Sich öffnen - von sich selbst sprechen

Lieben, achten und ehren - Ein Beispiel

In Konfliktsituationen oder wenn man Unangenehmes ansprechen will, hat es sich bewährt, von sich selbst (mit sogenannten ICH-Botschaften) zu sprechen. Das gelingt am besten, wenn man sich öffnet und die eigenen Gefühle beschreibt sowie die eigenen Wünsche und Bedürfnisse formuliert.

Wir sind schnell mit Vorwürfen, die jedoch nichts bringen, außer vielleicht Gegenvorwürfe und in jedem Fall eine noch verzwicktere Situation. Denn ein Vorwurf ist ein Angriff, der den/die Partner/in zur Verteidigung (Gegenvorwurf) "zwingt". Statt eines Vorwurfes ist es sinnvoller, bei sich selbst zu bleiben und von sich selbst zu sprechen. Sich zu öffnen, setzt natürlich Vertrauen voraus, ist aber meist ein Schlüssel zur besseren Kommunikation.

Beispiel:

Am Abend eines Arbeitstages möchte Frau A. gerne eine Entscheidung, wohin es im nächsten Urlaub gehen soll. Herr B. fühlt sich aber müde und erschöpft vom langen Tag. Er antwortet: "Du nervst mich ziemlich mit dem Urlaub. Du machst nur Stress!" Statt des Vorwurfs ist es zielführender, wenn Herr B. von seinem Empfinden spricht: "Es war heute viel los. Ich bin sehr müde von der Arbeit und überfordert, jetzt eine Entscheidung zu treffen."

Johannes Ojak
Quelle: Informationen für Brautpaare, Erzdiözese Wien, www.kirchliche-hochzeit.at, In: Pfarrbriefservice.de

Verknüpft mit:

Das Schwerpunktthema für Mai 2016

Vor dem Herunterladen:

Datei-Info:
Dateiformat: .doc
Dateigröße: 0,02 MB

Sie dürfen den Text NICHT in sozialen Medien nutzen (z.B. Facebook, Twitter, Instagram, YouTube, etc.)

Beispiel für den Urhebernachweis, den Sie führen müssen, wenn Sie den Text nutzen

Text: Johannes Ojak
In: Pfarrbriefservice.de