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Eine Deutsche in Afrika (7)

Patricia Henning
14.07.2017 - 06:00

Hier in Moroto erlebe ich gerade, was passiert, wenn Klimawandel und Dürre zusammenkommen und eine schlechte Ernte und somit Nahrungsknappheit bevorstehen. Moroto ist geprägt von einem sogenannten semi-ariden Klima. Das bedeutet, es gibt eine lange Trockenzeit, aber auch eine kurze Regenzeit. Diese wird genutzt, um Mais, Hirse oder Erdnüsse anzubauen. Im Laufe des Klimawandels traten die Regenfälle in den vergangenen Jahren immer unregelmäßiger auf und auch der Beginn der Regenzeit verschiebt sich. Somit ist es sehr schwierig, den richtigen Zeitpunkt für das Sähen der Saat zu finden. Nehmen wir an, es beginnt zu regnen und wir sähen und die Saat geht auf. Doch dann regnet es für mehrere Wochen wieder nicht und somit vertrocknet das kleine Pflänzchen. Wartet man zu lange, weil man das eben beschriebene Szenario vermeiden will, kann es passieren, dass die Regenzeit schon wieder aufhört, bevor die Pflanze ausgewachsen ist.

Doch einige Haushalte haben es geschafft und den richtigen Moment abgepasst. So sehe ich neben vielen vertrockneten Pflanzen auch einige hochgewachsene. Aber auch hier gibt es ein großes Problem: den „Army Worm“. Der Army Worm ist eine Larve, die die Blätter des gesamten Pflanzenbestandes zerfrisst und somit das Wachsen bzw. den Ertrag der Pflanzen stark beeinträchtigt. Diejenigen, die Glück hatten und prächtige Pflanzen ziehen konnten, werden daher auch keine gute Ernte einbringen können. Kollegen aus Kenia (einem Nachbarland von Uganda) haben mir erzählt, dass auch ihre Pflanzen vom Army Worm befallen sind. Wenn der Regen früher begonnen hätte, hätte sich die Larve wohl auch nicht so stark vermehrt.

Wenn die Ernte schlecht ausfällt, dann war die viele Mühe und Zeit, die in die Feldarbeit gesteckt wurde, vergebens. Aber viel schlimmer ist noch, dass viele Menschen in der kommenden Trockenzeit keine Nahrungsreserven haben werden und auf die Unterstützung des „World Food Programmes“ der Vereinten Nationen oder auf die Nothilfe anderer Organisationen wie der Welthungerhilfe angewiesen sein werden. Das „World Food Programme“ unterstützt hier in Moroto auch die Schulen mit Nahrungslieferungen. Mein Team der Caritas Moroto arbeitet an vier Schulen hier vor Ort. Die Schulen halten genau fest, wie viele Schüler anwesend sind. Zu Zeiten der Feldarbeit fehlen viele Schüler, da sie beim Ackern, Sähen und Jäten helfen, denn die Nahrungssicherheit ist erstmal wichtiger als Schule. Wenn das „World Food Programme“ die Schule mit Nahrung beliefert, steigt die Anwesenheit stark an. Bei der Nahrungslieferung handelt es sich nicht um Fleisch, Gemüse und Trinkpäckchen, sondern um Grundnahrungsmittel wie Hirsebrei, die auch bei manchen Schülern zuhause keine Selbstverständlichkeit sind, vor allem nach einer schlechten Ernte.

Patricia Henning, In: Pfarrbriefservice.de

Patricia Henning (geb. 1987) stammt aus Kella im thüringischen Eichsfeld. Die junge Frau engagiert sich seit August 2016 für ein Jahr in der ugandischen Stadt Moroto für die Welthungerhilfe und die Caritas Uganda im Rahmen des entwicklungspolitischen Freiwilligendienstes „weltwärts“ des Bundesentwicklungsministeriums. Ihre Eindrücke und Erfahrungen schildert sie in der Pfarrbriefservice-Reihe „Eine Deutsche in Afrika“.

Weitere Materialien: 

© Alakas Joseph

Von Schädlingen zerfressene Blätter

© Alakas Joseph

Die Larven des Army Worm zerfressen die Blätter.

© Patricia Henning

Vertrocknete Pflanzen in Moroto/Uganda

© Patricia Henning

Diese Pflanzen haben nicht genug Regen zur rechten Zeit bekommen.

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Text: Patricia Henning
In: Pfarrbriefservice.de