tricks für den Redaktionsalltag zur Verfügung. Vor zehn Jahren, am 6. September 2002, ging die Plattform online. Seitdem ist die Zahl der täglichen Zugriffe von 150 auf bis zu 6500 gestiegen – Tendenz steigend.

„Ein Fest für kleine und große Heilige“: Während der Sommer in den Endspurt geht, stimmt die Webseite Pfarrbriefservice.de bereits auf Allerheiligen ein. Das aktuelle Monatsthema bietet eine Vielzahl von Bildern und Texten – vom kurzen Stichwort bis zum mehrere Seiten füllenden Interview ‑ und ermuntert zu einer kleinen Umfrage: „Wer sind die Lieblingsheiligen der Menschen in Ihren Pfarreien?“ Um den Alptraum eines jeden Redakteurs dreht sich dagegen der Bereich „Werkstatt“: Wie geht man mit Tippfehlern um, wie beschwichtigt man einen erbosten Leser?

Rund 6500 Seitenzugriffe täglich, ein schier unerschöpflicher Pool an Texten, Bildern und Ideen, ein reger E-Mail-Austausch mit den Nutzern: Die Webseite Pfarrbriefservice.de ist eine Erfolgsgeschichte. „Wir sind über die Jahre enorm gewachsen“, sagt Pastoralreferent Johannes Simon, Leiter von Pfarrbriefservice.de sowie des Bereichs Öffentlichkeitsarbeit in der Pfarrgemeinde der Diözese Würzburg. 23 (Erz-)Bistümer aus Deutschland und Luxemburg stecken hinter der Internetplattform, die Leitung und Organisation liegen seit Beginn beim Vertreter des Bistums Würzburg.

Angefangen hat alles mit einem gemeinsamen Arbeitskreis von sieben (Erz-)Bistümern: Aachen, Bamberg, Eichstätt, Limburg, Mainz, Paderborn und Würzburg. „Wir haben uns um die Öffentlichkeitsarbeit in den Pfarrgemeinden gekümmert“, erinnert sich Simon. Nach der Veröffentlichung von Grundlagenpapieren zur Pfarrbriefarbeit und Öffentlichkeitsarbeit richteten die Mitglieder den Blick auf das Internet. „Es könnte doch eine gute Aufgabe sein, unser Know-how im Internet zur Verfügung zu stellen“, fasst Simon die damaligen Überlegungen zusammen. Gesagt, getan: Mit dem Segen der Deutschen Bischofskonferenz sowie der Unterstützung von Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand und des Referats Öffentlichkeitsarbeit der Diözese Würzburg machten sich die Gründungsmitglieder ans Werk. Am 6. September 2002 war es so weit: Die Webseite Pfarrbriefservice.de ging online.

Anfangs konzentrierten sich die Macher vor allem darauf, Know-how für die Redaktionsarbeit zu vermitteln. Schnell war aber auch klar: „Wir brauchen aktuelle Inhalte.“ Daraus entwickelte sich ein großer Fundus an Materialien. Vor allem die Bereiche „Monatsthemen“ und „Kinderseiten“ seien stark gefragt, hat Simon festgestellt. Sie bieten „Bausteine“, mit denen die Mitarbeiter die Seiten des Pfarrbriefs gestalten können. Aktuell sind in den „Monatsthemen“ Texte, Bilder und Ideen für Allerheiligen zu finden, beispielsweise ein Interview zum Brauchtum an Allerheiligen oder Anregungen für Umfragen. Besonders stark sei die Nachfrage erfahrungsgemäß vor den Hochfesten Ostern und Weihnachten.

Vor zwei Jahren wurde das Angebot nochmals erweitert. Neu hinzugekommen sind Videos zum Herunterladen und Seminare für die Mitarbeiter von Pfarrbriefen. Und seit Herbst 2010 gibt es zwei festangestellte Onlineredakteure: Elfriede Klauer, von Anfang an als Honorarkraft dabei, und Christian Schmitt. Sie kümmern sich um die aktuellen Inhalte, stellen Texte, Bilder und Grafiken ins System. Finanziert werden die Stellen vom Verband Deutscher Diözesen. Doch erst die große „Pfarrbrief-Gemeinde“ füllt die Webseite mit Leben. Denn dahinter steckt eine ausgeprägte „Jäger- und Sammlertätigkeit“, erklärt Simon: „Pfarrbriefservice.de ist eine Austauschbörse.“ Ein Pool von Autoren, Fotografen und Pfarrbriefmitarbeitern stellt kostenlos Texte und Bilder zur Verfügung. Dahinter steht auch ein wachsendes Selbstbewusstsein. „Man hat erkannt, welche Kraft in dem Medium Pfarrbrief liegt“, sagt Simon. „Es ist ein gleichwertiges Medium neben Radio, Fernsehen oder Social Media.“ Dieser Ansicht ist auch Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand: „Wenn der Pfarrbrief gut gemacht ist, ist er ein Bindeglied zur Gemeinschaft, die man pflegt. Man sollte dieses Bindeglied nicht zu gering schätzen.“

