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Eine Revolution à la Gutenberg

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Zunächst mittels geschnitzter Formen aus Holz, später mittels gegossener Bleilettern ermöglichte die technische Innovation "Buchdruck" eine Revolution des Gedanken- und Informationsaustauschs.

„Das Internet hat aufgrund seiner besonderen Kommunikationsformen ein 'Eigenleben' entwickelt. Ohne den stofflosen, globalen, Raum-Zeit-Gleichheit ermöglichenden Interaktionsraum Internet, wäre es nicht zu den vielfältigen Foren und Kommunikationsformen gekommen, innerhalb derer Tausende täglich ihre Gedanken austauschen, Kontakte knüpfen, miteinander arbeiten und voneinander lernen. Damit entstehen auch neue Organisation- und Sozialformen sowie spezifische Verhaltensmuster.“

(Weber, W., Evangelisierung und Internet, Frankfurt 1999, S. 255)

 

Herausforderungen und Chancen

Es wäre zu kurz gegriffen, würde man das Internet bloß als zusätzlichen Kommunikationskanal neben den bereits etablierten Medien betrachten. Viele Autoren vergleichen die Entwicklungen, die durch das Internet in Gang gekommen und noch immer in atemberaubender Geschwindigkeit im Werden begriffen sind, mit der Erfindung des Buchdrucks vor mehr als 500 Jahren.

Im Internet haben wir es mit einem globalen Netzwerk zwischen Einzelindividuen, Organisationen, Unternehmen, und letztlich immer: Menschen zu tun. Dieses Beziehungsnetz nimmt Dimensionen ein, wie sie bisher niemand gekannt hat. Es ist daher nicht übertrieben, von einer neuen Entwicklungsstufe der menschlichen Interaktion zu sprechen, einem Evolutionsschritt der menschlichen Kultur.

Damals wie heute steht die Kirche vor besonderen Herausforderungen. Wie zur Zeit Gutenbergs erleben wir durch den Siegeszug des World Wide Web („www“) den Wegfall von Privilegien, die die Kirche traditionell inne hatte. Für sie als älteste „Netzwerkerin“ der Welt bedeutet es zugleich eine große Chance, die neuen Möglichkeiten des „Netzwerkens“ zu erschließen – ganz im Sinne des Werkes Gottes.

Nicht nur ein „Neues Medium“

Wer sich oder seine Organisation im www darstellen möchte, sollte sich von vornherein darüber im Klaren sein, dass es nicht mehr in erster Linie darum geht, sein Anliegen über einen weiteren „Vertriebskanal“ möglichst gut oder ausführlich zu veröffentlichen. Die Aspekte des „Präsenz zeigen“ und „Informationen verbreiten“ spielen sicher auch noch eine Rolle. Der eigentliche Kern, der „Geist“ des Internet liegt jedoch klar in der Möglichkeit der sozialen Interaktion über räumliche und zeitliche Grenzen hinweg. Dies geschieht durch Knüpfen von Kontakten und den wechselseitigen (prinzipiell schrankenlosen) Austausch von Informationen und Meinungen. Das Internet ist so gesehen ein riesiger Markt der Möglichkeiten, an dem alle teilnehmen können.

Sich mit Anglizismen anfreunden

Das Internet funktioniert länderübergreifend und über Sprachgrenzen hinweg. Sehr viele, wenn nicht die meisten Fachbegriffe stammen aus dem Englischen als weltweite Kommunikationssprache Nummer Eins. Für den Einsteiger kann es zunächst eine erhebliche Hürde darstellen, sich in einer neuen Begriffsvielfalt zurechtzufinden. Deswegen gibt es Seiten im Netz, die unerfahrenen Benutzern die wichtigsten Fachbegriffe erklären. Beispielhaft seien hier genannt: www.symweb.de/glossar/index.htm oder www.desig-n.de/internet_a.htm.