Religiöses Buch des Monats Oktober 2017

Borromäusverein
Religiöser Buchtipp für Oktober 2017

© Verlag Herder

Der Religiöse Buchtipp für Oktober 2017

„Die Kirche ermöglicht die Beziehung zwischen Gott und den Menschen. Dafür ist sie da ... In allem, was Kirche und Christen tun, soll die Liebe Gottes zu den Menschen deutlich und erfahrbar werden.“ Diese elementaren Einsichten drohen in der katholischen Kirche in Deutschland in Vergessenheit zu geraten, meint Christian Olding. Voraussetzung für eine lebendige Kirche, der man die christliche Botschaft abnehme, seien Menschen, die sich voll und ganz auf Jesus Christus einlassen, die seinen Anspruch akzeptieren: „Ich bin der Weg, ich bin die Wahrheit und ich bin das Leben!“ Erst wenn wieder mehr Menschen alles auf eine Karte, auf Gott setzen, „wird es gelingen, auch wieder andere Menschen für die Vision Gottes zu gewinnen.“

Mit deutlichen Worten wehrt sich Olding gegen eine „Das war schon immer so“-Kirche und wirbt für Offenheit gegenüber Veränderungen. Olding hat den Eindruck, die Kirche verkaufe sich aus Bequemlichkeit heraus unter Wert, spüle ihre Botschaft weich in der Hoffnung, auf diese Weise wenigstens noch ein bisschen Gehör zu finden. Doch statt Menschen zu bewegen, ersticke die Verkündigung den Glauben in „hohlen Formeln und Phrasen“.

Zeitgemäße Verkündigung

Doch Olding bleibt nicht bei der Kritik der Verhältnisse stehen, sondern schildert, welche Wege er mit anderen zusammen gegangen ist, um auf zeitgemäße Weise von Jesus Christus zu erzählen und den Glauben zu verkünden. Dazu erzählt er zunächst, wie und warum er Priester wurde und welche Kämpfe er dabei zu bestehen hatte, berichtet von seiner Arbeit als Kaplan in Emmerich und Geldern am Niederrhein.

In Emmerich und weit darüber hinaus machte er sich einen Namen mit den „veni!“-Gottesdiensten, die moderne Ästhetik mit der Heiligen Messe verbanden. Lichteffekte und Filmsequenzen sollten helfen, „Menschen in die Feier und die Beziehung zu Gott zu führen“. Doch das Projekt rief auch Kritik hervor und wurde zur Zielscheibe für alle möglichen Konflikte in der Emmericher Gemeinde. Olding und sein Pfarrer mussten schließlich gehen. Ausführlicher als den Konflikt selbst beschreibt Olding die geistliche Auseinandersetzung mit der Glaubenskrise, die das Ende seiner Emmericher Zeit bei ihm auslöste. In Geldern war für ihn ein Neuanfang möglich – und schon bald entstanden neue Ideen, GODatDinner beispielsweise.

Klare Ansagen, die sicher nicht jedem/er gefallen werden, aber dazu anregen, sich neu Gedanken über die eigene Beziehung zu Jesus zu machen und darüber, wie ich – Sie – ein glaubwürdiges und überzeugendes Bekenntnis ablegen kann. „Am Ende geht es darum: Ist dir dieser Gott peinlich, oder ist er es dir wert? Klartext, bitte!“ (Borromäusverein)

Christian Olding: Klartext, bitte! Glauben ohne Geschwätz. Freiburg: Herder 2017. - 191 S.; 20,00 €

(Als „Religiöses Buch des Monats“ benennen der Borromäusverein, Bonn, und der St. Michaelsbund, München, monatlich eine religiöse Literaturempfehlung, die inhaltlich-literarisch orientiert ist und auf den wachsenden Sinnhunger unserer Zeit antwortet.)

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Religiöses Buch des Monats Oktober 2017

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„Die Kirche ermöglicht die Beziehung zwischen Gott und den Menschen. Dafür ist sie da ... In allem, was Kirche und Christen tun, soll die Liebe Gottes zu den Menschen deutlich und erfahrbar werden.“ Diese elementaren Einsichten drohen in der katholischen Kirche in Deutschland in Vergessenheit zu geraten, meint Christian Olding. Voraussetzung für eine lebendige Kirche, der man die christliche Botschaft abnehme, seien Menschen, die sich voll und ganz auf Jesus Christus einlassen, die seinen Anspruch akzeptieren: „Ich bin der Weg, ich bin die Wahrheit und ich bin das Leben!“ Erst wenn wieder mehr Menschen alles auf eine Karte, auf Gott setzen, „wird es gelingen, auch wieder andere Menschen für die Vision Gottes zu gewinnen.“

Mit deutlichen Worten wehrt sich Olding gegen eine „Das war schon immer so“-Kirche und wirbt für Offenheit gegenüber Veränderungen. Olding hat den Eindruck, die Kirche verkaufe sich aus Bequemlichkeit heraus unter Wert, spüle ihre Botschaft weich in der Hoffnung, auf diese Weise wenigstens noch ein bisschen Gehör zu finden. Doch statt Menschen zu bewegen, ersticke die Verkündigung den Glauben in „hohlen Formeln und Phrasen“.

Zeitgemäße Verkündigung

Doch Olding bleibt nicht bei der Kritik der Verhältnisse stehen, sondern schildert, welche Wege er mit anderen zusammen gegangen ist, um auf zeitgemäße Weise von Jesus Christus zu erzählen und den Glauben zu verkünden. Dazu erzählt er zunächst, wie und warum er Priester wurde und welche Kämpfe er dabei zu bestehen hatte, berichtet von seiner Arbeit als Kaplan in Emmerich und Geldern am Niederrhein.

In Emmerich und weit darüber hinaus machte er sich einen Namen mit den „veni!“-Gottesdiensten, die moderne Ästhetik mit der Heiligen Messe verbanden. Lichteffekte und Filmsequenzen sollten helfen, „Menschen in die Feier und die Beziehung zu Gott zu führen“. Doch das Projekt rief auch Kritik hervor und wurde zur Zielscheibe für alle möglichen Konflikte in der Emmericher Gemeinde. Olding und sein Pfarrer mussten schließlich gehen. Ausführlicher als den Konflikt selbst beschreibt Olding die geistliche Auseinandersetzung mit der Glaubenskrise, die das Ende seiner Emmericher Zeit bei ihm auslöste. In Geldern war für ihn ein Neuanfang möglich – und schon bald entstanden neue Ideen, GODatDinner beispielsweise.

Klare Ansagen, die sicher nicht jedem/er gefallen werden, aber dazu anregen, sich neu Gedanken über die eigene Beziehung zu Jesus zu machen und darüber, wie ich – Sie – ein glaubwürdiges und überzeugendes Bekenntnis ablegen kann. „Am Ende geht es darum: Ist dir dieser Gott peinlich, oder ist er es dir wert? Klartext, bitte!“ (Borromäusverein)

Christian Olding: Klartext, bitte! Glauben ohne Geschwätz. Freiburg: Herder 2017. - 191 S.; 20,00 €

(Als „Religiöses Buch des Monats“ benennen der Borromäusverein, Bonn, und der St. Michaelsbund, München, monatlich eine religiöse Literaturempfehlung, die inhaltlich-literarisch orientiert ist und auf den wachsenden Sinnhunger unserer Zeit antwortet.)

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