Störergrafik 15 Jahre - 15 Tipps

15 Tipps für Ihren Pfarrbrief

Zum 15-jährigen Bestehen von Pfarrbriefservice.de erhalten alle Redaktionen ein Geschenk. Die Broschüre „15 Tipps für Ihren Pfarrbrief“ gibt 15 Impulse zu Fragen, die Redaktionen am häufigsten stellen. Sie gibt Anregungen, den eigenen Pfarrbrief weiterzuentwickeln. Neben der Printfassung gibt es die Broschüre auch online: Entweder als PDF zum Download oder als Online-Fragebogen zum Ausfüllen.

Jetzt mitmachen: Protest-E-Mail von MISEREOR an die EU-Kommission senden

www.saat-fuer-vielfalt.de / EK
Kampagnenmotiv der MISEREOR-Aktion "Saat für Vielfalt"

© MISEREOR

Kampagnenmotiv der MISEREOR-Aktion "Saat für Vielfalt"

Ende 2017 will das Agrochemie-Unternehmen Bayer den Saatgut- und Pestizidhersteller Monsanto aus den USA übernehmen. „BaySanto“ würde damit zum größten Anbieter für Saatgut und Pestizide weltweit – und hätte damit große Macht über die Ernährung und Landwirtschaft, fürchten Experten, darunter das kirchliche Hilfswerk MISEREOR. Um die Übernahme zu verhindern, bittet MISEREOR um die Solidarität von Verbraucherinnen und Verbrauchern in Deutschland, z.B. mittels einer vorformulierten E-Mail an die EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. Für einen Aufruf im Pfarrbrief oder auf der Pfarrei-Homepage steht dieser Nachrichtentext mit Bild zur Veröffentlichung zur Verfügung.

Negative Folgen für Menschen und Umwelt

Unter www.saat-fuer-vielfalt.de weist MISEREOR darauf hin, dass gerade im globalen Süden die negativen Folgen eines sogenannten Agrobusiness für Menschen und Umwelt bereits heute deutlich zu spüren sind.

  • So verbraucht die industrielle Produktion großer Konzerne rund 70 Prozent der weltweiten Land- und Wasserressourcen, erzeugt aber nur 30 Prozent der verfügbaren Nahrung. Die bäuerliche Landwirtschaft dagegen erzeugt 70 Prozent der Nahrung weltweit und nutzt nur 30 Prozent der Land- und Wasserressourcen.
  • Bäuerliche Familienbetriebe aus dem globalen Süden vermehren ihr Saatgut meist selbst, tauschen es untereinander und treiben damit die Weiterentwicklung von Saatgut eigenständig voran. Ihr Saatgut ist lokal angepasst, frei zugänglich und erhält die Sortenvielfalt. Saatgut in den Händen weniger Konzerne lässt die Preise steigen, macht die Bauern abhängig von chemischem Dünger und Pestiziden und führt zum Verlust von bäuerlichen Saatgutsorten.
  • Das Agrobusiness fördert Monokulturen und vermarktet sein Saatgut mit den dazugehörigen Pestiziden im „Kombi-Paket“. Chemische Düngemittel und Pestizide verseuchen Böden und Gewässer, verursachen Artensterben und führen zum Verlust von Biodiversität. Im globalen Süden, wo es oftmals an strengen Auflagen fehlt, vertreibt Bayer Pestizide, die in der Europäischen Union bereits verboten sind

MISEREOR setzt sich stattdessen für die weltweite Förderung von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern ein. Zahlreiche Projekte zeigten, dass es funktionierende Alternativen gibt, die demokratisch, sozial, lokal angepasst und umweltfreundlich seien und dennoch den Hunger bekämpften. Einige davon werden unter www.saat-fuer-vielfalt.de vorgestellt.

Das kirchliche Hilfswerk bittet darum, an die EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager eine vorformulierte Protest-E-Mail zu senden. Das geht ganz einfach unter www.saat-fuer-vielfalt.de.

Warum wendet sich MISEREOR an die EU-Kommission?

Damit die Fusion zwischen Bayer und Monsanto zustande kommen kann, muss sie von Kartellbehörden in mehr als 30 Ländern sowie von der Wettbewerbskommission der Europäischen Union genehmigt werden. Über acht Monate nach Bekanntgabe der Fusion hat Bayer im Juni 2017 die geplante Übernahme bei der Wettbewerbsbehörde in Brüssel angemeldet. Die Behörde hat die Aufgabe, die Fusion und deren Folgen für die Landwirtschaft und Welternährung zu prüfen. Zwei Mega-Fusionen im Agrarsektor – die von Dow-DuPont und ChemChina-Syngenta – wurden von der EU-Wettbewerbskommission in der Vergangenheit bereits genehmigt. Daher wendet sich das kirchliche Hilfswerk an die EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager mit der Forderung, die Fusion abzulehnen, Konzernmacht zu begrenzen und Agrarmodelle zu schützen, die nachhaltig, fair und demokratisch sind.

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