Autorenporträt (6): Katharina Wagner

Elfriede Klauer
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Katharina Wagner

Der Pfarrbrief ist für Katharina Wagner (Jg. 1941) aus Hilpoltstein im Bistum Eichstätt das Medium, um mit vielen Menschen in Kontakt zu bleiben. „Unser Pfarrbrief wird an alle katholischen Haushalte verteilt“, berichtet sie im Gespräch. Eine Zielgruppe liegt ihr dabei besonders am Herzen: die Menschen, die nicht so sehr am Gemeindeleben teilnehmen. Vor allem für sie hat sie sich viele Jahre in der Pfarrei und in der Erwachsenenbildung engagiert und 15 Jahre lang bis 2011 den Pfarrbrief der Pfarreiengemeinschaft Hilpoltstein-Jahrsdorf-Zell mitgeprägt. Pfarrbriefe findet sie langweilig, wenn nur über die Aktivitäten der verschiedenen kirchlichen Gruppen berichtet wird. „Wir brauchen Platz für Themen, die die Menschen interessieren“, sagt sie.

Als Mathematiklehrerin für Gymnasien, die „sich schon immer für Theologie, insbesondere Exegese interessierte“, begann sie, im Rahmen ihrer Bildungsarbeit eigene Texte zu schreiben, die sie den Teilnehmern mitgab. Seit 2004 stellt sie ihre Texte, dazu auch eigene Fotografien, anderen Pfarrbriefredaktionen via Pfarrbriefservice.de zur Verfügung. Über das Schreiben und die Bedeutung von Texten für den Pfarrbrief sprachen wir mit ihr.

Liebe Frau Wagner, was bedeutet für Sie das Schreiben?

Katharina Wagner: Schöne Texte, egal ob eigene oder von anderen Autoren, bedeuten mir sehr viel. Es ist eine verdichtete Form, Dinge auszudrücken, die man mit normalen Sätzen nicht sagen kann.

Wie entstehen Ihre Texte?

Katharina Wagner: Wenn mich ein Thema stark berührt, entsteht ein Text – nicht im Kopf. Es sprudelt aus mir heraus. Das war oft so, wenn ich mich für ein Bildungsangebot intensiv mit einem Thema beschäftigt habe. Oder es passiert spontan durch eigene Erfahrung, wenn ich zum Beispiel an einer roten Ampel warten muss und eigentlich gar keine Zeit zum Warten habe. Hilfreich finde ich die Kombination aus Text und Bildern. Ohne Bilder könnte ich keine Texte schreiben.

Ein guter Text ist für Sie …

Katharina Wagner: … ein Geschenk.

Viele Ihrer Gedichte machen auf die Bedeutung des Glaubens für das Leben aufmerksam. Welche Rolle können solche Texte im Pfarrbrief spielen?

Katharina Wagner: Sie formulieren den Glauben in einer anderen Form als dies im Gottesdienst oder in der Predigt geschieht. Sie vermitteln Glaubensinhalte in einer wundersam anderen Sprache.

Alle bisher bei Pfarrbriefservice.de veröffentlichten Texte von Katharina Wagner finden Sie hier.

Zur Serie Autorenporträt: Viele Menschen tragen regelmäßig in Wort und Bild dazu bei, dass Pfarrbriefservice.de mittlerweile einen reichen Fundus an Texten, Bildern und Tipps zu bieten hat. In loser Folge werden die verschiedenen Autoren vorgestellt.

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