Fragen und Antworten

Wolfgang Hußmann
21.08.2017 - 10:26

Norbert Trelle stand gut elf Jahre lang an der Spitze des Bistums Hildesheim. Nachdem er am 11. Februar 2006 sein Amt angetreten hatte, setzte er die unter seinem Vorgänger Dr. Josef Homeyer begonnene Konsolidierung der Bistumsfinanzen fort. Er sorgte dafür, dass die über Jahrzehnte angewachsenen Strukturen des drittgrößten Flächenbistums in Deutschland der sinkenden Zahl der Gläubigen angepasst wurden. Damit verbunden waren eine Reduzierung der Pfarreien von 313 auf 119 sowie die Schließung von mehr als 50 Kirchen.

Trelle initiierte einen Prozess der lokalen Kirchenentwicklung. Priester, Hauptberufliche und engagierte Christen stehen dabei in gemeinsamer Verantwortung, vor Ort Kirche zu gestalten. Der 70. Bischof von Hildesheim ordnete auch die Seelsorge neu: Pfarrer sind künftig kaum noch in einer einzelnen Pfarrei tätig, sondern arbeiten in pastoralen Teams für mehrere Pfarreien.

Gemeinsam mit dem Domkapitel trieb Trelle die umfangreiche Sanierung des Hildesheimer Doms voran, der am 15. August 2014 wiedereröffnet wurde. An diesem Tag begannen auch die Feierlichkeiten zum 1200-jährigen Bestehen der Diözese, die der Bischof in den folgenden eineinhalb Jahren u. a. zu Besuchen in allen 17 Dekanaten nutzte. Außerdem empfing er im Februar 2015 seine Amtskollegen der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) zur Frühjahrsvollversammlung in Hildesheim. Es war das erste Mal, dass die Tagung in Hildesheim stattfand.

Im Januar dieses Jahres weihte Trelle die Heilig-Kreuz-Kirche in Hannover-Altwarmbüchen. Sie ist nach mehr als 20 Jahren der erste Kirchneubau im Bistum gewesen. In seine Amtszeit fiel auch die Aufarbeitung von Missbrauchsvorwürfen gegen den verstorbenen Hildesheimer Bischof Heinrich Maria Janssen und den pensionierten Priester Peter R. durch ein unabhängiges Institut aus München.

In der DBK war Trelle Mitglied in der Vollversammlung und im Ständigen Rat. Außerdem gehörte er der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen sowie der Migrationskommission an, deren Vorsitz er von 2010 bis 2016 innehatte. Von 1996 bis 2010 hatte er die Beauftragung für die Auslandsseelsorge inne und war Beauftragter für die Seelsorge an Sinti und Roma. Von 2011 bis 2017 war er stellvertretender Vorsitzender der DBK.

Für sein Engagement für Flüchtlinge und Migranten erhielt Trelle den Edith-Stein-Preis und den Verdienstorden „Pro Merito Melitensi“ des Malteserordens. Er machte sich außerdem für die Ökumene und den interreligiösen Dialog stark und warnte regelmäßig davor, den dschihadistischen Terror und den Islam gleichzusetzen. In seiner Diözese gilt Trelle als besonnen, humorvoll, bodenständig und den Menschen zugewandt.

Ehe Norbert Trelle nach Hildesheim kam, war er Weihbischof im Erzbistum Köln sowie Pfarrer und Stadtdechant in Wuppertal. Er wuchs im Rheinland auf. Zur Welt kam er allerdings in Kassel – als jüngstes von vier Kindern am 5. September 1942.

Anzeigen

Blauer Engel im Pfarrbrief?
Bei uns ohne Antragsverfahren! Sympathische Ausstrahlung bei höchstem Qualitätsniveau und niedrigsten Preisen.
Gemeindebriefdruckerei.de

wo2oder3.de
Finanzierung sichern und gemeinsam Projekte verwirklichen - mit dem christlichen Crowdfunding der Pax-Bank eG
www.wo2oder3.de

Pfarrbriefe drucken
ob schwarzweiß oder in Farbe, mit einer großen Auswahl an Papiersorten.
pfarrbrief24.de

Adobe Software für Kirchen
Kirchengemeinden erhalten InDesign, Photoshop u. Co. zu deutlich reduzierten Preisen.
basis1.com

Download:

Fileicon
Dateiformat: MS Word 2007 or higher (.docx)
Dateigröße: 17,9 kB

Beispiel für den Urhebernachweis, den Sie führen müssen, wenn Sie den Text nutzen

Text: Wolfgang Hußmann
In: Pfarrbriefservice.de