Grußwort des Erzbischofs von Köln zu Ostern 2018

Rainer Maria Kardinal Woelki, Erzbischof von Köln, mit Osterkerze

© Erzbistum Köln / Robert Boecker

Liebe Leserinnen und Leser!

 

Zu Beginn der Osternachtfeier wird in unseren Gemeinden wieder das Osterfeuer entzündet, und an diesem sodann die Osterkerze. Das „Triduum Sacrum“, das mit der Feier der Abendmahlsmesse des Gründonnerstags beginnt, strebt seinem Höhepunkt entgegen: Der Feier der Osternacht, in der der Diakon die brennende Osterkerze durch das Dunkel des Kirchraums zum Altar trägt.

 

Das Licht der Osterkerze – es verweist in dieser Nacht die glaubende Gemeinde auf die Auferstehung Jesu Christi. Die ganze Kirche bezeugt in der Feier der Liturgie, dass Gottes „Ja“ zum Menschen unverbrüchlich ist und sogar im Tod Bestand hat, dass das Leben stärker ist als der Tod. Diese Botschaft ist wahrhaft Frohbotschaft und ohne Alternative.

 

Wir leben in einer Welt, die einem permanenten Wandel unterworfen ist. Aber auch in einer sich ständig neu verändernden Welt gilt: So wie das Licht der Osterkerze die Gesichter der Gläubigen anstrahlt, so blickt auch Gott uns an, jeden Einzelnen von uns. So wie die Kerze den Sauerstoff im Kirchenraum braucht, so braucht Gott Menschen, die seine Zeichen erkennen und in der Welt sichtbar machen, die das Licht der Osterfreude aus dem Kirchenraum hinaus in die Welt hinein tragen. Gott braucht einfach österliche Menschen, die die Botschaft der Treue Gottes in die Sprache der Zeit hinein übersetzen und mit einer Sehnsucht durch die Welt gehen, darüber mit Menschen ins Gespräch kommen, kirchliche Angebote weiterentwickeln und andere neugierig machen für das Geheimnis der Osternacht.

 

In der Taufe hat jeder Mensch die gleiche von Gott geschenkte Würde erhalten. Durch das Eintauchen der Osterkerze in das zu weihende Wasser weiht der Priester in der Osternacht das Taufwasser, mit dem sich jeder Gläubige beim Betreten der Kirche in Erinnerung an die eigene Taufe bekreuzigt. Ausnahmslos jeder Christ ist in die Nachfolge Jesu gerufen und soll – durch sie befähigt – am Aufbau des „Leibes Christi“ mitarbeiten, ganz gleich ob in der besonderen Nachfolge der Berufung zu einem pastoralen Dienst,  in der Ehe, als Elternteil, als pflegender Angehöriger, am Arbeitsplatz oder in der Freizeit: Das Evangelium Gottes muss zu den Menschen getragen werden – durch uns!

 

Das Licht der Osterkerze verweist auf den Auferstandenen Christus. Dieser fragt einen jeden von uns: Wer bist Du? Für wen willst Du da sein? Wozu bist Du  berufen? Die Antwort darauf kann jeder nur selbst  geben. Aber das Licht der Osterkerze gibt uns zwei Gewissheiten mit auf den Weg: Jeder Mensch ist berufen. Und wer den ersten Schritt wagt, kann sich sicher sein, dass Gottes Treue zu uns  unendlich ist.

 

Ich wünsche Ihnen und Ihren Angehörigen ein frohes und gesegnetes Osterfest 2018.

 

Rainer Maria Kardinal Woelki

Erzbischof von Köln

 

 

 

Stiftung „rogamus“ – Raum für Berufungen

Unter dem Namen „rogamus“ hat Erzbischof Kardinal Woelki eine Stiftung gegründet, die sich zukünftig nachhaltig für den gesamten Themenbereich Berufungspastoral verantwortlich zeigt. Darunter sollen z.B. die Gebetsgemeinschaft rogamus, die Anbetungskapelle im Maternushaus und das der Förderung geistlicher Berufungen gewidmete Sondervermögen des Erzbistums Köln fallen. Das Stiftungskapital der gemeinnützigen Treuhandstiftung stammt aus dem Privateigentum des Erzbischofs und aus zweckgebundenen Nachlässen an den Erzbischöflichen Stuhl. Weitere Informationen zur Stiftung finden Sie auf www.rogamus.de

Weiterführende Links: 

Anzeigen

Bank für Kirche und Caritas
Die Bank von Mensch zu Mensch. Partner für kirchlich-caritative Einrichtungen.
bkc-paderborn.de

wo2oder3.de
Finanzierung sichern und gemeinsam Projekte verwirklichen - mit dem christlichen Crowdfunding der Pax-Bank eG
www.wo2oder3.de

GemeindeDruckPortal
einfach. professioneller. Mit wenigen Klicks den Pfarrbrief professionell gestalten und umweltgerecht drucken.
gemeindedruckportal.de

Religiöser Buchtipp des Monats
Unkompliziert und direkt hier bestellen. Jeden Monat frisch:
borromedien.de

Letzte Beiträge: 

Grußwort des Erzbischofs von Köln zu Ostern 2018

Erzbistum Köln hat einen neuen Betreuer für Redaktionen

Rechenschaft geben von der Hoffnung

Große Anteilnahme an Entwicklung in der arabischen Welt

  •  
  • 1 von 3