Erfahrungen mit Gottes Nähe

Peter Weidemann
30.01.2018 - 11:32

Wenn Zweifel die einstige Glaubensgewissheit durchkreuzen, wenn die Sehnsucht nach Gottes Nähe ungestillt bleibt, dann kann das ein gewaltiges Kreuz sein, das eine(r) durchs Leben schleppen muss.

Und doch, so paradox es auch klingen mag, gründet gerade das Verlangen nach  Gott in Gottes eigener verborgenen Gegenwart, wie der Jesuiten-Pater Josef Neuner ausgeführt hat: „Wir können uns nicht nach etwas sehnen, was uns nicht ganz nahe ist. Durst ist mehr als die Abwesenheit von Wasser. Steine haben keinen Durst, sondern nur Lebewesen, die vom Wasser abhängig sind. Wer weiß wohl mehr über lebendiges Wasser: derjenige, der jeden Tag den Wasserhahn aufdreht, ohne weiter darüber nachzudenken, oder der vom Durst gequälte Reisende in der Wüste auf der Suche nach einer Quelle?“*

Ein Wort tiefer Lebens- und Glaubenserfahrung. Vielleicht kann es jenen Erleichterung schaffen, deren Leben vom Karfreitag und dem Ruf Jesu am Kreuz geprägt ist: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ (Mk 15,34; Mt 27,46) – Sie sind Ostern näher, als sie es selbst glauben können.

Peter Weidemann, in: Pfarrbriefservice.de

*Zitiert nach: Mutter Teresa, Komm sei mein Licht, herausgegeben und kommentiert von Brian Kolodiejchuk. Pattloch-Verlag: München 2007, S. 252.

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Text: Peter Weidemann
In: Pfarrbriefservice.de