Jahresthema der "Woche für das Leben" fragt nach ethischen Herausforderungen

Marc Witzenbacher, www.magnificat.de
Motivplakat zur "Woche für das Leben" 2017

© www.woche-fuer-das-leben.de

Das Motivplakat zur "Woche für das Leben" 2017

„Kinderwunsch – Wunschkind – Designerbaby“, so lautet das diesjährige Motto der „Woche für das Leben“, die vom 29. April bis 6. Mai begangen wird. Die beiden großen Kirchen, die die Woche verantworten, wollen die ethischen Herausforderungen in den Mittelpunkt stellen, die mit der Frage nach dem Kin­derwunsch sowie Wunschkindern verbunden sind.

Dabei geht es um reproduktionsmedizinische Techniken wie auch um dia­gnostische Verfahren zum Erkennen genetischer Defekte und Krankheiten vor der Implantation oder der Geburt. Wie soll beispielsweise mit „überzähligen“ Embryonen umgegangen werden? Welche Folgen hat das Auseinanderfallen biologischer, rechtlicher und sozialer Elternschaft? Wie hoch ist die Gefahr der Selektion? Und viele andere Fragen mehr.

Babys ohne biologische Eltern?

Erst 2016 hatten japanische Forscher gemeldet, dass es ihnen gelungen war, mit Bindegewebszellen eines Mäuse­schwanzes sogenannte pluripotente Stammzellen herzustellen. Das sind Bausteine des Lebens, die sich zu Nervenzellen, Nie­renzellen, Blutkörperchen oder eben auch Eizellen entwickeln könnten, die zur Fortpflanzung benötigt werden. Mit diesen Ei­zellen konnten die Forscher gesunden Mäusenachwuchs züch­ten. Väter und Mütter sind bei diesem Verfahren nicht mehr notwendig. Für die Forscher ist es nur eine Frage der Zeit, bis ein solches Vorgehen auch beim Menschen möglich sein könn­te. Das Experiment stößt die Tür zum Designerbaby weit auf. Denn es ist aus Sicht der Forscher ein relativ kleiner Schritt, den Nachwuchs nicht nur ohne Eltern verschiedenen Geschlechts zu zeugen, sondern auch mit allen möglichen Informationen zu programmieren. Noch vor wenigen Jahren hielt man dies für abstruse Zukunftsszenarien, doch offenbar ist die Wissenschaft nicht mehr allzu weit entfernt davon, dies auch in der Realität umsetzen zu können.

Zahlreiche Veranstaltungen geplant

Die schon seit über 20 Jahren bestehende Woche für das Leben richtet immer wieder den Blick auf die verschiedenen ethischen Aspekte vom Beginn bis zum Ende des Lebens. In der ganzen Bundesrepublik werden an vielen Orten unterschiedliche Ver­anstaltungen stattfinden, unter anderem in Krankenhäusern, Kirchengemeinden oder an Universitäten. Eine Übersicht sowie zahlreiche Materialien und Informationen finden sich auf der Website der Woche unter www.woche-fuer-das-leben.de. Die zentrale Eröffnungsfeier findet am 29. April 2017 in Kassel statt.

Marc Witzenbacher
aus: Magnificat. Die Heilige Woche 2017, Verlag Butzon & Bercker, Kevelaer; www.magnificat.de In: Pfarrbriefservice.de

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