So lautet auch das Ziel der Macher von Pfarrbriefservice.de, den Pfarrbrief in Verbund mit anderen Medien als „Mitgliedermagazin“ weiterzuentwickeln. „Wir wollen nicht nur Inhalte für die 15 Prozent regelmäßiger Kirchenbesucher anbieten, sondern für die 100 Prozent Katholiken“, sagt Simon. Für den Generalvikar ist der Pfarrbrief „so etwas wie eine Visitenkarte der Kirche vor Ort. „Die Leute sollen spüren, was los ist. Es soll Interesse geweckt werden am Leben der Pfarreiengemeinschaft und Pfarrei“. Und man wolle den Pfarreien Mut machen, so Simon, um „weiterhin Zeit, Kraft und Geld in den Pfarrbrief zu investieren. Es lohnt sich!“.

Kerstin Schmeiser-Weiß, Pressestelle Bischöfliches Ordinariat Würzburg, 6. September 2012

von Pfarrbriefservice.de
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Pfarrbriefservice.de: erfolgreiches Synergieprojekt für die pfarrliche Öffentlichkeitsarbeit im deutschsprachigen Raum

Pfarrbriefservice.de ist eine Internetplattform für Pfarrbriefredaktionen im deutschsprachigen Raum. Sie bietet Materialien und Anregungen für den Pfarrbrief wie für die pfarrliche Öffentlichkeitsarbeit kostenfrei zum Herunterladen an.

Pfarrbriefservice.de versteht sich als eine Initiative deutscher Bistümer und des Erzbistums Luxemburg, unterstützt vom Bereich Kirche und Gesellschaft im Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz. Das Angebot lebt vom Mitmachen: Zahlreiche Autorinnen und Autoren sowie Pfarrbriefredaktionen stellen Bilder, Texte und Ideen kostenfrei für andere zur Verfügung nach dem Motto „Aus der Praxis – für die Praxis“. Im Rahmen einer Bildungsoffensive unter dem Label „Pfarrbriefservice 2020“ finden seit 2011 deutschlandweit Schulungen für Pfarrbriefredaktionen statt.

Sieben Gründungsmitglieder

2002 gründeten die sieben (Erz-)Bistümer Aachen, Bamberg, Eichstätt, Limburg, Mainz, Paderborn und Würzburg in Zusammenarbeit mit dem Bereich Kirche und Gesellschaft im Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz die Online-Initiative Pfarrbriefservice.de. Hauptanliegen war es, durch Bündelung von Ressourcen und mit Hilfe des zukunftsträchtigen Mediums Internet einen kostenfreien Dienst anzubieten, der die Pfarrbriefmacherinnen und Pfarrbriefmacher im deutschsprachigen Raum in ihrer Arbeit unterstützen sollte.

Synergieprojekt mit Vorbildcharakter

Zehn Jahre später verantworten 23 (Erz-)Bistümer aus Deutschland und Luxemburg in Zusammenarbeit mit dem Bereich Kirche und Gesellschaft im Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz die Internetplattform: Aachen, Augsburg, Bamberg, Berlin, Dresden-Meißen, Eichstätt, Erfurt, Essen, Görlitz, Hamburg, Hildesheim, Köln, Limburg, Magdeburg, Mainz, München und Freising, Münster, Osnabrück, Paderborn, Rottenburg-Stuttgart, Trier, Würzburg sowie das Erzbistum Luxemburg. Pfarrbriefservice.de hat sich seit seinem Bestehen zu einem erfolgreichen Synergieprojekt entwickelt, das Vorbildcharakter für eine diözesanübergreifende Zusammenarbeit besitzt.

