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Spielregeln beachten
Wie auf jedem Markt, so gelten auch im Internet bestimmte Regeln und Gesetzmäßigkeiten, die zu kennen und zu beherzigen hilfreich sein kann.
Das Internet vergisst kaum
Jegliche Information, die einmal ins Internet gelangt ist, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit sehr lange für jeden Menschen auf der ganzen Welt abruf- bzw. einsehbar sein. Die große Chance liegt in der nachhaltigen Wirkung einmal eingestellter Informationen. Ein Video, auf der Plattform YouTube eingestellt, wird über Jahre hinweg wieder und wieder angesehen, ohne dass sich der Ersteller darum kümmern muss. Fachleute sprechen hier vom sog. "Long Tail Effekt" (aus dem Englischen wörtlich übersetzt: "langer Schwanz" – ein Bild für die lange horizontale Gerade über die Zeitachse, mit der man die Abrufrate von Inhalten grafisch darstellt).
Eine Gefahr liegt darin, dass Personen, für die der Inhalt eigentlich nicht bestimmt ist, eine Information einsehen können. Entsprechend vorsichtig sollte man gerade mit Inhalten sein, die nicht für Dritte bestimmt sind. Es gilt die Faustregel: Alles was Sie nicht auch in der Tageszeitung über sich lesen möchten, gehört definitiv nicht ins Internet.
Sich über die eigenen Ziele im Klaren sein
Es macht einen großen Unterschied, ob die eigene Website nur als eine Art Online-Visitenkarte fungiert und hier z.B. lediglich die Ansprechpartner der Pfarrgemeinde mit Kontaktdaten veröffentlicht werden oder ob es erwünscht ist mit Besuchern zu interagieren, z.B. im Rahmen der Kommentarfunktion eines regelmäßig geführten Blogs oder innerhalb einer sozialen Netzwerkplattform, wie Facebook. Nach der Zielsetzung orientiert sich die grundsätzliche Herangehensweise, insbesondere was die Auswahl der technischen Möglichkeiten betrifft. Hierbei stehen Fragen im Vordergrund, wie:
- Woraus setzen sich die geplanten Inhalte zusammen? (Texte, Bilder, Videos)
- Werden die Inhalte permanent geändert und ergänzt?
- Wer produziert die Inhalte und in welcher Form liegen sie vor?
- Wer kümmert sich um die laufende Pflege und wie soll diese bewerkstelligt werden?
- Wer ist für die Redaktion zuständig?
- Wer ist verantwortlich für Diskussionsfäden (sog. "Threads"), die sich z.B. im Bereich der Social Media Anwendungen ergeben können? Wer kann zeitnah auf mögliche Anliegen der Besucher reagieren und moderieren?
Das Internet ist kein rechtsfreier Raum
Wer Inhalte online stellt, sollte genau darauf achten, dass die Urheberrechte abgeklärt sind. Nichts ist ärgerlicher als eine Abmahnung wegen eines auf der eigenen Homepage verwendeten Bildes, für das keine Genehmigung zur Veröffentlichung eingeholt wurde. Auch die Persönlichkeitsrechte sind im Internet ein sensibles Thema. Grundsätzlich sollte vorher die Erlaubnis eingeholt werden, bevor Bilder oder sonstige persönliche Daten einer Person ins Netz gestellt werden.
Internetnutzer schätzen Transparenz und Ehrlichkeit
“Es dauert zwanzig Jahre, sich eine Reputation zu erwerben und fünf Minuten, sie zu verlieren. Wenn man das im Auge behält, handelt man anders.” (Warren Buffet)
Erfahrene Internetnutzer haben inzwischen ein gutes Gespür für die Qualität der gebotenen Informationen entwickelt. Was für das "wirkliche" Leben gilt lässt sich auch auf die Online-Welt übertragen: "ehrlich währt am längsten". Das betrifft insbesondere auch die Selbstdarstellung. Unnötige Übertreibungen oder Beschönigungen werden als das wahrgenommen, was sie letztlich sind: soziale Schminke. Gefragt ist dagegen ein offenes Auftreten der Person, die sich nicht hinter einer Organisation oder einer Funktion versteckt und die am Dialog ehrlich interessiert ist.
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