Zur Liedauswahl im neuen Gotteslob

Lucia Szymanowski
19.03.2013 - 00:00

Der Ursprung des (Volks-)Kirchenliedes liegt für Deutschland bereits in der Zeit der Reformation. Daher hat der Gesang der Gläubigen hier eine lange und reiche Tradition. So konnte die von der Bischofskonferenz eingesetzte „Unterkommission Gemeinsames Gebet und Gesangbuch“ auf über 2.900 Lieder zugreifen, als es an die Erstellung des neuen Gotteslobes ging.

Vor allem war es wichtig, die Lieder bzw. Liedversionen herauszufinden, die von den Gläubigen angenommen werden bzw. wirklich in Gebrauch sind. Dazu gab es Umfragen in ausgewählten Gemeinden. Außerdem wurde auf den Inhalt und die musikalische Gestaltung der Stücke geachtet. Sie sollten für die Gestaltung der Gottesdienste geeignet und für den (persönlichen) Glauben fruchtbar sein. Dabei versuchte man die Auswahl so zu treffen, dass diese Kriterien auch in den nächsten 40 Jahren erfüllt werden.

Etwas mehr als die Hälfte der Lieder, die schon im derzeitigen Gotteslob vertreten sind, finden wir auch im neuen Gotteslob. Zu den neuen Liedern zählen vor allem solche, die schon vorher in verschiedenen Eigenteilen oder in eigenen Heften der Diözesen und Gemeinden enthalten waren. Es kommt also nichts ganz Neues, sondern vor allem Vertrautes auf uns zu, wenn auch sicher nicht jeder jedes Lied kennen wird. Dies birgt manche Chance. Erste Kostproben geben die „Lieder des Monats“, wie „Heilig, heilig, heilig …“, „Holz auf Jesu Schulter“ oder „Jesus lebt, mit ihm auch ich!“.

Zum „Neuen Geistlichen Lied“ (NGL) gab es viele Mutmaßungen, wie breit es im Gotteslob vorkommen wird. Für den Stammteil werden es 56 Lieder sein; dazu kommen noch etwa 20 Taizégesänge. Einiges ist eher im Eigenteil zu erwarten, da die meisten NGLs regional verbreitet sind und daher nicht in den Stammteil aufgenommen wurden.

Lucia Szymanowski, Deutsches Liturgisches Institut Trier

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Text: Lucia Szymanowski
In: Pfarrbriefservice.de