Die Struktur

Einmal jährlich treffen sich die Ansprechpartner der Mitgliedsbistümer zur Redaktionssitzung und legen die Schwerpunkte der zukünftigen Arbeit von Pfarrbriefservice.de fest. Die Leitung liegt seit Beginn beim Vertreter des Bistums Würzburg. Dort ist Pfarrbriefservice.de auch organisatorisch verortet. Die stellvertretende Leitung (derzeit Erzbistum Paderborn) sowie der Technikbeauftragte (derzeit Erzbistum Bamberg) werden alle vier Jahre von der Gesamtredaktion gewählt. Die Inhalte des Internetauftritts aktualisieren zwei halbtags angestellte Online-Redakteure, bezahlt aus Projektmitteln des Verbands der deutschen Diözesen. Die Mitglieder der Gesamtredaktion tragen nach ihren Möglichkeiten in Wort und Bild zum vielfältigen Angebot von Pfarrbriefservice.de bei und stehen abwechselnd als „Ansprechpartner des Monats“ für Fragen von Nutzerinnen und Nutzern zur Verfügung.

Der Service

Untersuchungen zeigen, dass der Pfarrbrief als kostenlos verteilte Mitgliederzeitung das Chancenmedium der katholischen Kirche ist. Er gilt als das wichtigste Instrument pfarrlicher Öffentlichkeitsarbeit. Repräsentativen Erhebungen zufolge werden damit mehr als 60 Prozent aller Katholiken über 14 Jahre erreicht. Die Gesamtauflage der Pfarrbriefe beträgt gemäß der Broschüre „Zahlen und Fakten der katholischen Kirche 2011/12“ der Deutschen Bischofskonferenz 6,7 Millionen.

Pfarrbriefservice.de unterstützt die meist ehrenamtlichen Öffentlichkeitsarbeiterinnen und -arbeiter in den Pfarreien durch kostenfreie Materialien und Tipps und seit 2011 durch eine deutschlandweite Bildungsoffensive. Richtschnur ist dabei das Grundlagenpapier zur Pfarrbriefarbeit, das die Publizistische Kommission der Deutschen Bischofskonferenz 1995 als Handreichung verabschiedet hat. Der Pfarrbrief wird darin als „ein Element der Öffentlichkeitsarbeit und der Seelsorge in der Pfarrgemeinde“ und als „Brücke von Mensch zu Mensch“ bezeichnet. Seine Aufgaben sind demnach die „Bestärkung im Glauben, Lebenshilfe, Kommunikation, Information, Diskussion und Unterhaltung“. Der Pfarrbrief dient nach dem Grundlagenpapier „nicht nur der Kommunikation mit den Kirchgängerinnen und Kirchgängern, sondern der Kommunikation mit möglichst allen am Ort lebenden Menschen“.

Hierfür bietet die Internetseite:

  • eine Bilddatenbank, die mittlerweile über 6.000 ausdrucksstarke Bilder und Grafiken in Farbe oder Graustufen umfasst
  • eine Textdatenbank mit über 2.000 wertvollen Gedichten, Geschichten und Hintergrundinformationen
  • Monatsthemen, die in Wort und Bild regelmäßig interessante Aspekte aus Glauben und Leben aufbereiten. Aktuell stehen über 70 Themen zur Auswahl.
  • spezielle Materialien für eine Kinderseite
  • anschauliche Kurz-Videos und Nachrichten rund ums Pfarrbriefmachen
  • Antworten auf FAQs von Öffentlichkeitsarbeitern
  • eine Beispiel-Sammlung mit Pfarrbriefen aus ganz Deutschland
  • einen informativen Medienpark zu Fragen der Öffentlichkeitsarbeit allgemein, wie Schaukasten, Flyer, Web 2.0 und Pressearbeit
  • Grundlagentexte
  • einen monatlich wechselnden Ansprechpartner für Fragen und Anliegen der Pfarrbriefmacher
  • und vieles mehr.

Täglich nutzen fast 5000 Menschen die Angebote von Pfarrbriefservice.de. Dies zeigt, dass hier ein lebendiges und aktives Netzwerk zu den Pfarrgemeinden aufgebaut wurde, welches für eine Professionalisierung der Pfarrbriefarbeit auf Bundesebene genutzt wird.

Seit 2011 können Diözesen, Tagungshäuser und Pfarreienverbünde unter dem Label „Pfarrbriefservice 2020“ deutschlandweit kostenfreie Seminarangebote rund um das Thema Pfarrbrief buchen. Die Themenschwerpunkte der frei wählbaren Seminare sind die Pfarrbriefkonzeption, journalistische Inhalte sowie Gestaltung und Technik.

(Stand August 2012)

Kontakt:

Leitung Pfarrbriefservice.de
Johannes Simon, Bischofsleite 44, 97478 Knetzgau
Telefon 09527/ 81153
johannes.simon@bistum-wuerzburg.de

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